\documentclass{book}
\usepackage[german]{babel}
\newcommand\nbsp{\ifmmode\;\else\global\spacefactor=3000\relax\fi}
%redefine \dots and newly define \Dots
\newcommand{\textellipsisunskip}{%
   .\kern\fontdimen3\font
   .\kern\fontdimen3\font
   .}
\renewcommand{\dots}{%
   \ifmmode\mathellipsis\else\textellipsisunskip\global\spacefactor=1000\relax\fi}

\newcommand{\Dots}{%
   \ifmmode\mathellipsis\else\textellipsisunskip\global\spacefactor=3000\relax\fi}

% Look this up!
%  \ifnum\sfcode`\.=\@m \frenchspacing \fi


\usepackage[%pdftex,%
             %pagebackref,%
             pdfpagemode=none,%
             %baseurl=http://www.marxists.org/mew/pdf,%
             colorlinks,%
             %pageanchor=true,% needed only for literature references in back
             %pdfmenubar=false,%
             %pdftoolbar=false,%
             bookmarks=true,%
             bookmarksnumbered=false,%
             pdffitwindow=true,pdfcenterwindow=true,%
             %pdfwindowui=false,%
             %menucolor=menucolor,%
             pdfview=Fit,pdfstartview=Fit]{hyperref}


\begin{document}

\frenchspacing{}




















\setcounter{chapter}{16}
\chapter{[Siebzehntes Kapitel]\nbsp{}
Ric[ardos] Akkumulationstheorie.\nbsp{}
Kritik derselben (Entwicklung der Krisen aus der
Grundform des Kapitals)}

\section{1. Smiths und Ricardos Fehler, das konstante
Kapital nicht in Betracht zu ziehen.\nbsp{}
Reproduktion der verschiedenen Teile des konstanten Kapitals]}

\begingroup{}Wir stellen zun\"achst R[icardo]s durch das ganze Werk sehr zerstreuten
S\"atze zusammen.\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}\dots{} alle Produkte eines Landes werden kosumiert; aber
es macht den gr\"o\ss{}en Unterschied, den man denken kann, ob sie
konsumiert werden durch \emph{solche, die einen andren Wert reproduzieren,
oder durch solche, die ihn nicht reproduzieren}.\nbsp{}
Wenn wir sagen, da\ss{}
\emph{Revenue erspart} und \emph{zum Kapital geschlagen} wird, so meinen
wir, da\ss{} der \emph{Teil der Revenue}, von dem \emph{es hei\ss{}t,
er sei zum Kapital geschlagen, durch produktive statt durch unproduktive
Arbeiter verzehrt} wird.\grqq{} (Hier derselbe Unterschied wie bei A. Smith.)\nbsp{}
\glqq{}Es gibt keinen gr\"o\ss{}ern Irrtum, als zu unterstellen, da\ss{}
\emph{Kapital durch Nichtkonsum vermehrt wird}.\nbsp{}
Steige der Preis der Arbeit
so hoch, da\ss{} trotz des Zuwachses von Kapital nicht mehr Arbeit angewandt
werden k\"onnte, so w\"urde ich sagen, da\ss{} solcher \emph{Zuwachs
von Kapital immer noch unproduktiv konsumiert wird}.\grqq{} (p. 163, Note.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Hier also nur, ob consumed durch Arbeiter oder nicht.\nbsp{}
Wie A. Smith etc.\nbsp{}
Es handelt sich aber zugleich um die \emph{industrial consumption} der
Waren, die konstantes Kapital bilden, als Arbeitswerkzeuge oder Arbeitsmaterial
konsumiert werden oder auch so konsumiert werden, da\ss{} sie durh diese
Konsumption in Arbeitswerkzeuge und Arbeitsmaterial verwandelt werden.\nbsp{}
Von vornherein falsch, d.h. einseitig die Auffassung, als ob accumulation
of capital gleich conversion of revenue into wages\hyperlink{mia.mew26.2p471_fn1}{\textsuperscript{1}} w\"are, gleich
accumulation of variable capital.\nbsp{}
Die ganze Frage von der Akkumulation
wird damit falsch behandelt.\par\endgroup{}

\begingroup{}Vor allem ist es n\"otig, klar zu sein \"udie \emph{Reproduktion
des konstanten Kapitals}.\nbsp{}
Wir betrachten hier die \emph{j\"ahrliche}
Reproduktion oder das Jahr als Zeitma\ss{} des Reproduktionsprozesses.\par\endgroup{}

\begingroup{}Ein gro\ss{}er Teil des konstanten Kapitals -- \emph{das capital fixe}
-- geht in den j\"ahrlichen Arbeitsproze\ss{} ein, ohne in den j\"ahrlichen
Verwertungsproze\ss{} einzugehn.\nbsp{}
Es wird nicht konsumiert.\nbsp{}
Es braucht
also nicht reproduziert zu werden.\nbsp{}
Es wird dadurch \emph{erhalten} -- und
mit seinem Gebrauchswert auch sein Tauschwert --, da\ss{} es \"uaupt
in den Produktionsproze\ss{} eingeht und in Kontakt mit der lebendigen
Arbeit bleibt.\nbsp{}
Je gr\"o\ss{}er dieser Teil des Kapitals in einem Lande
dies Jahr ist, um so gr\"o\ss{}er ist verh\"altnism\"a\ss{}ig
die blo\ss{} formelle Reproduktion (Erhaltung) desselben das n\"achste
Jahr, vorausgesetzt, da\ss{} der Produktionsproze\ss{} auch nur auf
derselben Stufenleiter erneuert, fortgesetzt, in Flu\ss{} erhalten wird.\nbsp{}
Die Reparaturen und dergleichen, die n\"otig sind, um das fixe Kapital
zu erhalten, rechnen wir zu seinen urspr\"unglichen Arbeitskosten.\nbsp{}
Es
hat dies mit der Erhaltung im obenerw\"ahnten Sinn nichts gemein.\par\endgroup{}

\begingroup{}Ein zweiter Teil des konstanten Kapitals wird in der Produktion der
Waren j\"ahrlich konsumiert und mu\ss{} daher auch reproduziert werden.\nbsp{}
Dazu geh\"ort der ganze Teil des fixen Kapitals, der j\"ahrlich in
den Verwertungsproze\ss{} eingeht, und der ganze Teil desselben, der
aus zirkulierendem Kapital besteht, Rohmaterial und mati\`eres instrumentales\hyperlink{mia.mew26.2p472_fn1}{\textsuperscript{2}}.\par\endgroup{}

\begingroup{}Was nun diesen zweiten Teil des konstanten Kapitals betrifft, so ist
zu unterscheiden:\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)695\(\vert{}\) Ein gro\ss{}er Teil von dem, was als konstantes Kapitall --
als Arbeitsmittel und Arbeitsmaterial -- in einer Produktionssph\"are
\emph{erscheint}, ist das \emph{gleichzeitige} Produkt in einer parallelen
Produktionssph\"are.\nbsp{}
Z.B. das Garn geh\"ort zum konstanten Kapital
des Webers; es ist das Produkt des Spinners, das vielleicht den Tag vorher
noch im Werden war.\nbsp{}
Wenn wir hier von \emph{gleichzeitig} sprechen, so
meinen wir w\"ahrend \emph{desselben} Jahres produziert.\nbsp{}
Dieselben Waren,
in verschiednen Phasen, durchlaufen w\"ahrend desselben Jahres verschiedne
Produktionssph\"aren.\nbsp{}
Aus der einen gehn sie als Produkt hervor, in
die andre gehn sie als konstantes Kapital bidende Ware ein.\nbsp{}
Und als konstantes
Kapital werden alle w\"ahrend des Jahrs konsumiert; sei es nun, da\ss{}
wie beim capital fixe nur ihr Wert eingeht in die Ware oder da\ss{} auch
ihr Gebrauchswert in dieselbe eingeht, wie beim zirkulierenden Kapital.\nbsp{}
W\"ahrend die in der einen Produktionssph\"are produzierte Ware in
die andre Produktionssph\"are eingeht, um hier als konstantes Kapital
konsumiert zu
werden -- neben dieser \emph{Reihenfolge} von Produktionssph\"aren,
sorin dieselbe Ware eintritt, werden \emph{gleichzeitig} nebeneinander
ihre verschiednen Elemente oder die verschiednen Phasen derselben produziert.\nbsp{}
Sie wird w\"ahrend desselben Jahrs forw\"ahrend in der einen Sph\"are
als konstantes Kapital konsumiert und in der andern parallelen als Ware
produziert.\nbsp{}
Dieselben Waren, die als konstantes Kapital w\"ahrend des
Jahrs so konsumiert werden, werden derart auch best\"andig w\"ahrend
desselben Jahrs prosuziert.\nbsp{}
Die Maschine nutzt sich in der Sph\"are
\emph{A} ab.\nbsp{}
Sie wird gleichzeitig in der Sph\"are \emph{B} produziert.\nbsp{}
Das konstante Kapital, das in den Produktionssph\"aren, die die Lebensmittel
produzieren, w\"ahrend des Jahrs konsumiert wird, wird \emph{gleichzeitig}
in andern Produktionssph\"aren produziert, so da\ss{} es \emph{w\"ahrend}
des Jahrs oder \emph{am Ende des Jahrs} neu ersetzt ist in natura.\nbsp{}
Beide,
sowohl die Lebensmittel wie dieser Teil des konstanten Kapitals, sind Produkte
der neuen, w\"ahrend des Jahrs t\"atigen Arbeit.\par\endgroup{}

\begingroup{}Ich habe fr\"uher gezeigt\hyperlink{mia.mew26.2p473_fn1}{\textsuperscript{3}}, wie der \emph{Wertteil} des Produkts
der Produktionssph\"aren, worin die Lebensmittel produziert werden,
der Wertteil, der das konstante Kapital dieser Produktionssph\"aren
ersetzt, die Revenue f\"ur die \emph{Produzenten} dieses konstanten
Kapitals bildet.\par\endgroup{}

\begingroup{}Nun aber existiert ferner ein Teil des konstanten Kapitals, der \emph{j\"ahrlich
konsumiert} wird, ohne als Bestandteil in die Produktionssph\"aren
einzugehn, die Lebensmittel (konsumable Waren) produzieren.\nbsp{}
Er kann also
auch nicht aus diesen Sph\"aren ersetzt werden.\nbsp{}
Wir meinen den Teil des
konstanten Kapitals -- der Arbeitswerkzeuge, [des] Rohmaterials und mati\`eres
instrumentales --, der in der Bildung, Produktion des konstanten Kapitals,
der Maschinerie, Rohmaterialien und mati\`eres instrumentales selbst
industriell konsumiert wird.\nbsp{}
Dieser Teil, wie wir gesehn haben\hyperlink{mia.mew26.2p473_fn2}{\textsuperscript{4}}, wird
\emph{in natura} ersetzt, entweder direkt aus dem Produkt dieser Produktionssph\"aren
selbst (wie bei Samen, Vieh, Kohle zum Teil) oder durch Austausch eines
Teils der Produkte der verschiednen Produktionssph\"aren, die konstantes
Kapitals bilden.\nbsp{}
Es findet hier Austausch von Kapital gegen kapital statt.\par\endgroup{}

\begingroup{}Durch die Existenz und die Konsumtion dieses Teils des konstanten Kapitals
wird nicht nur die Masse der Produkte vermehrt, sondern auch der \emph{Wert}
des j\"ahrlichen Produkts.\nbsp{}
Der \emph{Wertteil} des \emph{j\"ahrlichen}
Produkts, der gleich dem Wert dieses Teils des konsumierten konstanten
Kapitals, kauft zur\"uck in natura oder zieht zur\"uck aus dem j\"ahrlichen
Produkt den Teil desselben, der das konsumierte konstante Kapital in natura
ersetzen mu\ss{}.\nbsp{}
Z.B. der Wertteil der Aussaat, den der Samen\hyperlink{mia.mew26.2p474_fn1}{\textsuperscript{5}} bildet, bestimmt den
Wertteil der Ernte\hyperlink{mia.mew26.2p474_fn2}{\textsuperscript{6}} (und damit das Quantum Korn), der als konstantes
Kapital der Erde, der Produktion zur\"uckgegeben werden mu\ss{}.\nbsp{}
Ohne
die w\"ahrend des Jahrs neuzugef\"ugte Arbeit w\"urde dieser Teil
nicht reproduziert; aber er ist in der Tat \emph{produziert} durch die
vorj\"ahrige oder vergangne Arbeit und -- soweit sich die Produktivit\"at
der Arbeit nicht \"andert -- ist der \emph{Wert}, den er dem j\"ahrlichen
Produkt zusetzt, das Resultat nicht der diesj\"ahrigen, sondern der
vorj\"ahrigen Arbeit.\nbsp{}
Je gr\"o\ss{}r das \emph{proportionell} angewandte
konstante Kapital in einem Land ist, um so gr\"o\ss{}ser Teil des
konstanten Kapitals sein, der in der Produktion des konstanten Kapitals
konsumiert wird und der sich nicht nur in einer gr\"o\ss{}Produktenmasse
ausdr\"uckt, sondern auch den Wert dieser Produktenmasse erh\"oht.\nbsp{}
Dieser \emph{Wert} ist also nicht nur das Resultat der gegenw\"artigen
Jahresarbeit, sondern ebensosehr das Resultat vorj\"ahriger, vergangner
Arbeit, obgleich er \emph{ohne} die immediate annual labour\hyperlink{mia.mew26.2p474_fn3}{\textsuperscript{7}} ebensowenig
wieder erscheinen w\"urde wie das Produkt, worin er eingeht.\nbsp{}
W\"achst
dieser Teil, so w\"achst nicht nur die j\"ahrliche Produktenmasse,
sondern der\emph{ Wert} derselben, selbst wenn die annual labour dieselbe
bliebe.\nbsp{}
Dies Wachsen ist eine Form der \emph{Akkumulation des Kapitals},
die es wesentlich ist zu verstehn.\nbsp{}
Und nichts kann diesem Verst\"andnis
ferner liegen als R[icardo]s Satz:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Die Arbeit von einer Million Menschen in den Manufakturen wird stets
den gleichen Wert, aber nicht immer den gleichen Reichtum produzieren.\grqq{}
(l.c. p. 320.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Diese Million of men -- der Arbeitstag als gegeben vorausgesetzt -- wird
nach der Produktivit\"at der Arbeit nicht nur sehr verschiedne Warenmasse
produzieren, sondern der Wert dieser Masse wird sehr verschieden sein,
je nachdem sie mit viel oder wenig konstantem Kapital produziert, ihr also
viel oder wenig aus \emph{vorj\"ahriger, vergangner} Arbeit herstammender
Wert zugesetzt ist.\par\endgroup{}



\section{[2. Wert des konstanten Kapitals und Wert des Produkts]}

\begingroup{}Wir nehmen hier \"uberall zun\"achst an, wo wir von der Reproduktion
des konstanten Kapitals sprechen -- der Vereinfachung halber --, da\ss{}
die Produktivit\"at der Arbeit und folglich die Produktionsweise dieselben
bleiben.\nbsp{}
Was als konstantes Kapital zu ersetzen ist -- bei geegebner Produktionsleiter
-- ist ein bestimmtes Quantum in natura.\nbsp{}
Bleibt die Produktivit\"at dieselbe,
so
bleibt auch der \(\Vert{}\)696\(\vert{}\) Wert dieses Quantums konstant.\nbsp{}
Treten Wechsel
in der Produktivit\"at der Arbeit ein, wodurch dasselbe Quantum teurer
oder wohlfeiler, mit mehr oder weniger Arbeit neu reproduziert werden kann,
so treten ebenso Wechsel im Wert des konstanten Kapitals ein, die das surplus
produce nach Abzug des konstanten Kapitals affizieren.\par\endgroup{}

\begingroup{}Z.B., es seien 20 qrs. [Weizen] \`a 3 \emph{l}. = 60 \emph{l}.
zur Aussaat erheischt.\nbsp{}
Wird das qr. mit 1/3 Arbeit weniger reproduziert,
so konstet ein qr. nur noch 2 \emph{l}.\nbsp{}
Von dem Produkt sind nach wie vor
20 qrs. f\"ur Aussaat abzuziehn; aber der Wertteil, den sie vom ganzen
Produkt ausmachen, nur noch 40 \emph{l}.\nbsp{}
Zum Ersatz desselben capital constant
dann geringrer Wertteil und geringrer Naturalteil des Gesamtprodukts n\"otig,
obgleih 20 qrs. nach wie vor als Samen der Erde zur\"uckgegeben werden
m\"ussen.\hyperlink{mia.mew26.2p475_an82}{\textsuperscript{8}}\par\endgroup{}

\begingroup{}W\"are das j\"ahrlich konsumierte konstante Kapital bei einer
Nation 10 Mill., bei der andren nur 1 Mill. und die j\"ahrliche Arbeit
von 1 Mill. Menschen = 100 Mill. \emph{l}., so w\"are der Wert des Produkts
bei der ersten Nation = 110 und bei der andern nur = 101 Millionen.\nbsp{}
Dabei
w\"are es nicht nur m\"oglich, sondern sicher, da\ss{} die einzelne
Ware bei Nation I wohlfeiler w\"are als bei Nation II, weil letztre
eine viel geringre Warenmasse mit derselben Arbeit produzieren w\"ue,
viel geringer als die Differenz von 10 und 1.\nbsp{}
Ein gr\"o\ss{}rer Wertteil
des Produkts geht zwar bei Nation I, verglichen mit II, ab, um das Kapital
zu ersetzen, und also auch gr\"o\ss{}rer Teil vom Gesamtprodukt.\nbsp{}
Aber
das Gesamtprodukt ist auch viel gr\"o\ss{}er.\par\endgroup{}

\begingroup{}Bei Fabrikwaren ist es bekannt, da\ss{} 1 Mill. [Arbeiter] in England
nicht nur ein viel gr\"o\ss{}res Produkt, sondern Produkt von viel
gr\"o\ss{}rem Wert produziert als in Ru\ss{}land z.B., obgleich
die einzelne Ware viel wohlfeiler.\nbsp{}
Bei der Agrikultur jedoch scheint nicht
dasselbe Verh\"altnis zwischen kapitalistisch entwickelten und relativ
unentwickelten Nationen zu bestehn.\nbsp{}
Das Produkt der zur\"uckgebliebnen
Nation wohlfeiler als das der kapitalistisch entwickelten.\nbsp{}
Dem \emph{Geldpreis}
nach.\nbsp{}
Und dennoch scheint das Produkt der entwickelten Nation das Produkt
von viel weniger Arbeit (w\"ahrend des Jahres) als das der zur\"uckgebliebnen.\nbsp{}
In England z.B. weniger als 1/3 mit Agrikultur besch\"aftigt, in Ru\ss{}land
4/5; dort 5/15, hier 12/15.\nbsp{}
Diese Zahlen sind nicht \emph{\`a la lettre}\hyperlink{mia.mew26.2p475_fn1}{\textsuperscript{9}}
zu nehmen.\nbsp{}
In England z.B. sind Masse Menschen in der \emph{not agricultural
industry}, im Maschinenbau, Handel, Transportwesen etc. mit der Produktion
und Herbeischaffung von Elementen der agrucultural production besch\"aftigt,
die in Ru\ss{}land nicht damit besch\"aftigt sind.\nbsp{}
Mann kann also
das Verh\"altnis der in der Agrikultur besch\"aftigten Personen
nicht direkt bestimmen nach der immediately upon agruculture employed
individuals\hyperlink{mia.mew26.2p476_fn1}{\textsuperscript{10}}.\nbsp{}
In L\"andern kapitalistischer Produktion nehmen \emph{mittelbar}
viele an dieser agricutural Produktion teil, die in unentwickelteren L\"andern
unmittelbar unter sie subsumiert sind.\nbsp{}
Die Differenz scheint aber gr\"o\ss{}er
als sie ist.\nbsp{}
F\"ur die gesamte Zivilisation des Landes diese Differenz
aber sehr wichtig, selbst soweit si blo\ss{} darin besteht, da\ss{}
ein gro\ss{}er Teil der an der Agrikultur beteiligten Produzenten nicht
direkt an ihr teilnehmen und dem Idiotismus des Landlebens entrissen sind,
zur industriellen Bev\"olkerung geh\"oren.\par\endgroup{}

\begingroup{}Dies als d'abord \`a part\hyperlink{mia.mew26.2p476_fn2}{\textsuperscript{11}}.\nbsp{}
Ferner davon abgesehn, da\ss{}
die meisten agricultural peoples\hyperlink{mia.mew26.2p476_fn3}{\textsuperscript{12}} gezwungen sind, ihr Produkt \emph{unter}
seinem Wert zu verkaufen, w\"ahrend in L\"andern entwickelter kapitalistischer
Produktion das agricultural produce auf seinen Wert steigt.\nbsp{}
Jedenfalls
geht in den Wert des Produkts des English agriculturist ein Wertteil von
konstantem Kapital ein, der in den Wert des Produkts des Russian agriculturist
nicht eingeht.\nbsp{}
Gesetzt, dieser Wertteil sei gleich der Tagesarbeit von
10 Mann.\nbsp{}
Und gesetzt, ein englischer Arbeiter setze dies konstante Kapital
in Bewegung.\nbsp{}
Ich spreche von dem Teil des konstanten Kapitals des agricultural
produce, der nicht durch neue Arbeit ersetzt wird, wie z.B. dies bei den
Ackerbauger\"aten der Fall.\nbsp{}
Sind 5 russische Arbeiter erheischt, um
dasselbe Produkt zu produzieren, was 1 Engl\"ader vermittelst des konstanten
Kapitals produziert, und w\"are das konstante Kapital, das der Russe
verwendet, gleich 1, so w\"are das englische Produkt = 10 + 1 = 11 Arbeitstagen
und das des Russen = 5 + 1 = 6.\nbsp{}
Ist der russische Boden soviel fruchtbarer
als der englische, da\ss{} er ohne Anwendung des konstanten Kapitals
oder mit einem 10 \(\times\) kleinen konstanten Kapital soviel Korn produziert,
wie der Engl\"ander mit 10mal gr\"o\ss{}rem, so verhalten sich
die \emph{Werte} derselben Quanta englischen und russischen Korns wie 11
: 6.\nbsp{}
W\"urde der qr. russischen Korns zu 2 \emph{l}. verkauft, so der
englische zu 3 2/3 \emph{l}., denn 2 : 3 2/3 = 6 : 11.\nbsp{}
Der Geldpreis und
der Wert des englischen Korns w\"are also viel h\"oer als der des
russischen, aber dennoch w\"urde das englische mit weniger Arbeit produziert,
da die \emph{vergangne} Arbeit, die sowohl in der Masse als dem Wert des
Produkts wieder erscheint, keinen Zusatz von neuer Arbeit kostet.\nbsp{}
Dies
w\"are immer der Fall, wenn der Engl\"ander weniger immediate labour
anwendet als der Russe, aber das gr\"o\ss{}re konstante konstante
Kapital, das er anwendet -- und das ihm \emph{nichts} kostet, obgleich es
gekostet hat und bezahlt werden mu\ss{} --, nicht in dem
Grade die Produktivit\"at der Arbeit erh\"ohte, da\ss{} dadurch
die nat\"urliche Fruchtbarkeit des russischen Bodens kompensiert w\"urde.\nbsp{}
Die Geldpreise des agricultural produce k\"onnen also h\"oher stehn
in L\"andern kapitalistischer Produktion als in \(\Vert{}\)697\(\vert{}\) unentwickeltern,
obgleich es in der Tat weniger Arbeit kostet.\nbsp{}
Es enth\"alt mehr immediate
+ past labour\hyperlink{mia.mew26.2p477_fn1}{\textsuperscript{13}}, aber diese past labour kostet nichts.\nbsp{}
Das Produkt w\"are
wohlfeiler, wenn nicht die Differenz der nat\"urlichen Fruchtbarkeit
dazwischenk\"ame.\nbsp{}
Damit w\"aren auch die h\"oheren Geldpreise
des Arbeitslohns erkl\"art.\par\endgroup{}

\begingroup{}Wir haben bisher blo\ss{} von der Reproduktion des vorhandnen Kapitals
gesprochen.\nbsp{}
Der Arbeiter ersetzt sein Salair mit einem surplus produce
oder surplus value, das den Profit (Rente eingeschlossen) des Kapitalisten
bildet.\nbsp{}
Er ersetzt den Teil des j\"ahrlichen Produkts, der ihm von neuem
als Salair dient.\nbsp{}
Der Kapitalist hat seinen Profit w\"ahrend des Jahrs
aufgegessen, aber der Arbeiter hat einen Produktteil geschaffen, der von
neuem als Profit aufgegessen werden kann.\nbsp{}
Der Teil des konstanten Kapitals,
der konsumiert ist in der Produktion der Lebensmittel, wird ersetzt durch
w\"ahrend des Jahrs durch neue Arbeit produziertes konstantes Kapital.\nbsp{}
Die Produzenten dieses neuen Teils des konstanten Kapitals realisieren
ihre Revenue (Profit und Salair) in dem Teil der Lebensmittel, der gleich
dem Wertteil des in ihrer Produktion konsumierten konstanten Kapitals.\nbsp{}
Endlich, das konstante Kapital, das konsumiert wird in der Produktion des
konstanten Kapitals, in der Produktion von Maschinerie, Rohmaterial und
mati\`ere instrumentale, wird in natura oder durch Kapitalaustausch
ersetzt aus dem Gesamtprodukt der verschiednen Produktionssph\"aren,
die das konstante Kapital produzieren.\par\endgroup{}




\section{[3. Notwendige Bedingungen f\"ur die Akkumulation
des Kapitals.\nbsp{}
Amortisation des fixen Kapitals
und ihre Rolle im Proze\ss{} der Akkumulation]}

\begingroup{}Wie verh\"alt es sich aber nun mit der \emph{Vermehrung} des Kapitals,
seiner \emph{Akkumulation} als unterschieden von der Reproduktion, der
\emph{Verwandlung von Revenue} in Kapital?\par\endgroup{}

\begingroup{}Um die Frage zu vereinfachen vorausgesetzt, da\ss{} die Produktivit\"at
der Arbeit dieselbe bleibt, keine changes\hyperlink{mia.mew26.2p477_fn2}{\textsuperscript{14}} in der Produktionswise vorgehn,
also dasselbe Quantum Arbeit erheischt bleibt, um dasselbe Quantum Ware
zu
produzieren, da\ss{} also die \emph{Vermehrung} des Kapitals dieselbe
Arbeit kostet wie die vorj\"ahrige Produktion von Kapital von demselben
anount\hyperlink{mia.mew26.2p478_fn1}{\textsuperscript{15}}.\par\endgroup{}

\begingroup{}Ein Teil des Mehrwerts mu\ss{} in Kapital verwandelt werden, statt
als Revenue aufgegessen zu werden.\nbsp{}
Er mu\ss{} teils in konstantes, teils
in variables Kapital verwandelt werden.\nbsp{}
Und die Proportion, worin er sich
in diese zwei verschiednen Teile des Kapitals teilt, h\"at von der vorausgesetzten
organischen Konstitution des Kapitals ab, da die Produktionsweise unver\"andert
bleibt und auch der proportionelle Wert beider Teile.\nbsp{}
Je h\"oher die
Produktion entwickelt ist, um so gr\"o\ss{}er wird der Teil des Mehrwerts,
der in konstantes Kapital verwandelt wird, sein, verglichen mit dem Teil
des Mehrwerts, der in variables Kapital verwandelt wird.\par\endgroup{}

\begingroup{}Zun\"achst ist also ein Teil des Mehrwerts (und des ihm in Lebensmitteln
entsprechenden surplus produce) in varialbes Kapitals zu verwandeln; d.h.,
neue Arbeit ist damit zu kaufen.\nbsp{}
Dies nur m\"oglich, wenn die Zahl der
Arbeitszeit, w\"ahrend der sie arbeiten, verl\"angert wird.\nbsp{}
Das letztre,
wenn z.B. ein Teil der Arbeiterbev\"olkerung nur halb oder 2/3 besch\"aftigt
war oder f\"ur k\"urzre oder l\"angre Perioden auch durch absolute
Verl\"angerung des Arbeitstags, die dann aber bezahlt werden mu\ss{}.\nbsp{}
Dies jedoch nicht als konstantes Mittel der Akkumulation anzusehn.\nbsp{}
Die
Arbeiterbev\"olkerung kann zunehmen, wenn vorhin unproduktive Arbeiter
in produktive verwandelt werden oder Teile der Bev\"olkerung, die fr\"uher
nicht arbeiteten, wie Weiber und Kinder, Paupers, in den Produktionsproze\ss{}
gezogen werden.\nbsp{}
Letztren Punkt lassen wir hier weg.\nbsp{}
Endlich durch absolutes
Wachstum der Arbeiterbev\"olkerung mit dem Wachstum der allgemeinen
Bev\"olkerung.\nbsp{}
Soll die Akkumulation ein stetiger, fortlaufender Proze\ss{}
sein, so dies absolute Wachstum der Bev\"olkerung (obgleich sie relativ
gegen das ngewandte Kapital abnimmt) Bedingung.\nbsp{}
\emph{Vermehrung der Bev\"olkerung}
erscheint als Grundlage der Akkumulation als eines stetigen Prozesses.\nbsp{}
Dies setzt voraus ein average\hyperlink{mia.mew26.2p478_fn2}{\textsuperscript{16}} Salair, das best\"andiges Wachstum
der Arbeiterbev\"olkerung, nicht nur Reproduktion derselben, erlaubt.\nbsp{}
F\"ur pl\"otzliche F\"alle sorgt die kapitalistische Produktion
schon dadurch, da\ss{} sie einen Teil der Arbeiterbev\"olkerung \"uberarbeitet
und den andren als Reservearmee halb oder [ganz] verpaupert in petto h\"alt.\par\endgroup{}

\begingroup{}Allein wie verh\"alt es sich mit dem andren Teil des Mehrwerts, der
in konstantes Kapital zu verwandeln ist?\nbsp{}
Um die Frage zu vereinfachen,
abstrahieren wir vom ausw\"artigen Handel und betrachten eine abgeschlo\ss{}ne
Nation.\nbsp{}
Nehmen wir ein Beispiel.\nbsp{}
Der Mehrwert, den ein Leinweber
erzeugt hat, sei = 10000 \emph{l}., wovon er one half\hyperlink{mia.mew26.2p479_fn1}{\textsuperscript{17}} in Kapital
verwandeln will, also 5000 \emph{l}.\nbsp{}
Davon sei nach der organischen Zusammensetzung
der mechanischen Weberei 1/5 in Arbeitslohn auszulegen.\nbsp{}
Wir abstrahieren
hier vom Umschlag des Kapitals, wonach ihm vielleicht eine Summe f\"ur
5 Wochen gen\"ut, nach der er verkauft und so aus der Zirkulation das
Kapital f\"ur Salair zur\"uckerh\"alt.\nbsp{}
Wir nehmen an, er m\"usse
1000 \emph{l}. f\"ur Arbeitslohn (f\"ur 20 Mann) in Reserve halten
beim banker\hyperlink{mia.mew26.2p479_fn2}{\textsuperscript{18}} und nach und nach w\"ahrend des Jahrs verausgaben in
wages\hyperlink{mia.mew26.2p479_fn3}{\textsuperscript{19}}.\nbsp{}
Dann sind 4000 \emph{l}. in konstantes Kapital zu verwandeln.\nbsp{}
Er mu\ss{} erstens Garn kaufen, soviel als 20 Mann verweben\hyperlink{mia.mew26.2p479_fn4}{\textsuperscript{20}} k\"onnen
w\"arend des Jahrs.\nbsp{}
(Wir abstrahieren immer vom Umschlag des zirkulierenden
Teils des Kapitals.)\nbsp{}
Ferner die Webst\"uhle seiner Fabrik vermehren,
ditto vielleicht neue Dampfmaschine zusetzen oder die alte vergr\"o\ss{}
etc.\nbsp{}
Aber um sie zu kaufen, mu\ss{} er Garn vorfinden auf dem Markt,
Webst\"uhle etc.\nbsp{}
Er mu\ss{} seine 4000 \emph{l}. in Garn, Webst\"uhle,
Kohlen usw. verwandeln, \(\Vert{}\)698\(\vert{}\) d.h. letztre kaufen.\nbsp{}
Um sie zu kaufen, m\"ussen
sie aber da sein.\nbsp{}
Da wir vorausgesetzt, da\ss{} die Reproduktion des
alten Kapitals unter den alten Bedingungen stattgefunden hat, so hat der
Garnspinner sein ganzes Kapital verausgabt, um das das Jahr zuvor von den
Webern erheischte Quantum Garn zu liefern.\nbsp{}
Wie soll er also die additional
demand by an additional supply of yarn\hyperlink{mia.mew26.2p479_fn5}{\textsuperscript{21}} befriedigen?\par\endgroup{}

\begingroup{}Ebenso verh\"a es sich mit dem Maschinenfabrikanten, der die Webst\"uhle
etc. liefert.\nbsp{}
Er hat blo\ss{} neue Webst\"uhle genug produziert, um
den Konsum, der on an average\hyperlink{mia.mew26.2p479_fn6}{\textsuperscript{22}} in der Weberei vorgeht, zu decken.\nbsp{}
Aber
der akkumulationslustige Weber bestellt f\"ur 3000 \emph{l}. Garn und
f\"ur 1000 \emph{l}. Webst\"uhle, Kohlen (da es sich mit dem Kohlenfabrikanten
ebenso verh\"alt) etc.\nbsp{}
Oder in fact\hyperlink{mia.mew26.2p479_fn7}{\textsuperscript{23}} er gibt dem Spinner 3000 \emph{l}.,
dem Maschinenbauer und Kohlenmann etc. 1000 \emph{l}., damit diese ihm
dies Geld in Garn, Webst\"uhle und Kohle verwandeln.\nbsp{}
Er m\"u\ss{}en,
bis dieser Proze\ss{} vorbei, ehe er mit seiner Akkumulation -- seiner
Produktion von neuer Leinwand -- beginnen k\"onnte.\nbsp{}
Dies Unterbrechung
I.\par\endgroup{}

\begingroup{}Aber nun befindet sich der Spinner mit den 3000 \emph{l}. in derselben
Lage, wie der Weber mit den 4000, nur da\ss{} er seinen Profit gleich
abzieht.\nbsp{}
Er kann eine additional number of spinners\hyperlink{mia.mew26.2p479_fn8}{\textsuperscript{24}} finden, aber er
braucht Flachs, Spindeln, Kohlen etc.\nbsp{}
Ebenso der Kohlenmann neue Maschinerie
oder Werkzeuge, au\ss{}er den neuen Arbeitern.\nbsp{}
Und der Maschinenfabrikant,
der
die neuen Webst\"uhle, Spindeln etc. liefern soll, au\ss{}er den
additional labourers\hyperlink{mia.mew26.2p480_fn1}{\textsuperscript{25}}, Eisen etc.\nbsp{}
Am schlimmsten aber ist's mit dem Flachsbauer,
der erst n\"achstes Jahr die additional quantity of flax\hyperlink{mia.mew26.2p480_fn2}{\textsuperscript{26}} liefern
kann etc.\par\endgroup{}

\begingroup{}Damit der Weber also ohne Weitl\"aufigkeiten und Unterbrechungen
jedes Jahr einen Teil seines Profits in konstantes Kapital verwandeln kann
-- und die Akkumulation ein stetiger Proze\ss{} sei --, ist es n\"otig,
da\ss{} er an additional quantity of yarn\hyperlink{mia.mew26.2p480_fn3}{\textsuperscript{27}}, Webst\"uhlen etc. auf
dem Markt vorfindet.\nbsp{}
Er der Spinner, der Kohlenmann etc. brauchen blo\ss{}
mehr Arbeiter anzuwenden, wenn sie Flachs, Spindeln, Maschinen auf dem
Mark vorfinden.\par\endgroup{}

\begingroup{}Ein Teil des konstanten Kapitals, der j\"ahrlich als abgenutzt berechnet
wird und als d\'echet\hyperlink{mia.mew26.2p480_fn4}{\textsuperscript{28}} eingeht in den Wert des Produkts, wird in
der Tat \emph{nicht} abgenutzt.\nbsp{}
Nimm z.B. Maschine, die 12 Jahre daure
und 12000 \emph{l}. koste, so der average d\'echet\hyperlink{mia.mew26.2p480_fn5}{\textsuperscript{29}}, jedes Jahr
zu berechnen, = 1000 \emph{l}.\nbsp{}
Am Ende der 12 Jahre ist dann, da j\"ahrlich
in das Produkt 1000 \emph{l}. eingehen, der Wert von 12000 \emph{l}. reproduziert,
und eine neue Maschine derselben Art kann zu diesem Preis gekauft werden.
Die Reparaturen und Flickereien, die w\"ahrend der 12 Jahre n\"otig
sind, rechnen wir zu den Produktionskosten der Maschine und haben mit unsrer
Frage nichts zu tun.\nbsp{}
In der Tat aber ist die Wirklichkeit von jener Durchschnittsrechnung
verschieden.\nbsp{}
Die Maschine ist vielleicht im zweiten Jahr besser im Gang
als im ersten.\nbsp{}
Und dennoch ist sie nach 12 Jahren nicht mehr nutzbar.\nbsp{}
Es
geht wie mit einer Bestie, die 10 Jahre on an average\hyperlink{mia.mew26.2p480_fn6}{\textsuperscript{30}} zu leben hat,
deshalb aber doch nicht um 1/10 in jedem Jahr abstirbt, obgleich sie nach
Ende der 10 Jahre durch ein neues Individuum ersetzt sein mu\ss{}.\nbsp{}
Nat\"urlich,
im Lauf \emph{desselben} Jahrs tritt eine bestimmte Zahl Maschinerie etc.
stets in dies Stadium, wo sie dann wirklich durch neue Maschinen ersetzt
werden m\"ussen.\nbsp{}
Jedes Jahr ist also bestimmtes Quantum der alten Maschinerie
etc. wirklich, in natura, durch neue zu ersetzen.\nbsp{}
Und dem entspricht die
yearly average production of machinery\hyperlink{mia.mew26.2p480_fn7}{\textsuperscript{31}} etc.\nbsp{}
Der Wert, um sie zu zahlen,
ist aus den Waren, je nach ihrer Reproduktionszeit (der Maschinen), ready\hyperlink{mia.mew26.2p480_fn8}{\textsuperscript{32}}
liegend.\nbsp{}
Aber das fact bleibt, da\ss{} ein gro\ss{}er Wertteil des
j\"ahrlichen Produkts, des Werts, der j\"ahrlich f\"ur dasselbe
gezahlt wird, zwar n\"otig ist, um nach 12 Jahren z.B. die alte Maschinerie
zu ersetzen, aber durchaus nicht wirklich erheischt wird, um 1/12 j\"ahrlich
in natura zu ersetzen, was, in fact, selbst untubar w\"are.\nbsp{}
Dieser Fonds
mag zum Teil vernutzt werden, um Arbeitslohn oder
Rohmaterial damit zu kaufen, bevor die Ware verkauft oder bezahlt ist,
die best\"andig in Zirkulation geworfen wird, aber nicht sofort aus
der Zirkulation zur\"uckkehrt.\nbsp{}
Dies kann jedoch nicht w\"ahrend des
ganzen Jahrs der Fall sein, da die im Jahr umgeschlagnen Waren vollst\"andig
ihren Wert realisieren, also sowohl den in ihnen enthaltnen Arbeitslohn,
Rohmaterial, aufgenutzte Maschinerie und surplus value zahlen, realisieren
m\"ussen.\nbsp{}
Wo also viel konstantes Kapital, also auch viel capital fixe
angewandt wird, existiert in diesem Wertteil des Produkts, der den d\'echet
des fixen Kapitals ersetzt, ein \emph{Akkumulationsfonds}, der von seiten
dessen, der ihn anwendet, zur Anlage von neuem capital fixe (oder auch
zirkulierendem Kapital) benutzt werden kann, ohne da\ss{} f\"ur diesen
Teil der Akkumulation irgendein Abzug von der surplus value stattfindet.
(Sieh MacCulloch.)\hyperlink{mia.mew26.2p481_an83}{\textsuperscript{33}}\nbsp{}
Dieser Akkumulationsfonds befindet sich nicht auf Produktionsstufen
und bei Nationen, wo kein gro\ss{}es capital fixe existiert.\nbsp{}
Dies ist
ein wichtiger Punkt.\nbsp{}
Es ist ein Fonds zur best\"andigen Anbringung von
Verbe\ss{}rungen, Ausdehnungen etc.\par\endgroup{}




\section{[4. Wechselseitige Abh\"angigkeit der Produktionszweige
im Proze\ss{} der Akkumulation.\nbsp{}
Unmittelbare Verwandlung
eines Teils des Mehrwerts in konstantes Kapital
in der Landwirtschaft und im Maschinenbau]}

\begingroup{}Aber worauf wir hier kommen wollen, ist folgendes.\nbsp{}
W\"are das in
dem Maschinenbau angewandte Gesamtkapital auch nur gro\ss{} genug, um
den j\"ahrlichen d\'echet der Maschinerie zu ersetzen, so w\"urde
es viel mehr Maschinerie produzieren als j\"ahrlich bedurft wird, da
der d\'echet zum Teil nur idealiter existiert und realiter erst nach
einer gewissen Reihe von Jahren in natura zu ersetzen ist.\nbsp{}
Das so angewandte
Kapital liefert also j\"ahrlich eine Masse Maschinerie, die f\"ur
neue Kapitalanlagen vorhanden ist und diese neuen Kapitalanlagen antizipiert.\nbsp{}
Z.B. w\"ahrend dieses Jahrs beginnt der Maschinenbauer seine Fabrik.\nbsp{}
Er liefere f\"ur 12000 \emph{l}.\nbsp{}
Maschinerie w\"ahrend des Jahrs.\nbsp{}
So h\"atte er w\"ahrend der 11 folgenden Jahre bei blo\ss{}er Reproduktion
der von ihm produzietten Maschinerie nur f\"ur 1000 \emph{l}. zu produzieren,
und selbst diese j\"ahrliche Produktion w\"urde nicht j\"ahrlich
konsumiert.\nbsp{}
Noch weniger, wenn er sein ganzes Kapital anwendet.\nbsp{}
Damit dies
im Gange bleibe und sich blo\ss{} fortw\"ahrend \(\Vert{}\)699\(\vert{}\) j\"ahrlich
reproduziete, ist neue fortw\"ahrende Erweiterung der Fabrikation,
die diese Maschinen braucht,
n\"otig (Noch mehr, wenn er selbst akkumuliert.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Hier ist also, \emph{selbst wenn in dieser Produktionssph\"are das in
ihr investierte Kapital nur reproduziert wird}, best\"andige Akkumulation
in den \"ubrigen Produktionssph\"aren n\"otig.\nbsp{}
Diese best\"andige
Akkumulation findet dadurch aber auch best\"andig eines ihrer Elemente
auf dem Markt vorr\"atig.\nbsp{}
Hier in einer Produktionssph\"are ein best\"andiger
Warenvorrat f\"ur Akkumulation, neue additionelle industrielle Konsumtion
f\"ur andre Sph\"aren, selbst wenn in dieser Sph\"are blo\ss{}
das vorhandne Kapital reproduziert wird.\par\endgroup{}

\begingroup{}Mit den 5000 \emph{l}.\nbsp{}
Profit oder Mehrwert, die in Kapital verwandelt
werden z.B. vom Weber, sind 2 F\"alle m\"oglich, immer vorausgesetzt,
da\ss{} er auf dem Markt \emph{die Arbeit vorfindet}, die er mit 1000
von diesen 5000 \emph{l}. kaufen mu\ss{} um das Kapital von 5000 \emph{l}.
den Bedingungen seiner Produktionssph\"are gem\"a\ss{} in Kapital
zu verwandeln.\nbsp{}
Dieser Teil [des kapitalisierten Mehrwerts] verwandelt sich
in variables Kapital und wird in wages\hyperlink{mia.mew26.2p482_fn1}{\textsuperscript{34}} ausgelegt.\nbsp{}
Um diese Arbeit aber
anzuwenden, bedarf er Garn, additional machinery\hyperlink{mia.mew26.2p482_fn2}{\textsuperscript{35}} \(\{\)au\ss{}er bei Verl\"angerung
des Arbeitstags; in diesem Fall wird nur die Maschinerie schneller abgenutzt,
ihre Reproduktionszeit verk\"urzt, aber zugleich mehr surplus value
produziert; und wenn der Wert der Maschinerie in k\"urzerer Zeit auf
die produzierten Waren verteilt werden mu\ss{}, so werden aber ungleich
mehr Waren produziert, so da\ss{} trotz dieser schnellren Abnutzung ein
kleinrer Teil Maschinenwert in den Wert oder Preis der einzelnen Ware eingeht.\nbsp{}
Unmittelbar \emph{neues} Kapital ist in diesem Fall f\"ur die Maschinerie
selbst nicht auszulegen.\nbsp{}
Der Wert der Maschinerie nur etwas schneller zu
ersetzen.\nbsp{}
\emph{Aber} die mati\`eres instrumentales erheischen in
diesem Fall the advance of additional capital\hyperlink{mia.mew26.2p482_fn3}{\textsuperscript{36}}\(\}\) und additional mati\`eres
instrumentales.\nbsp{}
Entweder findet der Weber diese seine Produktionsbedingungen
auf dem Markt vor.\nbsp{}
Dann unterscheidet sich der Ankauf dieser Waren von
dem andrer Waren nur dadurch, da\ss{} er Waren f\"ur die \emph{industrielle
Konsumtion} kauft, statt f\"ur die \emph{individuelle} Konsumtion.\nbsp{}
Oder er findet sie nicht auf dem Markt vor, dann mu\ss{} er sie bestellen
(wie z.B. bei Maschinen, die neuer Konstruktion), ganz wie wenn er Artikel
f\"ur die Privatkonsumtion bestellen mu\ss{}, die er nicht auf dem
Markt vorfindet.\nbsp{}
Mu\ss{}te das Rohmaterial (Flachs) erst auf Kommando
produziert werden, \(\{\)etwa wie Indigo, Jute etc. von den indischen Ryots
auf Ordre und Vorschu\ss{} englischer Kaufleute\(\}\), so w\"are die Akkumulation
des Leinwebers f\"ur dies Jahr in seinem eignen Gesch\"aft unm\"oglich.\nbsp{}
Andrerseits unterstelle, der Spinner verwandle
die 5000 \emph{l}. in Kapital und der Weber akkumuliere nicht, so wird
das Gepinst, obgleich alle seine Produktionsbedingungen auf dem Markt vorr\"atig
waren, unverkaufbar sein, und die 5000 \emph{l}. sind in fact in Garn,
aber nicht in Kapital verwandelt.\par\endgroup{}

\begingroup{}(Der \emph{Kredit}, von dem wir hier nicht weiter zu sprechen haben,
vermittelt, da\ss{} das akkumulierte Kapital nicht grade in der Sph\"are
angewandt wird, wo es erzeugt ist, sondern da, wo es am meisten Chance
hat, verwertet zu werden.\nbsp{}
Indes wird jeder Kapitalist vorziehn, seine Akkumulation
m\"oglichst in seinem eignen trade\hyperlink{mia.mew26.2p483_fn1}{\textsuperscript{37}} anzulegen.\nbsp{}
Legt er sie in andern
an, so wird er moneyed capitalist\hyperlink{mia.mew26.2p483_fn2}{\textsuperscript{38}} und bezieht statt Profit nur Zins,
er m\"u\ss{}te sich denn auf Spekulation werfen.\nbsp{}
Wir sprechen hier
aber von der average accumulation\hyperlink{mia.mew26.2p483_fn3}{\textsuperscript{39}} und nur beispielsweise als in besonderem
trade angelegt.)\par\endgroup{}

\begingroup{}H\"atte anderseits der Flachsbauer seine Produktion erweitert, d.h.
akkumuliert, und Spinner und Weber und Maschinenbauer etc. nicht, so h\"atte
er \"uberfl\"ussigen Flachs auf dem Lager und w\"urde wahrscheinlich
das n\"achste Jahr weniger produzieren.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\{\)Wir sehn hier von der individuellen Konsumtion einstweilen ganz ab
und betrachten blo\ss{} den Zusammenhang der Produzenten untereinander.\nbsp{}
Existiert dieser, so bilden sie erstens wechselseitig Markt f\"ur die
Kapitalien, die sich wechselseitig zu remplacieren haben; f\"ur einen
Teil der Lebensmittel bilden die neu besch\"aftigten oder besser besch\"aftigten
Arbeiter Markt; und da der Mehrwert im folgenden Jahr w\"achst, k\"onnen
die Kapitalisten wachsenden Teil der Revenue verzehren, bilden also auch
to a certain extent\hyperlink{mia.mew26.2p483_fn4}{\textsuperscript{40}} Markt f\"ureinander.\nbsp{}
Damit kann immer noch gro\ss{}er
Teil des Produkts des Jahrs unverk\"auflich bleiben.\(\}\)\par\endgroup{}

\begingroup{}Die Frage ist jetzt so zu formulieren: \emph{Allgemeine Akkumulation vorausgesetzt},
d.h. vorausgesetzt, da\ss{} in allen trades das Kapital mehr oder minder
akkumuliert, was in fact Bedingung der kapitalistischen Produktion und
ebensosehr der Trieb des Kapitalisten als Kapitalisten, wie es der Trieb
des Schatzbildners, Geld aufzuh\"aufen (aber auch notwendig ist, damit
die kapitalistische Produktion vorangehe) -- was sind die \emph{Bedingungen}
dieser allgemeinen Akkumulation, worin l\"ost sie sich auf?\nbsp{}
Oder, da
uns der Leinweber den Kapitalisten \"uberhaupt repr\"asentieren kann,
welches sind die \emph{Bedingungen}, damit er ungest\"ort die 5000 \emph{l}.
Mehrwert in Kapital r\"uckverwandeln kann und den Akkumulationsproze\ss{}
jahraus, jahrein stetig fortsetzen kann?\nbsp{}
Die 5000 \emph{l}. akkumulieren
hei\ss{}t nichts, als dies Geld, diese
Wertsumme in Kapital verwandeln.\nbsp{}
\emph{Die Bedingungen f\"ur die Akkumulation
des Kapitals also ganz dieselben, wie f\"ur seine urspr\"ungliche
Produktion oder Reproduktion \"uberhaupt}.\par\endgroup{}

\begingroup{}Diese Bedingungen aber waren, da\ss{} mit einem Teil des Geldes Arbeit
gekauft wurde, mit dem andern Waren (Rohmaterial und Maschinerie etc.),
die von dieser Arbeit \emph{industriell konsumiert} werden konnten.\nbsp{}
\(\{\)Manche
Waren k\"onnen nur industriell konsumiert werden, wie Maschinerie, Rohmaterial,
Halbfabrikate etc.\nbsp{}
Andre, wie H\"auser, Pferde, Weizen, Korn (aus denen
Branntwein oder St\"arke etc. gemacht wird) etc., k\"onnen industriell.
und individuell konsumiert werden.\(\}\) Um diese Waren kaufen zu k\"onnen
m\"ussen sie sich auf dem \(\Vert{}\)700\(\vert{}\) \emph{Markt} als Waren befinden -- auf
dem Zwischenstadium zwischen der vollendeten Produktion und der noch nicht
begonnenen Konsumtion, in der Hand der Verk\"aufer, im Stadium der Zirkulation
-- oder upon notice\hyperlink{mia.mew26.2p484_fn1}{\textsuperscript{41}} beschaffbar sein (herstellbar, wie beim Bau neuer
Fabriken etc.).\nbsp{}
Sie waren das -- dies wurde vorausgesetzt bei der Produktion
und Reproduktion des Kapitals, wegen der in der kapitalistischen Produktion
durchgef\"uhrten Teilung der Arbeit auf gesellschaftlicher Stufenleiter
(distribution of labour and capital between the different trades\hyperlink{mia.mew26.2p484_fn2}{\textsuperscript{42}}), wegen
der \emph{gleichzeitig} auf der ganzen Oberfl\"ache vorgehenden \emph{parallelen}
Produktion, Reproduktion.\nbsp{}
Dies war die Bedingung des Markts, der Produktion
und der Reproduktion des Kapitals.\nbsp{}
Je gr\"o\ss{}er das Kapital, je
entwickelter die Produktivit\"at der Arbeit, \"uberhaupt die Stufenleiter
der kapitalistischen Produktion, \emph{um so gr\"o\ss{}er auch die Masse
der Waren, die sich in dem \"Ubergang aus der Produktion in die Konsumtion}
(individuelle und industrielle), \emph{in Zirkulation, auf dem Markt befinden},
und um so gr\"o\ss{}er die Sicherheit f\"ur jedes besondre Kapital,
seine Reproduktionsbedingungen fertig auf dem Markt vorzufinden.\nbsp{}
Dies um
so mehr der Fall, da dem Wesen der kapitalistischen Produktion gem\"a\ss{}
jedes besondre Kapital 1. auf einer Stufenleiter arbeitet die bedingt ist
nicht durch individuelle Nachfrage (Bestellung etc., Privatbedarf), sondern
durch das Streben, m\"oglichst viel Arbeit und daher Surplusarbeit zu
realisieren und die gr\"o\ss{}tm\"oglichste Masse Waren mit gegebnem
Kapital zu liefern; 2. jedes einzelne Kapital den gr\"o\ss{}tm\"oglichsten
Platz auf dem Markt einzunehmen und seine Mitbewerber zu verdr\"angen
sucht, auszuschlie\ss{}en.\nbsp{}
\emph{Konkurrenz der Kapitalien}.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\{\)Je mehr sich die Kommunikationsmittel entwickeln, um so mehr kann der
Vorrat auf dem Markt abnehmen.\(\}\)\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Wo Produktion und Konsumtion verh\"altnism\"a\ss{}ig
gro\ss{} sind, wird nat\"urlicherweise zu einem gegebenen Moment ein
\emph{verh\"altnism\"a\ss{}ig gro\ss{}er \"Uberschu\ss{}}
auf dem Markt in dem Zwischenstadium auf dem Weg vom Produzenten zum Konsumenten
sein, au\ss{}er wenn die Schnelligkeit, mit der die Dinge verkauft wetden,
so zunimmt, da sie den sonst eintretenden Folgen vermehrter Produktion
entgegenwirkt.\grqq{} (p. 6, 7 \glqq{}\emph{An Inquiry into those Principles, respecting
the Nature of Demand and the Necessity of Consumption, lately advocated
by Mr. Malthus etc.\grqq{}, Lond. 1821}.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Die Akkumulation von neuem Kapital kann also nur unter denselben Bedingungen
vor sich gehn wie die Reproduktion des schon vorhandnen Kapitals.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\{\)Wir gehn hier gar nicht ein auf den Fall, da\ss{} mehr Kapital akkumuliert
ist, als in der Produktion unterzubringen, z.B. in der Form von Geld, [das]
brach bei Bankiers liegt.\nbsp{}
Daher das Ausleihen ins Ausland etc., kurz die
Investierungsspekulation.\nbsp{}
Ebensowenig betrachten wir den Fall, wo es unm\"oglich,
die Masse der produzierten Waren zu verkaufen, Krisen etc.\nbsp{}
Dies geh\"ort
in den Abschnitt der Konkurrenz.\nbsp{}
Wir haben hier nur die Formen des Kapitals
in den verschiednen Phasen seines Prozesses zu untersuchen, wobei immer
unterstellt, da\ss{} die Waren zu ihrem Wert verkauft werden.\(\}\)\par\endgroup{}

\begingroup{}Der Weber kann die 5000 \emph{l}.\nbsp{}
Mehrwert r\"uckverwandeln in Kapital,
wenn er au\ss{}er Arbeit f\"ur die 1000 \emph{l}. Garn etc. auf dem
Markt ready\hyperlink{mia.mew26.2p485_fn1}{\textsuperscript{43}} vorfindet oder auf Bestellung haben kann; dazu mu\ss{}
also ein surplus produce produziert sein von den Waren, die in sein konstantes
Kapital eingehn, namentlich von denen, die l\"angre Produktionszeit
zu ihrer Herstellung bed\"urfen und nicht rasch oder gar nicht innerhalb
des Jahrs vermehrt werden k\"onnen, wie das Rohmaterial, der Flachs
z.B.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\{\)Es kommt hier -- was aber \emph{nur eine Form der Vermittlung ist},
daher nicht hierher, sondern in die Betrachtung der Konkurrenz der Kapitalien
geh\"ort, das Kaufmannskapital ins Spiel, das in Warenh\"ausern Vorr\"ate
f\"ur wachsende Konsumtion, individuelle oder industrielle, ready\hyperlink{mia.mew26.2p485_fn2}{\textsuperscript{44}}
h\"alt.\(\}\)\par\endgroup{}

\begingroup{}Wie die Produktion und Reproduktion des vorhandnen Kapitals in einer
\emph{Sph\"are} voraussetzt \emph{parallele} Produktion und Reproduktion
in andren Sph\"aren, so die Akkumulation oder Bildung of additional
capital in one trade\hyperlink{mia.mew26.2p485_fn3}{\textsuperscript{45}}, \emph{gleichzeitige oder parallele} Bildung of additional
production in the other trades\hyperlink{mia.mew26.2p485_fn4}{\textsuperscript{46}}.\nbsp{}
Es mu\ss{} also gleichzeitig die Stufenleiter
der Produktion in allen Sph\"aren, die konstantes Kapital liefern, wachsen
(entsprechend dem durch die Nachfrage bestimmten average Anteil, den jede
besondre Sph\"are am allgemeinen Wachstum der Produktion nimmt), und
alle Sph\"aren
liefern konstantes Kapital, die nicht das f\"ur die individuelle
Konsumtion finished produce\hyperlink{mia.mew26.2p486_fn1}{\textsuperscript{47}} bereiten.\nbsp{}
Das Wichtigste bleibt dabei die
Vermehrung der Maschinerie (Werkzeuge), \emph{Rohmaterial}, mati\`eres
instrumentales, da alle andern Industrien, m\"ogen sie Halb- oder Ganzfabrikate
liefern, in die sie eingehn, wenn diese Bedingungen da sind, nur mehr Arbeit
in Bewegung zu setzen haben.\par\endgroup{}

\begingroup{}Es scheint also in allen Sph\"aren best\"andige \emph{Surplusproduktion}
n\"otig, damit Akkumulation [m\"oglich] sei.\par\endgroup{}

\begingroup{}Dies noch etwas n\"aher zu bestimmen.\par\endgroup{}

\begingroup{}Dann die zweite wesentliche Frage:\par\endgroup{}

\begingroup{}Der \emph{Mehrwert}, hier Teil des \emph{Profits} (Rente eingeschlossen;
will der Landlord akkumulieren, Rente in Kapital verwandeln, so ist es
immer der \emph{industrielle Kapitalist}, der den Mehrwert in die H\"ande
bekommt, selbst wenn der Arbeiter einen Teil seiner Revenue in Kapital
verwandelt), der in Kapital r\"uckverwandelt wird, besteht blo\ss{}
aus \emph{neuzugesetzter Arbeit} w\"ahrend \(\Vert{}\)701\(\vert{}\) des letzten Jahrs.\nbsp{}
Es fragt sich, ob dieses neue Kapital ganz in Arbeitslohn verausgabt wird,
nur gegen neue Arbeit ausgetauscht wird?\par\endgroup{}

\begingroup{}Was daf\"ur spricht: Aller Wert entspringt urspr\"unglich aus
der Arbeit.\nbsp{}
Alles konstante Kapital ist urspr\"unglich so gut Produkt
der Arbeit als das variable Kapital.\nbsp{}
Und hier scheinen wir wieder der unmittelbaren
Entstehung des Kapitals aus Arbeit beizuwohnen.\par\endgroup{}

\begingroup{}Was dagegen spricht: Soll die additionelle Kapitalbildung unter schlechteren
Produktionsbedingungen vor sich gehn als die Reproduktion des alten Kapitals?\nbsp{}
Auf eine tiefere Stufe der Produktionsweise zur\"uckgegangen werden?\nbsp{}
Dies m\"u\ss{}te aber der Fall sein, wenn der neue Wert blo\ss{}
in immediate labour\hyperlink{mia.mew26.2p486_fn2}{\textsuperscript{48}} verausgabt, die also auch \emph{ohne capital fixe}
etc. dies selbst erst zu produzieren h\"atte, ganz wie urspr\"unglich
die Arbeit ihr konstantes Kapital erst selbst zu erzeugen hat.\nbsp{}
Dies ist
reiner nonsense.\nbsp{}
Dies aber \emph{Ric[ardo]s etc. Voraussetzung}.\nbsp{}
Darauf
n\"aher einzugehn.\par\endgroup{}

\begingroup{}Die erste Frage ist die:\par\endgroup{}

\begingroup{}Kann ein Teil des Mehrwerts in Kapital verwandelt werden dadurch, da\ss{}
der Kapitalist, statt denselben oder vielmehr das surplus produce, worin
er sich darstellt, zu \emph{verkaufen}, ihn vielmehr \emph{direkt} als
Kapital verwendet?\nbsp{}
Die Bejahung dieser Frage schl\"osse schon ein, da\ss{}
die ganze Summe des in Kapital zu verwandelnden Mehrwerts \emph{nicht}
in variables Kapital verwandelt oder nicht in Arbeitslohn ausgelegt wird.\par\endgroup{}

\begingroup{}Bei dem Teil des agricultural produce, der aus Korn oder Vieh besteht,
ist dies von vornherein klar.\nbsp{}
Ein Teil des Korns, der zu dem Teil der
Ernte geh\"ort, der das surplus produce oder die surplus value f\"ur
den farmer darstellt (ebenso Teil des Viehs), statt verkauft zu werden,
kann sofort wieder als Produkionsbedingung dienen, als Samen oder Lastvieh.\nbsp{}
Ebenso verh\"alt es sich mit dem Teil der auf dem Land selbst produzierten
D\"ungungsmittel, die zugleich als Waren im commerce zirkulieren, d.h.
verkauft werden k\"onnen.\nbsp{}
Diesen Teil des ihm als surplus value, als
Profit [zu]fallenden surplus produce kann der farmer sofort wieder in Produktionsbedingung
innerhalb seiner eignen Produktionssph\"are, daher \emph{unmittelbar}
in Kapital verwandeln.\nbsp{}
Dieser Teil wird nicht in wages verausgabt, nicht
in variables Kapital verwandelt.\nbsp{}
Er wird der individuellen Konsumtion entzogen,
ohne \emph{produktiv} im Sinne Smiths und Ric[ardo]s konsumiert zu werden.\nbsp{}
Er wird \emph{industriell} konsumiert, aber als Rohstoff, nicht als Lebensmittel,
weder von produktiven noch unproduktiven Arbeitern.\nbsp{}
Das Korn aber dient
nicht nur als Lebensmittel f\"ur produktive Arbeiter etc., sondern auch
als mati\`ere instrumentale f\"ur Vieh, als Rohmaterial f\"ur
Branntwein, St\"arke etc.\nbsp{}
Das Vieh seinerseits (Mast- oder Lastvieh)
dient nicht nur als Lebensmittel, sondern liefert Rohstoffe f\"ur eine
Masse Industrien durch Fell, Haut, Fett, Knochen, Horn etc. und bewegende
Kraft teils f\"ur die Agrikultur selbst, teils f\"ur die Transportindustrie.\par\endgroup{}

\begingroup{}Bei allen Industrien, wo die \emph{Reproduktionszeit} sich \"uber
ein Jahr erstreckt, wie bei gro\ss{}em Teil des Viehs, Holzes usw., die
aber zugleich fortw\"ahrend reproduziert werden m\"ussen, d.h. Anwendung
bestimmten Quantums von Arbeit erfordern, fallen Akkumulation und Reproduktion
soweit zusammen, als die \emph{neuzugef\"ugte} Arbeit, die nicht nur
bezahlte, sondern auch unbezahlte Arbeit darstellt, aufgeh\"auft werden
mu\ss{} in natura, bis das Produkt verkauff\"ahig ist.\nbsp{}
(Es ist hier
nicht die Rede vom Aufh\"aufen des nach der allgemeinen Profitrate j\"ahrlich
zugef\"ugten Profits -- dies keine \emph{wirkliche} Akkumulation, sondern
nur Weise der Berechnung --, sondem von dem Aufh\"aufen der Gesamtarbeit,
die sich w\"ahrend mehrer Jahre wiederholt, wo also nicht nur bezahlte,
sondern auch unbezahlte Arbeit aufgeh\"auft wird in natura und sofort
wieder in Kapital verwandelt wird.\nbsp{}
Die Aufh\"aufung des Profits in solchen
F\"allen dagegen unabh\"angig von dem Quantum der neuzugef\"ugten
Arbeit.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Ebenso verh\"alt es sich mit den \emph{Handelspflanzen} (ob sie ein
Rohmaterial oder mati\`eres instrumentales liefern).\nbsp{}
Ihr Samen, der
Teil derselben, der wieder als D\"unger verwandt werden kann etc., stellt
einen Teil des Gesamtprodukts vor.\nbsp{}
W\"are er \emph{unverk\"auflich},
so w\"urde das nichts daran \"andern, da\ss{}, sobald er wieder
als Produktionsbedingung eingeht, er einen Teil des
Gesamtwerts bildet und als \(\Vert{}\)702\(\vert{}\) solcher konstantes Kapital f\"ur
die neue Produktion bildet.\par\endgroup{}

\begingroup{}Hiermit schon eine Hauptsache erledigt -- Rohmaterial und Lebensmittel
(food), soweit sie eigentliches agricultural produce sind.\nbsp{}
Hier f\"allt
also Akkumulation \emph{direkt} mit Reproduktion auf gr\"o\ss{}rer
Stufenleiter zusammen, so da\ss{} ein Teil des surplus produce direkt
in seiner eignen Produktionssph\"are, \emph{ohne gegen Arbeitslohn oler
andre Waren ausgetauscht zu werden}, wieder als Produktionsmittel dient.\par\endgroup{}

\begingroup{}Die zweite Hauptsache ist die \emph{Maschinerie}.\nbsp{}
Nicht die Maschine,
die Waren produziert, sondern die maschinenproduzierende Maschine, das
\emph{capital constant} der maschinenproduzierenden Maschinerie.\nbsp{}
Diese
gegeben ist nichts als Arbeit n\"otig, um das Rohmaterial der extraktiven
Industrie Eisen etc., f\"ur Gef\"a\ss{}e und Maschinen zu liefern.
Und mit letztren sind die Maschinen zur Bearbeitung des Rohmaterials selbst
geliefert.\nbsp{}
Die Schwierigkeit, worum es sich hier handelt, ist, nicht in
einen circle vicieux der Voraussetzungen zu geraten.\nbsp{}
N\"amlich, um mehr
Maschinerie zu produzieren mehr Material n\"otig (Eisen etc., Kohlen
etc.), und um dieses zu produzieren ist mehr Maschinerie n\"otig.\nbsp{}
Ob
wir annehmen, da\ss{} maschinenbauende Industrielle und maschinenfabrizierende
(mit den maschinenhuenden Maschinen) dieselbe Klasse oder nicht, \"andert
nichts an der Sache.\nbsp{}
Soviel klar.\nbsp{}
Ein Teil des surplus produce stellt sich
in maschinenbauenden Maschinen dar (wenigstens h\"angt es vom Maschinenfabrikanten
ab, es darin darzustellen).\nbsp{}
Diese brauchen nicht verkauft zu werden, sondern
k\"onnen in natura wieder in die Neuproduktion als konstantes Kapital
eingehn.\nbsp{}
Hier also zweite Kategorie des surplus produce, das direkt (oder
durch Tausch in derselben Produktionssph\"are vermittelt) als konstantes
Kapital in die Neuproduktion (Akkumulation) eingeht, ohne durchgegangen
zu sein durch den Proze\ss{} einer fr\"uhern Verwandlung in variables
Kapital.\par\endgroup{}

\begingroup{}Die Frage, ob ein Teil der \emph{surplus value} direkt in konstantes
Kapital verwandelt werden kann, l\"ost sich zun\"achst in die Frage
auf, ob ein Teil des \emph{surplus produce} -- worin sich die surplus value
darstellt -- direkt wieder als Produktionsbedingung in seine eigne Produktionssph\"are
eingehn kann, ohne vorher ver\"au\ss{}ert zu werden.\par\endgroup{}

\begingroup{}Allgemeines Gesetz das:\par\endgroup{}

\begingroup{}Wo ein Teil des Produkts, also auch des \emph{surplus produce} (d.h.
des Gebrauchswerts, worin sich die surplus value darstellt) direkt, ohne
Vermittlung, als Produktionsbedingung wieder in die Produktionssph\"are
eingehn kann, aus der es hervorgegangen ist -- als Arbeitsmittel oder Arbeitsmaterial
-- kann und mu\ss{} die Akkumulation innerhalb dieser Produktionssph\"are
sich so darstellen, da\ss{} ein Teil des surplus produce, statt verkauft
zu werden, direkt (oder durch Austausch mit andern Spezialisten in derselben
Produktionssph\"are, die \"ahnlich akkumulieren) als Bedingung der
Reproduktion wieder einverleibt wird, so da\ss{} Akkumulation und Reproduktion
auf gr\"o\ss{}rer Stufenleiter hier \emph{direkt} zusammenfallen.\nbsp{}
Sie m\"ussen \"uberall zusammenfallen, aber nicht in dieser direkten
Weise.\par\endgroup{}

\begingroup{}Dies trifft auch zu bei einem Teil der mati\`eres instrumentales.\nbsp{}
Z.B. das Kohlenprodukt des Jahrs.\nbsp{}
Ein Teil des surplus produce kann benutzt
werden, um selbst wieder Kohlen zu produzieren, kann also von seinen Produzenten
direkt, ohne irgendeine Vermittlung, als konstantes Kapital f\"ur Produktion
auf gr\"o\ss{}rer Stufenleiter vernutzt werden.\par\endgroup{}

\begingroup{}Es gibt in den Industriebezirken Maschinenbauer, die ganze Fabriken
bauen f\"ur die Fabrikanten.\nbsp{}
Gesetzt, 1/10 sei surplus produce oder
unbezahlte Arbeit.\nbsp{}
Ob dies 1/10 des surplus produce in Fabrikgeb\"auden
sich darstellt, die f\"ur Dritte gebaut und an sie verkauft sind oder
in einem Fabrikgeb\"aude, das der Produzent f\"ur sich bauen l\"a\ss{}t,
an sich selbst verkauft, \"andert offenbar nichts an der Sache.\nbsp{}
Es handelt
sich hier nur um die Art des Gebrauchswerts, worin die Surplusarbeit sich
darstellt, ob sie wieder als Produktionsbedingung in die Produktionssph\"are
 \(\Vert{}\)703\(\vert{}\) des Kapitalisten eingehn kann, dem das surplus produce geh\"ort.\nbsp{}
Hier wieder ein Beispiel von der Wichtigkeit der Bestimmung des \emph{Gebrauchswerts
f\"ur die \"okonomischen Formbestimmungen}.\par\endgroup{}

\begingroup{}Hier haben wir also schon einen bedeutenden Teil des surplus produce,
hinc\hyperlink{mia.mew26.2p489_fn1}{\textsuperscript{49}} der surplus value, der direkt in konstantes Kapital verwandelt
werden kann und mu\ss{}, um \emph{akkumuliert} zu werden als \emph{Kapital}
und ohne den \"uberhaupt keine Akkumulation des Kapitals stattfinden
kann.\par\endgroup{}

\begingroup{}Wir haben \emph{zweitens} gesehn, da\ss{}, wo die kapitalistische
Produktion entwickelt ist, also die Produktivit\"at der Arbeit, also
das konstante Kapital, also namentlich auch der Teil des konstanten Kapitals,
der aus fixem Kapital besteht, die \emph{blo\ss{}e Reproduktion des fixen
Kapitals in allen Sph\"aren}, und parallel auch die Reproduktion
des vorhandnen Kapitals, das fixes Kapital produziert, einen Akkumulationsfonds
bildet, d.h. Maschinerie, konstantes Kapital f\"ur Produktion auf erweiterter
Stufenleiter liefert.\par\endgroup{}

\begingroup{}\emph{Drittens:} Bleibt die Frage: Kann ein Teil des \emph{surplus produce}
durch (vermittelten) Austausch zwischen dem Produzenten z.B. der Maschinerie,
Arbeitswerkzeuge etc. und dem von Rohmaterial, Eisen, Kohle, Metallen,
Holz usw., also durch Austausch verschiedner Bestandteile des konstanten
Kapitals in Kapital (konstantes Kapital) r\"uckverwandelt werden?\nbsp{}
Kauft
z.B.
der Fabrikant von Eisen, Kohle, Holz etc. Maschinerie oder Werkzeuge
vom Maschinenbauer und der Maschinenbauer Metall, Holz, Kohle etc. von
dem Urproduzenten, so ersetzen sie durch Austausch der wechselseitigen
Bestandteile ihres capital constant dasselbe oder bilden neues.\nbsp{}
Die Frage
hier, wieweit dies mit dem \emph{surplus produce} der Fall?\par\endgroup{}



\section{[5. Verwandlung des kapitalisierten Mehrwerts
in konstantes und variables Kapital]}

\begingroup{}Wir hatten fr\"uher gesehn\hyperlink{mia.mew26.2p490_fn1}{\textsuperscript{50}}, da\ss{} bei der einfachen Reproduktion
des \emph{vorausgesetzten} Kapitals der in der Reproduktion des \emph{konstanten
Kapitals} abgenutzte Teil des konstanten Kapitals ersetzt wird entweder
direkt in natura oder durch Austausch zwischen den Produzenten des konstanten
Kapitals, ein Austausch von Kapital gegen Kapital, und nicht aber von Revenue
gegen Revenue, noch von Revenue gegen Kapital.\nbsp{}
Ferner das konstante Kapital,
das abgenutzt wird oder industriell konsumiert wird in der Produktion von
konsumablen Artikeln -- Artikeln, die in die individuelle Konsumtion eingehn
--, wird ersetzt durch neue Produkte derselben Art, die das Resultat \emph{neuzugef\"ugter}
Arbeit sind, also sich in Revenue (Salair und Profit) aufl\"osen.\nbsp{}
Danach
stellte der Teil der Produktenmasse in den Sph\"aren die konsumable
Artikel produzieren, der gleich dem Wertteil derselben, der ihr konstantes
Kapital ersetzt, die Revenue der Produzenten des konstanten Kapitals vor,
w\"ahrend umgekehrt der Teil der Produktenmasse in den Sph\"aren,
die konstantes Kapital produzieren, der neuzugesetzte Arbeit darstellt
und daher die Revenue der Produzenten dieses konshnten Kapitals bildet,
das konstante Kapital (Ersatzkapital) f\"ur die Produzenten der Lebensmittel
darstellt.\nbsp{}
Es unterstellt dies also, da\ss{} die Produzenten des konstanten
Kapitals ihr surplus produce (d.h. hier den \"Uberschu\ss{} ihres
Produkts \"uber den Teil desselben, der gleich \emph{ihrem} konstanten
Kapital) gegen Lebensmittel austauschen, individuell seinen Wert konsumieren.
Indes ist dies surplus produce\par\endgroup{}

\begingroup{}1. = Salair (oder dem reproduzierten fund\hyperlink{mia.mew26.2p490_fn2}{\textsuperscript{51}} f\"ur das Salair), und
dieser Teil mu\ss{} (von seiten des Kapitalisten) der Ausgabe in wages,
also f\"ur die individuelle Konsumtion bestimmt bleiben (und das Minimum
des Salairs vorausgesetzt, kann auch der Arbeiter die so erhaltnen wages
nur in Lebensmitteln realisieren);\par\endgroup{}

\begingroup{}2. = dem Profit des Kapitalisten (Rente eingeschlossen).\nbsp{}
Dieser Teil
kann, wenn er gro\ss{} genug ist, zum Teil individuell konsumiert werden,
zum Teil industriell.\nbsp{}
Und in diesem letztren Fall findet Austausch ihrer
Produkte zwischen den Produzenten von konstantem Kapital statt, der aber
nicht mehr Austausch des Produktenteils ist, der ihr wechselseitig zu ersetzendes
capital constant vorstellt, sondern Teil des surplus produce, Revenue (\emph{neuzugesetzte}
Arbeit), die direkt in konstantes Kapital verwandelt, wodurch dann die
Masse des konstanten Kapitals vermehrt und die Stufenleiter, auf der reproduziert
wird, erweitert wird.\par\endgroup{}

\begingroup{}Also auch in diesem Fall wird ein Teil des vorhandnen surplus produce,
der w\"ahrend des Jahrs neuzugef\"ugten Arbeit, direkt in konstantes
Kapital verwandelt, ohne vorher in variables Kapital verwandelt worden
zu sein.\nbsp{}
Also auch hier zeigt sich wieder, da\ss{} die industrielle Konsumtion
des surplus produce -- oder die Akkumulation -- keineswegs damit identisch
ist, da\ss{} das ganze surplus produce in wages an produktive Arbeiter
verausgabt wird.\par\endgroup{}

\begingroup{}Man kann sich denken: Der Maschinenfabrikant verkauft seine Ware (Teil)
an den Produienten z.B. von Gewebe.\nbsp{}
Dieser zahlt ihm Geld.\nbsp{}
Mit diesem Geld
kauft er Eisen, Kohle etc. statt Lebensmittel.\nbsp{}
Indes, den allgemeinen Proze\ss{}
betrachtet, ist klar, da\ss{} die Produzenten von Lebensmitteln keine
Ersatz-Maschinerie oder Ersatz-Rohmaterial kaufen k\"onnen, wenn die
Produzenten des Ersatzes [an] konstantem Kapital ihnen nicht ihre Lebensmittel
abkaufen, wenn diese Zirkulation also nicht wesentlich Austausch zwischen
Lebensmitteln und konstantem Kapital ist.\nbsp{}
Durch das Auseinanderfallen der
Akte des Kaufens und Verkaufens k\"onnen nat\"urlich sehr wesentliche
St\"orungen und Verwicklungen in diese Ausgleichungsprozesse kommen.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)704\(\vert{}\) Kann ein Land nicht selbst die Masse Maschinerie liefern, die
ihm Akkumulation des Kapitals erlaubt, so kauft es sie im Ausland.\nbsp{}
Ditto,
wenn es selbst nicht die n\"otige Masse Lebensmittel (f\"ur wages)
und Rohmaterial liefern kann.\nbsp{}
Hier, sobald der internationale Handel dazwischenkommt,
wird es sonnenklar, da\ss{} ein Teil des surplus produce des Landes --
soweit es zur Akkumulation bestimmt ist -- sich nicht in Arbeitslohn, sondern
direkt in konstantes Kapital verwandelt.\nbsp{}
Aber dann bleibt die Vorstellung,
da\ss{} dr\"uben im Ausland das so ausgelegte Geld ganz in Arbeitslohn
verausgabt wird.\nbsp{}
Wir haben gesehn, da\ss{}, selbst vom ausw\"artigen
Handel abstrahiert, dies nicht der Fall ist und nicht der Fall sein kann.\par\endgroup{}

\begingroup{}In welchem Verh\"altnis das surplus produce sich zwischen variablem
und konstantem Kapital teilt, h\"angt von der Durchschnittskomposition
des Kapitals ab, und je entwickelter die kapitalistische Produktion, um
so kleiner wird \emph{relativ} der direkt in Arbeitslohn ausgelegte Teil
sein.\nbsp{}
Die Vorstellung, da\ss{} das surplus produce, weil es blo\ss{}es
Produkt der w\"ahrend des Jahrs neu zugef\"ugten Arbeit, nun auch
blo\ss{} in variables Kapital verwandelt, nur in Arbeitslohn ausgelegt
wird, entspricht \"uberhaupt der falschen Vorstellung, da\ss{}, weil
das Produkt blo\ss{} Resultat oder Materiatur der Arbeit, sein Wert sich
blo\ss{} in Revenue -- Salair, Profit und Rente -- aufl\"ost, diese
falsche Vorstellung Smiths und Ricardos.\par\endgroup{}

\begingroup{}Ein gro\ss{}er Teil des konstanten Kapitals, n\"amlich das fixe
Kapital, kann aus solchem bestehn, das direkt im Produktionsproze\ss{}
zur Erzeugung von Lebensmitteln, Rohstoffen etc. eingeht oder entweder
zur Abk\"urzung des Zirkulationsprozesses dient, wie Eisenbahnen, Stra\ss{}en,
Schiffbarmachung; Telegraphen etc., oder zum Aufbewahren und [zur] Vorratsbildung
von Waren, wie Docks, Lagerh\"auser etc., oder aber erst nach langer
Reproduktionszeit die Fruchtbarkeit vergr\"o\ss{}ert, wie Nivellierungsarbeiten,
Abzugskan\"ale etc.\nbsp{}
Je nachdem ein gr\"o\ss{}rer oder kleinrer
Teil des surplus produce auf eine dieser Arten capital fixe verwandt wird,
werden die unmittelbaren n\"achsten Folgen f\"ur die Reproduktion
von Lebensmitteln etc. sehr verschieden sein.\par\endgroup{}




\section{[6. Problem der Krisen (Einleitende Bemerkungen).\nbsp{}
Zerst\"orung von Kapital durch Krisen]}

\begingroup{}Die \emph{Surplusproduktion} des konstanten Kapitals vorausgesetzt --
d.h. gr\"o\ss{}re Produktion als zum Ersatz des alten Kapitals, also
auch zur Produktion der alten Quantit\"at Lebensmittel n\"otig --
, hat die Surplusproduktion oder Akkumulation in den Sph\"aren, die
Maschinerie, Rohstoffe etc. verarbeiten, keine weitre Schwierigkeit.\nbsp{}
Ist
die n\"otige Surplusarbeit vorhanden, so finden sie dann auf dem Markt
alle Mittel zu neuer Kapitalbildung, zur Verwandlung ihres Surplusgelds
in neues Kapital vor.\par\endgroup{}

\begingroup{}Aber der ganze Proze\ss{} der Akkumulation l\"ost sich zun\"achst
in \emph{Surplusproduktion} auf, die einerseits dem nat\"urlichen Wachstum
der Bev\"olkerung entspricht, anderseits eine immanente Basis zu den
Erscheinungen bildet, die sich in den \emph{Krisen} zeigen.\nbsp{}
Das Ma\ss{}
dieser Surplusproduktion ist das \emph{Kapital} selbst, die vorhandne Stufenleiter
der Produktionsbedingungen und der ma\ss{}lose Bereicherungs-, Kapitalisationstrieb
der Kapitalisten, keineswegs die \emph{Konsumtion}, die von vornherein
gebrochen ist, da der gr\"o\ss{}te Teil der Bev\"olkerung,
die Arbeiterbev\"olkerung, nur innerhalb sehr
enger Grenzen ihre Konsumtion erweitern kann, anderseits im selben Ma\ss{}e,
wie der Kapitalismus sich entwickelt, die Nachfrage nach Arbeit \emph{relativ}
abnimmt, obgleich sie \emph{absolut} w\"achst.\nbsp{}
Es k\"ommt hinzu,
da\ss{} die Ausgleichungen alle \emph{zuf\"allige} und die Proportion
in der Anwendung der Kapitalien in den besondren Sph\"aren zwar durch
einen best\"andigen Proze\ss{} sich ausgleicht, die Best\"andigkeit
dieses Prozesses selbst aber ebensosehr die best\"andige Disproportion
voraussezt, die er best\"andig, oft gewaltsam auszugleichen hat.\par\endgroup{}

\begingroup{}Wir haben hier blo\ss{} die Formen zu betrachten, die das Kapital
in seinen verschiednen Fortentwicklungen durchmacht.\nbsp{}
Es sind also die reellen
Verh\"altnisse nicht entwickelt, innerhalb deren der wirkliche Produktionsproze\ss{}
vorgeht.\nbsp{}
Es wird immer unterstellt, da\ss{} die Ware zu ihrem Wert verkauft
wird.\nbsp{}
Die Konkurrenz der Kapitalien wird nicht betrachtet, ebensowenig
das Kreditwesen, ebensowenig die wirkliche Konstitution der Gesellschaft,
die keineswegs blo\ss{} aus den Klassen der Arbeiter und industriellen
Kapitalisten besteht, wo also Konsumenten und Produzenten nicht identisch,
die erstere Kategorie (deren Revenuen zum Teil sekund\"are, vom Profit
und Salair abgeleitete, keine primitiven sind) der Konsumenten viel weiter
ist als die zweite, und daher die Art, wie sie ihre Revenue spendet, und
der Umfang der letztren sehr gro\ss{}e Modifikationen im \"okonomischen
Haushalt und speziell im Zirkulations- und Reproduktionsprozesse des Kapitals
hervorbringt.\nbsp{}
Indes, wie wir schon bei Betrachtung des Gelds\hyperlink{mia.mew26.2p493_an84}{\textsuperscript{52}} fanden, sowohl
soweit es \"uberhaupt von der Naturalform der Ware verschiedne
Form, als in seiner Form als Zahlungsmittel, da\ss{} es die M\"oglichkeit
von Krisen einschlie\ss{}t, so ergibt sich das noch mehr bei der Betrachtung
der allgemeinen Natur des Kapitals, ohne da\ss{} noch die weiteren realen
Verh\"altnisse entwickelt, die alle Voraussetzungen des wirklichen Produktionsprozesses
bilden.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)XIII-705\(\vert{}\) Die von Ric[ardo] adoptierte (eigentlich [James] Mill geh\"orige)
Ansicht des faden Say (worauf wir bei Besprechung dieses Jammermenschen
zur\"uckkommen), da\ss{} keine \emph{\"Uberproduktion} m\"oglich
oder wenigstens no \emph{general glut of the market}\hyperlink{mia.mew26.2p493_fn1}{\textsuperscript{53}}, beruht auf dem
Satz, da\ss{} \emph{Produkte gegen Produkte} ausgetauscht werden\hyperlink{mia.mew26.2p493_an85}{\textsuperscript{54}} oder,
wie Mill es hatte, auf dem \glqq{}metaphysischen Gleichgewicht der Verk\"aufer
und K\"aufer\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.2p493_an86}{\textsuperscript{55}}, [was] weiter entwickelt [wurde zu] der nur durch die
Produktion selbst bestimmten Nachfrage oder auch der Identit\"at von
demand und offer\hyperlink{mia.mew26.2p493_fn2}{\textsuperscript{56}}.\nbsp{}
Derselbe Satz
auch in der namentlich von Ric[ardol beliebten Form, da\ss{} any
amount of capital\hyperlink{mia.mew26.2p494_fn1}{\textsuperscript{57}} in jedem Land kann be employed productively\hyperlink{mia.mew26.2p494_fn2}{\textsuperscript{58}}.\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Say\grqq{}, sagt Ric[ardo], ch. XXI \glqq{}\emph{Effects} of Accumulation
on profits and interest\grqq{}, \glqq{}hat \dots{} in durchaus zufriedenstellender Weise
gezeigt, da\ss{} es keine Kapitalsumme gibt, die nicht in einem Lande
verwendet werden kann, da die \emph{Nachfrage nur durch die Produktion beschr\"ankt
wird.\nbsp{}
Niemand produziert, au\ss{}er mit der Absicht zu konsumieren}
oder \emph{zu verkaufen, und er verkauft niemals, au\ss{}er} um \emph{eine
andere Ware zu kaufen}, die ihm entweder n\"utzlich sein kann oder
zur k\"unftigen Produktion beizutragen vermag.\nbsp{}
Durch Produzieren wird
er also notwendigerweise entweder Konsument seiner eigenen Ware oder K\"aufer
und Konsument der Waren jemandes anderen.\nbsp{}
Man kann nicht annehmen, da\ss{}
er f\"ur l\"angere Zeit \"uber die Waren falsch unterrichtet sein
wird, die er mit gr\"o\ss{}tem Vorteil produzieren kann, um das ins
Auge gefa\ss{}te Ziel zu erreichen, n\"amlich den \emph{Besitz anderer
Waren}.\nbsp{}
Es ist daher nicht wahrscheinlich, da\ss{} er \emph{dauernd}\grqq{}
(es handelt sich hier \"uberhaupt nicht um das ewige Leben) \glqq{}eine Ware
produzieren wird, f\"ur die es keine Nachfrage gibt.\grqq{} (p. 339, 340.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Ricardo, der \"uberall konsequent zu sein bestrebt, findet, da\ss{}
seine Autorit\"at Say ihm hier einen Possen spielt.\nbsp{}
Er bemerkt in einer
Note zu der oben zitierten Stelle:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Steht das Folgende v\"ollig im Einklang mit Say's
Prinzip?\nbsp{}
\glqq{}In je gr\"o\ss{}erem Ma\ss{}e verf\"ugbare Kapitalien
im Verh\"altnis zum Umfang ihrer Anlagem\"oglichkeit \"ubersch\"ussig
sind, desto mehr wird die Zinsrate f\"ur Kapitalausleihungen sinken.\grqq{}
(\emph{Say}, vol. II, p. 108.)\nbsp{}
Wenn Kapital beliebigen Umfangs in einem
Land angelegt werden kann, wie kann man sagen, da\ss{} es im Vergleich
mit den daf\"ur vorhandenen Anlagem\"oglichkeiten \"ubersch\"ussig
sei.\grqq{} (l.c. p. 340, Note.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Da Ric[ardo] sich auf Say beruft, werden wir sp\"ater Says S\"atze
bei diesem Humbug selbst kritikieren.\par\endgroup{}

\begingroup{}Hier vorl\"aufig nur: Bei der Reproduktion, ganz wie bei der accumulation
of capital, handelt es sich nicht nur darum, \emph{dieselbe} Masse Gebrauchswerte,
aus denen das Kapital besteht, auf ihrer alten Stufenleiter oder auf einer
erweiterten (bei der Akkumulation) zu ersetzen, sondern den \emph{Wert}
des vorgescho\ss{}nen Kapitals mit der gew\"ohnlichen Profitrate (Mehrwert)
zu ersetzen.\nbsp{}
Sind also durch irgendeinen Umstand oder Kombination von Umst\"anden
die Marktpreise der Waren (aller oder der meisten, was ganz gleichg\"ultig
ist) tief unter ihre Kostenpreise gefallen, so wird einerseits die Reproduktion
des Kapitals m\"oglichst kontrahiert.\nbsp{}
Noch mehr aber stockt die Akkumulation.\nbsp{}
In der Form von Geld (Gold oder Noten) aufgeh\"aufte surplus value w\"urde
nur mit Verlust in Kapital verwandelt.\nbsp{}
Sie liegt daher
brach als Schatz in den Banken oder auch in der Form von Kreditgeld,
was gar nichts an der Sache selbst \"andert.\nbsp{}
Dieselbe Stockung k\"onnte
aus umgekehrten Ursachen eintreten, wenn die \emph{realen Voraussetzungen}
der Reproduktion fehlten (wie bei Getreideteurung oder weil nicht genug
konstantes Kapital in natura aufgeh\"auft worden).\nbsp{}
Es tritt eine Stockung
in der Reproduktion ein, darum in dem Flu\ss{} der Zirkulation.\nbsp{}
Kauf
und Verkauf setzen sich gegeneinander fest, und unbesch\"aftigtes Kapital
erscheint in der Form von brachliegendem Geld.\nbsp{}
Dasselbe Ph\"anomen (und
dies geht meist den Krisen vorher) kann eintreten, wenn die Produktion
des Surpluskapitals sehr rasch vorgeht und seine R\"uckverwandlung in
produktives Kapital die Nachfrage nach allen Elementen desselben so steigert,
da\ss{} die wirkliche Produktion nicht Schritt halten kann, daher die
Preise aller Waren, die in die Bildung des Kapitals eingehn, steigen.\nbsp{}
In
diesem Fall sinkt der Zinsfu\ss{} sehr, so sehr der Profit steigen mag,
und dies Sinken des Zinsfu\ss{}es f\"uhrt dann zu gewagtesten spekulativen
Unternehmungen.\nbsp{}
Die Stockung der Reproduktion f\"uhrt zur Abnahme des
variablen Kapitals, [zum] Fallen des Arbeitslohns und Fallen der angewandten
Masse Arbeit.\nbsp{}
Diese ihrer seits reagiert von neuem auf die Preise und f\"uhrt
neuen Fall derselben herbei.\par\endgroup{}

\begingroup{}Es ist nie zu vergessen, da\ss{} es sich bei der kapitalistischen
Produktion nicht direkt um Gebrauchswert, sondern um Tauschwert handelt
und speziell um Vermehrung des Surpluswerts.\nbsp{}
Dies ist das treibende Motiv
der kapitalistischen Produktion, und es ist eine sch\"one Auffassung,
die, um die Widerspr\"uche der kapitalistischen Produktion wegzur\"asonieren,
von der Basis derselben abstrahiert und sie zu einer Produktion macht,
die auf unmittelbare Konsumtion der Produzenten gerichtet ist.\par\endgroup{}

\begingroup{}Ferner: Da der Zirkulationsproze\ss{} des Kapitals kein Tagesleben
f\"uhrt, sich vielmehr \"uber l\"angere Epochen erstreckt, bevor
die R\"uckkehr des Kapitals zu sich stattfindet, da diese Epoche aber
zusammenf\"allt mit der Epoche, worin sich die Marktpreise \(\Vert{}\)706\(\vert{}\) zu
den Kostenpreisen ausgleichen, da w\"ahrend dieser Epoche gro\ss{}e
Umw\"alzungen und changes im \emph{Markt} vorgehn, da gro\ss{}e changes
in der Produktivit\"at der Arbeit, daher auch im \emph{realen Wert}
der Waren vorgehn, so ist sehr klar, da\ss{} vom Ausgangspunkt -- dem
vorausgesetzten Kapital -- bis zu seiner R\"uckkehr nach einer dieser
Epochen gro\ss{}e Katastrophen stattfinden und Elemente der Krise sich
anh\"aufen und entwickeln m\"ussen, die mit der armseligen Phrase,
da\ss{} Produkte gegen Produkte sich austauschen, in keiner Weise beseitigt
werden.\nbsp{}
Das \emph{Vergleichen} des Werts in einer Epoche mit dem Wert derselben
Waren in einer sp\"atren Epoche, was Herr Bailey\hyperlink{mia.mew26.2p495_an87}{\textsuperscript{59}} f\"ur eine scholastische
Einbildung h\"alt, bildet vielmehr das Grundprinzip des Zirkulationsprozesses
des Kapitals.\par\endgroup{}

\begingroup{}Wenn von \emph{Zerst\"orung von Kapital} durch Krisen die Rede ist,
so ist zweierlei zu unterscheiden.\par\endgroup{}

\begingroup{}Insofern der Reproduktionsproze\ss{} stockt, der Arbeitsproze\ss{}
beschr\"ankt wird oder stellenweise ganz stillgesetzt, wird \emph{wirkliches}
Kapital vernichtet.\nbsp{}
Die Maschinerie, die nicht gebraucht wird, ist nicht
Kapital.\nbsp{}
Die Arbeit, die nicht exploitiert wird, ist soviel [wie] verlorne
Produktion.\nbsp{}
Rohmaterial, das unbenutzt daliegt, ist kein Kapital.\nbsp{}
Geb\"aulichkeiten,
die entweder unbenutzt bleiben (ebenso wie neugebaute Maschinerie) oder
unvollendet bleiben, Waren, die verfaulen im Warenlager, alles dies ist
Zerst\"orung von Kapital.\nbsp{}
Alles das beschr\"ankt sich auf Stockung
des Reproduktionsprozesses und darauf, da\ss{} die \emph{vorhandnen}
Produktionsbedingungen nicht wirklich als Produktionsbedingungen wirken,
in Wirksamkeit gesetzt werden.\nbsp{}
Ihr Gebrauchswert und ihr Tauschwert geht
dabei zum Teufel.\par\endgroup{}

\begingroup{}Zweitens aber meint \emph{Zerst\"orung des Kapitals} durch Krisen
Depreziation von \emph{Wertmassen}, die sie hindert, sp\"ater wieder
ihren Reproduktionsproze\ss{} als Kapital auf derselben Stufenleiter
zu erneuern.\nbsp{}
Es ist der ruinierende Fall der Warenpreise.\nbsp{}
Damit werden
keine Gebrauchswerte zerst\"ort.\nbsp{}
Was der eine verliert, gewinnt der
andre.\nbsp{}
Als Kapitalien wirkende Wertmassen werden verhindert, in derselben
Hand sich als \emph{Kapital} zu erneuern.\nbsp{}
Die alten Kapitalisten machen
bankrutt.\nbsp{}
War der Wert ihrer Waren, aus deren Verkauf sie ihr Kapital reproduzieren,
= 12000 \emph{l}., wovon etwa 2000 \emph{l}. Profit, und sinken sie zu
6000 \emph{l}., so kann dieser Kapitalist weder seine kontrahierten Obligationen
zahlen, noch, wenn er selbst keine h\"atte, mit den 6000 \emph{l}. das
Gesch\"aft auf demselben Ma\ss{}stab wieder beginnen, da die Warenpreise
wieder auf ihre Kostenpreise steigen.\nbsp{}
Es ist so Kapital f\"ur 6000 \emph{l}.
vernichtet, obgleich der K\"aufer dieser Waren, da er sie zu der H\"alfte
ihres Kostenpreises erstanden, bei wieder auflebendem Gesch\"aft sehr
gut vorangehn und selbst profitiert haben kann.\nbsp{}
Ein gro\ss{}er Teil des
nominellen Kapitals der Gesellschaft, i.e. des \emph{Tauschwerts} des existierenden
Kapitals, ist ein f\"ur alle mal vernichtet, obgleich grade diese Vernichtung,
da sie den Gebrauchswert nicht trifft, die neue Reproduktion sehr f\"ordern
mag.\nbsp{}
Es ist dies zugleich Epoche, wo das monied interest\hyperlink{mia.mew26.2p496_fn1}{\textsuperscript{60}} auf Kosten
des industrial interest\hyperlink{mia.mew26.2p496_fn2}{\textsuperscript{61}} sich bereichert.\nbsp{}
Was nun den Fall von blo\ss{}
fiktivem Kapital, Staatspapieren, Aktien etc. betrifft -- so -- soweit er
es nicht zum Bankrutt des Staats und der Aktiengesellschaft treibt, soweit
dadurch nicht \"uberhaupt die Reproduktion
gehemmt wird, insofern dadurch der Kredit industrieller Kapitalisten,
die solche Papiere halten, ersch\"uttert wird --, ist es blo\ss{}
\"Ubertragung des Reichtums von einer Hand in die andre und wird im
ganzen g\"unstig auf die Reproduktion wirken, sofern die Parven\"us,
in deren Hand diese Aktien oder Papiere wohlfeil fallen, meist unternehmender
sind als die alten Besitzer.\par\endgroup{}




\section{[7. Abgeschmackte Leugnung der \"Uberproduktion
von Waren
bei gleichzeitiger Anerkennung des \"Uberflusses an Kapital]}

\begingroup{}Ric[ardo] ist immer, soweit er selbst wei\ss{}, konsequent.\nbsp{}
Bei ihm
ist also der Satz, da\ss{} keine \emph{\"Uberproduktion} (von Waren)
m\"oglich, identisch mit dem Satz, da\ss{} keine plethora\hyperlink{mia.mew26.2p497_fn1}{\textsuperscript{62}} oder
superabundance of capital\hyperlink{mia.mew26.2p497_fn2}{\textsuperscript{63}} m\"oglich.\hyperlink{mia.mew26.2p497_fnst}{\textsuperscript{*}}\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Es kann also nicht sein, da\ss{} in einem Land eine
Summe Kapital akkumuliert worden ist, die nicht produktiv angelegt werden
kann, solange nicht die L\"ohne infolge der Erh\"ohung der notwendigen
Konsumartikel so hoch steigen und daher so wenig f\"ur den Kapitalprofit
\"ubrigbleibt, da\ss{} der Anreiz zur Akkumulation aufh\"ort.\grqq{} (l.c.
p. 340).\nbsp{}
\glqq{}Daraus ergibt sich \dots{}, da\ss{} es keine Grenze der Nachfrage
gibt und keine Schranke f\"ur die Verwendung von Kapital, solange es
einen Profit abwirft, und da\ss{} es keinen anderen hinreichenden Grund
f\"ur einen \emph{Fall des Profits} als eine Erh\"ohung der L\"ohne
gibt, gleichg\"ultig, \emph{wie reichlich auch immer Kapital vorhanden
sein mag}.\nbsp{}
Man kann weiter hinzuf\"ugen, da\ss{} die allein wirksame
und dauernde Ursache f\"ur die Erh\"ohung der L\"ohne in der wachsenden
Schwierigkeit besteht, Nahrungsmittel und lebenswichtige Konsumartikel
 \(\Vert{}\)707\(\vert{}\) f\"ur die steigende Zahl der Arbeiter zu beschaffen.\grqq{} (l.c. p.
347, 348.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Was w\"urde Ric[ardo] dann gesagt haben zu der Stupidit\"at seiner
Nachfolger, die die \"Uberproduktion in einer Form (als general glut
of commodities in the market\hyperlink{mia.mew26.2p497_fn3}{\textsuperscript{64}}) leugnen und sie in der andren Form als
surproduction of capital\hyperlink{mia.mew26.2p497_fn4}{\textsuperscript{65}}, plethora of capital, superabundance of capital
nicht nur zugeben, sondern zu einem wesentlichen Punkt ihrer Doktrinen
machen?\nbsp{}
Kein einziger zurechnungsf\"ahiger \"Okonom der nachricardoschen
Periode leugnet die plethora of capital.\nbsp{}
Alle erkl\"aren vielmehr die
Krisen daraus (soweit nicht aus Kreditgeschichten).\nbsp{}
Also alle geben die
\"Uberproduktion in einer Form zu, leugnen sie aber in der andren.\nbsp{}
Es bleibt
also nur die Frage, wie sich die beiden Formen der \"Uberproduktion
zueinander verhalten, die Form, worin sie geleugnet wird, zu der Form,
worin sie versichert wird?\par\endgroup{}

\begingroup{}Ric[ardo] selbst kannte eigentlich von Krisen nichts, von allgemeinen,
aus dem Produktionsproze\ss{} selbst hervorgehenden Weltmarktskrisen.\nbsp{}
Die Krisen von 1800--1815 konnte er erkl\"aren aus Getreideteurung infolge
des Mi\ss{}wachses von Ernten, aus Depreziation des Papiergelds, aus
Depreziation der Kolonialwaren etc., weil infolge der Kontinentalsperre
der Markt gewaltsam, aus politischen, nicht \"okonomischen Gr\"unden,
kontrahiert war.\nbsp{}
Die Krisen nach 1815 konnte er sich ebenfalls erkl\"aren,
teils aus einem Mi\ss{}jahr, von Getreidenot, teils aus dem Fall der
Kornpreise, weil die Ursachen aufgeh\"ort hatten zu wirken, die nach
seiner eignen Theorie w\"ahrend des Kriegs und der Absperrung Englands
vom Kontinent die Getreidepreise in die H\"ohe treiben mu\ss{}ten,
teils aus dem \"Ubergang vom Krieg zum Frieden und den daher entspringenden
\glqq{}sudden changes in the channels of trade\hyperlink{mia.mew26.2p498_fn1}{\textsuperscript{66}}\grqq{}.\nbsp{}
(Siehe in seinen \glqq{}Principles\grqq{},
ch. XIX: \glqq{}On sudden Changes in the Channels of Trade\grqq{}.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Die sp\"atren historischen Ph\"anomene, speziell die fast regelm\"a\ss{}ige
Periodizit\"at der Weltmarktkrisen erlaubte den Nachfolgern Ricardos
nicht mehr, die Tatsachen zu leugnen oder sie als zuf\"allige facts
zu interpretieren.\nbsp{}
Statt dessen erfanden sie -- abgesehn von denen, die
alles aus dem Kredit erkl\"aren, um dann zu erkl\"aren, sie selbst
werden die superabundance of capital voraussetzen m\"ussen -- den sch\"onen
Unterschied zwischen \emph{plethora of capital} und \emph{overproduction}.\nbsp{}
Gegen die letztere hielten sie die Phrasen und guten Gr\"unde von Ric[ardo]
und Smith bei, w\"ahrend sie aus der ersteren ihnen sonst unerkl\"arliche
Ph\"anomene zu deduzieren suchen.\nbsp{}
Einzelne Krisen erkl\"art Wilson
z.B. aus der plethora von fixem Kapital, andre aus der plethora von zirkulierendem
Kapital.\nbsp{}
Die plethora des Kapitals selbst wird von den besten \"Okonomen
(wie Fullarton) behauptet und ist schon so stehendes Vorurteil geworden,
da\ss{} die Phrase sich selbst in dem Kompendium des gelehrten Herrn
Roscher\hyperlink{mia.mew26.2p498_an88}{\textsuperscript{67}} als selbstverst\"andlich wiederfindet.\par\endgroup{}

\begingroup{}Es fragt sich also, was ist plethora of capital, und wodurch unterscheidet
sich dieses Ding von overproduction?\par\endgroup{}

\begingroup{}(Allerdings erheischt die Gerechtigkeit, zu bemerken, da\ss{} andre
\"Okonomen, wie Ure, Corbet etc. die overproduction f\"ur den \emph{regul\"aren
Zustand der gro\ss{}en Industrie} erkl\"aren, soweit das Inland
in Betracht kommt.\nbsp{}
Also nur
zu Krisen f\"uhrt under certain circumstances\hyperlink{mia.mew26.2p499_fn1}{\textsuperscript{68}}, wo sich auch der
ausw\"artige Markt kontrahiert.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Nach denselben \"Okonomen ist Kapital = Geld oder Waren.\nbsp{}
\"Uberproduktion
vom Kapital also = \"Uberproduktion von Geld oder Waren.\nbsp{}
Und doch sollen
beide Ph\"anomene nichts miteinander gemein haben.\nbsp{}
Sogar nicht einmal
\"Uberproduktion von Geld, da dies bei ihnen Ware ist, so da\ss{}
sich das ganze Ph\"anomen in \"Uberproduktion von Waren aufl\"ost,
die sie unter einer Benennung zugeben und unter der andren leugnen.\nbsp{}
Wird
ferner gesagt, es sei fixes Kapital \"uberproduziert oder zirkulierendes,
so liegt das zugrunde, da\ss{} die Waren nicht mehr in dieser einfachen
Bestimmung, sondern in ihrer Bestimmung als Kapital hier in Betracht kommen.\nbsp{}
Damit ist aber andrerseits wieder zugegeben, da\ss{} bei der kapitalistischen
 \(\Vert{}\)708\(\vert{}\) Produktion und ihren Ph\"anomenen -- f.i. overproduction -- es
sich nicht nur um das einfache Verh\"altnis handelt, worin das Produkt
als \emph{Ware} erscheint, bestimmt ist, sondern um gesellschaftliche Bestimmungen
desselben, wodurch es \emph{mehr} und noch etwas andres als Ware ist.\par\endgroup{}

\begingroup{}\"Uberhaupt: Soweit in der Phrase \emph{plethora of capital} statt
\emph{\"Uberproduktion von Waren} nicht blo\ss{} eine ausfl\"uchtige
Redensart liegt oder die gewissenlose Gedankenlosigkeit, die dasselbe Ph\"anomen
als vorhanden und notwendig zugibt, sobald es a hei\ss{}t, es aber leugnet,
sobald es b genannt wird, in der Tat also nur Skrupel und Bedenken \"uber
die \emph{Namengebung} des Ph\"anomens, nicht \"uber das Ph\"anomen
selbst hat oder auch dieser Schwierigkeit, das Ph\"anomen zu erkl\"aren,
dadurch ausweichen will, da\ss{} man es in einer Form (Namen) leugnet,
worin es ihren Vorurteilen widerspricht, und nur in einer Form zugibt,
wobei nichts gedacht wird -- von diesen Seiten abgesehn, liegt in dem \"Ubergang
von der Phrase \glqq{}\emph{\"Uberproduktion von Waren}\grqq{} zu der Phrase \glqq{}\emph{plethora
of capital}\grqq{} in der Tat ein \emph{Fortschritt}.\nbsp{}
Worin besteht der?\nbsp{}
Darin,
da\ss{} die Produzenten sich nicht als blo\ss{}e Warenbesitzer, sondern
als Kapitalisten gegen\"uberstehn.\par\endgroup{}




\section{[8. Leugnung der allgemeinen \"Uberproduktion
durch Ricardo.\nbsp{}
M\"oglichkeit der Krise ergibt sich aus den inneren Gegens\"atzen
der Ware und des Geldes]}

\begingroup{}Noch einige S\"atze des Ricardo:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Man wird \dots{} verleitet anzunehmen, da\ss{} Adam Smith
glaubt, wir stehen \emph{unter irgendeinem Zwang}\grqq{} (das ist in der Tat
der Fall), \glqq{}\emph{einen \"Uberschu\ss{}} an Getreide, Woll-
und Eisenwaren \emph{zu erzeugen} und da\ss{} das Kapital, welches
sie produzierte, nicht anders angelegt werden kann.\nbsp{}
Es ist aber immer eine
Sache des Beliebens, wie ein Kapital angelegt werden soll, und es kann
daher niemals \emph{f\"ur einen l\"angeren Zeitraum} ein \"Uberschu\ss{}
an irgendeiner Ware existieren.\nbsp{}
Wenn es ihn g\"abe, so w\"urde sie
unter ihren nat\"urlichen Preis sinken und Kapital w\"urde in eine
andere profitablere Anlage \"uberf\"uhrt.\grqq{} (p. 341, 342, Note.)\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}\emph{Produkte werden stets gekauft durch Produkte oder durch Dienste;
Geld ist nur das Medium, wodurch der Austausch bewirkt wird.}\grqq{}\par\endgroup{}

\begingroup{}(D.h., Geld ist blo\ss{}es Zirkulationsmittel, und der Tauschwert
selbst ist blo\ss{} verschwindende Form des Austauschs von products gegen
product -- was falsch ist.)\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Es kann zuviel von einer bestimmten Ware produziert werden,
von der dann ein solches \"Uberangebot auf dem Markt vorhanden sein
mag, da\ss{} das aufgewendete Kapital nicht zur\"uckerstattet wird.
\emph{Das kann jedoch nicht in bezug auf alle Waren der Fall sein}.\grqq{} (l.c.
p. 341, 342.)\nbsp{}
\glqq{}Ob \emph{diese erh\"ohte Produktion und die daraus entstehende
Nachfrage} den Profit senken werden oder nicht, h\"angt ausschlie\ss{}lich
von der Erh\"ohung der L\"ohne ab, und die Erh\"ohung der L\"ohne,
ausgenommen f\"ur kurze Zeit, von der Leichtigkeit der Produktion der
Nahrungsmittel und notwendigen Konsumartikel des Arbeiters.\grqq{} (l.c. p. 343.)\nbsp{}
\glqq{}Wenn Kaufleute ihr Kapital im ausw\"artigen Handel oder im Zwischenhandel
anlegen, so geschieht dies immer aus freien St\"ucken und niemals aus
Zwang.\nbsp{}
Es geschieht, weil in diesen Zweigen ihr Profit um einiges gr\"o\ss{}er
als im Binnenhandel sein wird.\grqq{} (p. 344.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Was die Krisen angeht, so haben mit Recht alle Schriftsteller, die die
wirkliche Bewegung der Preise darstellen, oder alle Praktiker, die in gegebnen
Momenten der Krise schreiben, die angeblich theoretische Salbaderei ignoriert
und sich damit begn\"ugt, da\ss{} das in der abstrakten Theorie --
n\"amlich da\ss{} keine gluts of market\hyperlink{mia.mew26.2p500_fn1}{\textsuperscript{69}} etc. m\"oglich -- wahr,
in der Praxis aber falsch sei.\nbsp{}
Die regelm\"a\ss{}ige Wiederholung
der Krisen hat in der Tat das Saysche etc. Gekohl zu einer Phraseologie
herabgesetzt, die nur noch in times of prosperity is used, but is thrown
to the winds in times of crisis\hyperlink{mia.mew26.2p500_fn2}{\textsuperscript{70}}.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)709\(\vert{}\) In den Weltmarktkrisen bringen es die Widerspr\"uche und Gegens\"atze
der b\"urgerlichen Produktion zum Eklat.\nbsp{}
Statt nun zu untersuchen, worin
die widerstreitenden Elemente bestehn, die in der Katastrophe eklatieren,
begn\"ugen sich die Apologeten damit, die Katastrophe selbst zu leugnen
und ihrer gesetzm\"a\ss{}igen Periodizit\"at gegen\"uber darauf
zu beharren,
da\ss{} die Produktion, wenn sie sich nach den Schulb\"uchern
richtete, es nie zur Krise bringen w\"urde.\nbsp{}
Die Apologetik besteht dann
in der F\"alschung der einfachsten \"okonomischen Verh\"altnisse
und speziell darin, dem Gegensatz gegen\"uber die Einheit festzuhalten.\par\endgroup{}

\begingroup{}Wenn z.B. Kauf und Verkauf -- oder die Bewegung der Metamorphose der
Ware -- die Einheit zweier Prozesse oder vielmehr den Verlauf eines Prozesses
durch zwei entgegengesetzte Phasen darstellt, also wesentlich die Einheit
beider Phasen ist, so ist sie ebenso wesentlich die Trennung derselben
und ihre Verselbst\"andigung gegeneinander.\nbsp{}
Da sie nun doch zusammengeh\"oren,
so kann die Verselbst\"andigung der zusammengeh\"origen Momente nur
gewaltsam \emph{erscheinen}, als zerst\"orender Proze\ss{}.\nbsp{}
Es ist
grade die \emph{Krise}, worin ihre Einheit sich bet\"atigt, die Einheit
der Unterschiedenen.\nbsp{}
Die Selbst\"andigkeit, die die zueinander geh\"origen
und sich erg\"anzenden Momente gegeneinander annehmen, wird gewaltsam
vernichtet.\nbsp{}
Die Krise manifestiert also die Einheit der gegeneinander verselbst\"andigten
Momente.\nbsp{}
Es f\"ande keine Krise statt ohne diese innere Einheit der
scheinbar gegeneinander Gleichg\"ultigen.\nbsp{}
Aber nein, sagt der apologetische
\"Okonomist.\nbsp{}
Weil die Einheit stattfindet, kann \emph{keine} Krise stattfinden.\nbsp{}
Was wieder nichts hei\ss{}t, als da\ss{} die Einheit Entgegengesetzter
den Gegensatz ausschlie\ss{}t.\par\endgroup{}

\begingroup{}Um nachzuweisen, da\ss{} die kapitalistische Produktion nicht zu allgemeinen
Krisen f\"uhren kann, werden alle Bedingungen und Formbestimmungen,
alle Prinzipien und differentiae specificae\hyperlink{mia.mew26.2p501_fn1}{\textsuperscript{71}}, kurz, die \emph{kapitalistische
Produktion} selbst geleugnet, und wird in der Tat nachgewiesen, da\ss{},
wenn die kapitalistische Produktionsweise, statt eine spezifisch entwickelte,
eigent\"umliche Form der gesellschaftlichen Produktion zu sein, eine
hinter ihren rohsten Anf\"angen liegende Produktionsweise w\"are,
die ihr eigent\"umlichen Gegens\"atze, Widerspr\"uche und daher
auch deren Eklat in den Krisen nicht existieren w\"urden.\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Produkte\grqq{}, hei\ss{}t es bei Ric[ardo] nach Say, \glqq{}werden
stets gekauft durch Produkte oder durch Dienste; Geld ist nur das Medium,
wodurch der Austausch bewirkt wird.\grqq{}\par\endgroup{}

\begingroup{}Hier wird also erstens \emph{Ware}, in der der Gegensatz von Tauschwert
und Gebrauchswert existiert, in blo\ss{}es Produkt (Gebrauchswert) und
daher der Austausch von Waren in blo\ss{}en Tauschhandel von Produkten,
blo\ss{}en Gebrauchswerten, verwandelt.\nbsp{}
Es wird nicht nur hinter die
kapitalistische
Produktion, sondern sogar hinter die blo\ss{}e Warenproduktion zur\"uckgegangen,
und das verwickeltste Ph\"anomen der kapitalistischen Produktion -- die
Weltmarktkrise -- dadurch weggeleugnet, da\ss{} die erste Bedingung der
kapitalistischen Produktion, n\"amlich da\ss{} das Produkt Ware sein,
sich daher als Geld darstellen und den Proze\ss{} der Metamorphose durchmachen
mu\ss{}, weggeleugnet wird.\nbsp{}
Statt von Lohnarbeit zu sprechen, wird von
\glqq{}services\grqq{} gesprochen, ein Wort, worin die spezifische Bestimmtheit der
Lohnarbeit und ihres Gebrauchs -- n\"amlich den Wert der Waren, wogegen
sie ausgetauscht wird, zu vergr\"o\ss{}ern, Surpluswert zu erzeugen
-- wieder weggelassen wird und dadurch das spezifische Verh\"altnis,
wodurch sich Geld und Ware in Kapital verwandeln.\nbsp{}
\glqq{}\emph{Service}\grqq{} ist
die Arbeit blo\ss{} als \emph{Gebrauchswert} gefa\ss{}t (eine Nebensache
in der kapitalistischen Produktion), ganz wie in dem Wort \glqq{}Produkt\grqq{} das
Wesen der \emph{Ware} und der in ihr liegende Widerspruch unterdr\"uckt
wird.\nbsp{}
\emph{Geld} wird dann auch konsequent als blo\ss{}er Vermittler
des Produktenaustauschs gefa\ss{}t, nicht als eine wesentliche und notwendige
Existenzform der Ware, die sich als Tauschwert -- allgemeine gesellschaftliche
Arbeit -- darstellen mu\ss{}.\nbsp{}
Indem durch die Verwandlung der Ware in
blo\ss{}en Gebrauchswert (Produkt) das Wesen des \(\Vert{}\)710\(\vert{}\) Tauschwerts weggestrichen
wird, kann ebenso leicht das \emph{Geld} als eine wesentliche und im Proze\ss{}
der Metamorphose gegen die urspr\"ungliche Form der Ware \emph{selbst\"andige}
Gestalt derselben geleugnet werden oder mu\ss{} vielmehr geleugnet werden.\par\endgroup{}

\begingroup{}Hier werden also die Krisen dadurch wegr\"asoniert, da\ss{} die
ersten Voraussetzungen der kapitalistischen Produktion, das Dasein des
Produkts als Ware, die Verdopplung der Ware in Ware und Geld, die daraus
hervorgehenden Momente der Trennung im Warenaustausch, endlich die Beziehung
zwischen Geld oder Ware zur Lohnarbeit vergessen oder geleugnet werden.\par\endgroup{}

\begingroup{}Nicht besser sind \"ubrigens die \"Okonomen (wie J. St. Mill z.B.),
die die Krisen aus diesen einfachen, in der Metamorphose der Waren enthaltnen
\emph{M\"oglichkeiten} der Krise -- wie der Trennung von Kauf und Verkauf
-- erkl\"aren wollen.\nbsp{}
Diese Bestimmungen, die die M\"oglichkeit der
Krise erkl\"aren, erkl\"aren noch lange nicht ihre Wirklichkeit,
noch nicht, \emph{warum} die Phasen des Prozesses in solchen Konflikt treten,
da\ss{} nur durch eine Krise, durch einen gewaltsamen Proze\ss{}, ihre
innre Einheit sich geltend machen kann.\nbsp{}
Diese \emph{Trennung} erscheint
in der Krise; es ist die Elementarform derselben.\nbsp{}
Die Krise aus dieser
ihrer Elementarform \emph{erkl\"aren} hei\ss{}t die Existenz der Krise
dadurch erkl\"aren, da\ss{} man ihr Dasein in seiner abstraktesten
Form ausspricht, also die Krise durch die Krise erkl\"aren.\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Kein Mann\grqq{}, sagt Ric[ardo]\hyperlink{mia.mew26.2p503_fn1}{\textsuperscript{72}}, \glqq{}produziert, au\ss{}er in der Absicht
zu konsumieren \emph{oder} zu \emph{verkaufen} und er verkauft niemals,
au\ss{}er mit der Absicht, irgendeine andre Ware zu kaufen, die unmittelbar
n\"utzlich f\"ur ihn sein mag oder zu \emph{k\"unftiger Produktion}
beitragen mag.\nbsp{}
Indem er produziert, wird er also notwendig entweder der
Konsument seiner eignen G\"uter\grqq{} (goods) \glqq{}oder der K\"aufer und Konsument
der Waren irgendeiner andren Person.\nbsp{}
Man kann nicht unterstellen, da\ss{}
er f\"ur \emph{l\"angre Zeit} nicht unterrichtet sein wird \"uber
die Waren, die er am vorteilhaftesten produzieren kann, um den von ihm
verfolgten Zweck zu erreichen, n\"amlich den \emph{Besitz anderer G\"uter},
und \emph{daher} ist es nicht wahrscheinlich, da\ss{} er \emph{fortw\"ahrend}\grqq{}
(continually) \glqq{}eine Ware produzieren wird, f\"ur die keine Nachfrage
vorhanden ist.\grqq{} l.c. p. 339/340.\par\endgroup{}

\begingroup{}Es ist dies kindisches Geschw\"atz eines Say, aber nicht Ric[ardo]s
w\"urdig.\nbsp{}
Zun\"achst produziert kein Kapitalist, um sein Produkt
zu konsumieren.\nbsp{}
Und wenn wir von der kapitalistischen Produktion sprechen,
hei\ss{}t es mit Recht: \glqq{}Kein Mann produziert in der Absicht, sein Produkt
zu konsumieren\grqq{}, selbst wenn er Teile seines Produkts wieder zur industriellen
Konsumtion verwendet.\nbsp{}
Aber hier handelt es sich um die Privatkonsumtion.\nbsp{}
Vorhin wurde vergessen, da\ss{} das Produkt Ware ist.\nbsp{}
Jetzt wird sogar
die gesellschaftliche Teilung der Arbeit vergessen.\nbsp{}
In Zust\"anden,
wo M\"anner f\"ur sich selbst produzieren, gibt es in der Tat keine
Krisen, aber auch keine kapitalistische Produktion.\nbsp{}
Wir haben auch nie
geh\"ort, da\ss{} die Alten mit ihrer Sklavenproduktion jemals Krisen
kannten, obgleich einzelne Produzenten, auch unter den Alten, bankrutt
machten.\nbsp{}
Der erste Teil der Alternative ist Unsinn.\nbsp{}
Ebenso der zweite.\nbsp{}
Ein Mann, der produziert hat, hat nicht die Wahl, ob er verkaufen will
oder nicht.\nbsp{}
Er mu\ss{} \emph{verkaufen}.\nbsp{}
In den Krisen tritt nun grade
der Umstand ein, da\ss{} er nicht verkaufen kann oder nur unter dem Kostenpreis
oder gar mit positivem Verlust verkaufen mu\ss{}.\nbsp{}
Was n\"utzt es ihm
und uns also, da\ss{} er produziert hat, um zu verkaufen.\nbsp{}
Es handelt
sich grade darum zu wissen, was diese seine gute Absicht durchkreuzt.\par\endgroup{}

\begingroup{}Ferner:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Es \emph{verkauft} niemand, au\ss{}er mit der Absicht,
irgendeine andre Ware zu \emph{kaufen}, die unmittelbar n\"utzlich f\"ur
ihn sein mag oder zu k\"unftiger Produktion beitragen mag.\grqq{}\par\endgroup{}

\begingroup{}Welche gem\"utliche Verk\"undung der b\"urgerlichen Verh\"altnisse!
Ric[ardo] vergi\ss{}t sogar, da\ss{} jemand \emph{verkaufen} kann,
um zu \emph{zahlen}, und da\ss{} diese Zwangsverk\"aufe eine sehr
bedeutende Rolle in den Krisen spielen.\nbsp{}
Die n\"achste Absicht des Kapitalisten
beim Verkaufen ist, seine Ware oder vielmehr sein Warenkapital wieder in
\emph{Geldkapital} zu verwandeln und seinen Gewinn damit zu \emph{realisieren}.\nbsp{}
Der Konsum -- die Revenue -- ist dabei durchaus
nicht Leitpunkt f\"ur diesen Proze\ss{}, was sie allerdings
f\"ur den ist, der blo\ss{} \emph{Waren} verkauft, um sie in Lebensmittel
zu verwandeln.\nbsp{}
Dies ist aber nicht die kapitalistische Produktion, bei
der die Revenue als Resultat, nicht als bestimmender Zweck erscheint.\nbsp{}
Es
\emph{verkauft} jedermann zun\"achst, um zu verkaufen, d.h. um Ware
in Geld zu verwandeln.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)711\(\vert{}\) W\"ahrend der Krise mag der Mann sehr zufrieden sein, wenn
er \emph{verkauft} hat, ohne ans Kaufen zun\"achst zu denken.\nbsp{}
Allerdings,
soll der realisierte Wert nun wieder als Kapital wirken, so mu\ss{} er
den Proze\ss{} der Reproduktion durchmachen, also wieder gegen Arbeit
und Waren sich austauschen.\nbsp{}
Aber die Krise ist grade der Moment der St\"orung
und Unterbrechung des Reproduktionsprozesses.\nbsp{}
Und diese St\"orung kann
nicht dadurch erkl\"art werden, da\ss{} sie in Zeiten, wo keine Krise
herrscht, nicht stattfindet.\nbsp{}
Es unterliegt keinem Zweifel, da\ss{} niemand
\glqq{}will continually produce a commodity for which there is no demand\hyperlink{mia.mew26.2p504_fn1}{\textsuperscript{73}}\grqq{}
(p. 339, 340), aber von so abgeschmackter Hypothese spricht auch niemand.\nbsp{}
Auch hat sie \"uberhaupt nichts mit der Sache zu tun.\nbsp{}
\glqq{}The possession
of other goods\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.2p504_fn2}{\textsuperscript{74}} ist zun\"achst nicht der Zweck der kapitalistischen
Produktion, sondern die Appropriation of value, of money, of abstract wealth\hyperlink{mia.mew26.2p504_fn3}{\textsuperscript{75}}.\par\endgroup{}

\begingroup{}Bei Ric[ardo] liegt hier auch der fr\"uher von mir beleuchtete James
Millsche Satz\hyperlink{mia.mew26.2p504_an86}{\textsuperscript{76}} von dem \glqq{}metaphysischen Gleichgewicht der K\"aufe und
Verk\"aufe\grqq{} zugrunde -- ein Gleichgewicht, das \emph{nur} die Einheit,
aber nicht die Trennung in den Prozessen des Kaufs und Verkaufs sieht.\nbsp{}
Daher auch Ric[ardo]s Behauptung (nach James Mill):\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Es kann zuviel von einer \emph{bestimmten} Ware produziert
werden, von der dann ein solches \"Uberangebot auf dem Markt vorhanden
sein mag, da\ss{} das aufgewendete Kapital nicht zur\"uckerstattet
wird.\nbsp{}
Das kann jedoch nicht in bezug auf \emph{alle} Waren der Fall sein.\grqq{}
(p. 341, 342.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Das Geld ist nicht nur \glqq{}the medium by which the exchange is effected\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.2p504_fn4}{\textsuperscript{77}}
(p. 341), sondern zugleich the medium by which the exchange of produce
with produce becomes dissolved into two acts, independent of each other,
and distant from each other, in time and space\hyperlink{mia.mew26.2p504_fn5}{\textsuperscript{78}}.\nbsp{}
Diese falsche Auffassung
des Geldes beruht aber bei Ric[ardo] darauf, da\ss{} er \"uberhaupt
nur die \emph{quantitative Bestimmung} des Tauschwerts im Auge hat, n\"amlich
da\ss{} er = bestimmtem Quantum Arbeitszeit, dagegen die \emph{qualitative}
Bestimmung
vergi\ss{}t, da\ss{} die individuelle Arbeit nur durch ihre Ent\"au\ss{}erung
(alienation) als \emph{abstrakt allgemeine gesellschaftliche} Arbeit sich
darstellen mu\ss{}.\hyperlink{mia.mew26.2p505_fnst}{\textsuperscript{**}}\par\endgroup{}

\begingroup{}Da\ss{} nur \emph{besondre}, nicht \emph{alle} Arten Waren \glqq{}a glut
in the market\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.2p505_fn1}{\textsuperscript{79}} bilden k\"onnen, die \"Uberproduktion daher immer
nur partiell sein kann, ist ein armseliger Ausweg.\nbsp{}
Zun\"achst, wenn
blo\ss{} die Natur der Ware betrachtet wird, steht dem nichts entgegen,
da\ss{} \emph{alle Waren} im \"Uberflu\ss{} auf dem Markt vorhanden
sind und daher alle unter ihren Preis fallen.\nbsp{}
Es handelt sich hier eben
nur um das Moment der Krise.\nbsp{}
N\"amlich alle Waren, au\ss{}er dem \emph{Geld},
[k\"onnen im \"Uberflu\ss{} da sein].\nbsp{}
Die Notwendigkeit existiert
f\"ur \emph{die} Ware, sich als Geld darzustellen, hei\ss{}t nur:
die Notwendigkeit existiert f\"ur \emph{alle} Waren.\nbsp{}
Und so gut die
Schwierigkeit f\"ur eine einzelne Ware existiert, diese Metamorphose
durchzumachen, kann sie f\"ur alle existieren.\nbsp{}
Die allgemeine Natur
der Metamorphose der Waren -- die das Auseinanderfallen von Kauf und Verkauf
ebenso einschlie\ss{}t wie ihre Einheit, statt die \emph{M\"oglichkeit}
eines general glut\hyperlink{mia.mew26.2p505_fn2}{\textsuperscript{80}} auszuschlie\ss{}en -- ist vielmehr die M\"oglichkeit
eines general glut.\par\endgroup{}

\begingroup{}Weiter liegt nun allerdings im Hintergrund des R[icardo]schen und \"ahnlichen
R\"asonnements nicht nur das Verh\"altnis von \emph{Kauf und Verkauf},
sondern von \emph{Nachfrage und Zufuhr}, das wir erst zu entwickeln haben
bei Betrachtung der Konkurrenz der Kapitalien.\nbsp{}
Wie Mill sagt, ist Kauf
Verkauf etc., so ist Nachfrage Zufuhr und Zufuhr Nachfrage, aber ebenso
fallen sie auseinander und k\"onnen sich gegeneinander verselbst\"andigen.\nbsp{}
Die Zufuhr von allen Waren kann im gegebnen Augenblick gr\"o\ss{}er
sein als die Nachfrage von allen Waren, indem die Nachfrage nach der \emph{allgemeinen
Ware}, dem Geld, dem Tauschwert, gr\"o\ss{}er ist als die Nachfrage
nach allen besondren Waren oder indem das Moment, die Ware als Geld darzustellen,
ihren Tauschwert zu realisieren, \"uberwiegt \"uber das Moment, die
Ware in Gebrauchswert r\"uckzuverwandeln.\par\endgroup{}

\begingroup{}Wird das Verh\"altnis von Nachfrage und Zufuhr weiter und konkreter
gefa\ss{}t, so k\"ommt das von \emph{Produktion} und \emph{Konsumtion
}hinein.\nbsp{}
Es m\"u\ss{}te hier wieder die an sich seiende und sich
eben in der Krise gewaltsam durchsetzende \emph{Einheit} dieser beiden
Momente festgehalten werden gegen die
ebenso existierende und die b\"urgerliche Produktion sogar charakterisierende
\emph{Trennung} und \emph{Gegensatz} derselben.\par\endgroup{}

\begingroup{}Was den Gegensatz partieller und universeller \"Uberproduktion angeht,
soweit es sich n\"amlich blo\ss{} darum handelt, die erstere zu behaupten,
um der letztren zu entfliehn, so ist dar\"uber folgendes zu bemerken:\par\endgroup{}

\begingroup{}\emph{Erstens:} Geht den Krisen meist eine allgemeine inflation of prices\hyperlink{mia.mew26.2p506_fn1}{\textsuperscript{81}}
vorher in allen der kapitalistischen Produktion angeh\"origen Artikeln.\nbsp{}
Sie nehmen daher alle an dem nachfolgenden crash teil und sind alle zu
den Preisen, die sie vor dem crash\hyperlink{mia.mew26.2p506_fn2}{\textsuperscript{82}} hatten, overburdening the market\hyperlink{mia.mew26.2p506_fn3}{\textsuperscript{83}}.\nbsp{}
Der Markt kann eine Warenmasse absorbieren zu fallenden, unter ihren Kostenpreisen
gefallnen Preisen, die er zu ihren fr\"uheren Marktpreisen nicht absorbieren
k\"onnte.\nbsp{}
Die \"Ubermasse der Waren ist immer relativ; d.h. \"Ubermasse
bei gewissen Preisen.\nbsp{}
Die Preise, zu denen die Waren dann absorbiert werden,
ruinierend f\"ur den Produzenten oder Kaufmann.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)712\(\vert{}\) \emph{Zweitens:}\par\endgroup{}

\begingroup{}Damit eine Krise (also auch die \"Uberproduktion) allgemein sei,
gen\"ugt es, da\ss{} sie die leitenden Handelsartikel ergreife.\par\endgroup{}



\section{[9. Ricardos falsche Ansicht
von dem Verh\"altnis zwischen Produktion und Konsumtion
unter den Bedingungen des Kapitalismus]}

\begingroup{}Wir wollen n\"aher h\"oren, wie Ric[ardo] a general glut of the
market\hyperlink{mia.mew26.2p506_fn4}{\textsuperscript{84}} wegzur\"asonieren sucht:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Es kann zuviel von einer bestimmten Ware produziert werden,
von der dann ein solches \"Uberangebot auf dem Markt vorhanden sein
mag, da\ss{} das aufgewendete Kapital nicht zur\"uckerstattet wird.\nbsp{}
Das kann jedoch nicht in bezug auf alle Waren der Fall sein.\nbsp{}
Die Nachfrage
nach Getreide ist beschr\"ankt durch die M\"under, die es essen sollen,
die nach Schuhen und R\"ocken durch die Personen, die sie tragen sollen.\nbsp{}
Obwohl aber eine Gemeinschaft oder ein Teil einer Gemeinschaft so viel
Getreide, H\"ute und Schuhe haben kann, wie sie zu konsumieren imstande
und willens ist, \emph{kann man nicht dasselbe von jeder anderen Ware sagen,
die auf nat\"urlichem oder k\"unstlichem Wege produziert wird}.\nbsp{}
Einige w\"urden mehr Wein konsumieren, wenn sie die M\"oglichkeit
h\"atten, sich ihn zu beschaffen.\nbsp{}
Andere, die genug Wein haben, werden
w\"unschen, sich mehr M\"obel anzuschaffen oder deren Qualit\"at
zu bessern.\nbsp{}
Wieder andere hingegen m\"ochten ihr Grundst\"uck versch\"onern
oder ihre H\"auser vergr\"o\ss{}ern.\nbsp{}
Der Wunsch, einiges davon
zu tun, findet sich in jedermanns Herzen.\nbsp{}
\emph{Nichts als die Mittel dazu
sind notwendig, und nichts anderes kann die Mittel aufbringen als eine
Erh\"ohung der Produktion.}\grqq{} (l.c. p. 341, 342.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Kann es ein kindischeres R\"asonnement geben?\nbsp{}
Es lautet so.\nbsp{}
Von einer
besondren Ware mag mehr produziert werden, als davon konsumiert werden
kann.\nbsp{}
Aber das kann nicht von \emph{allen} Waren zugleich gelten.\nbsp{}
Weil
die Bed\"urfnisse, die durch Waren befriedigt werden, keine Grenzen
haben und alle diese Bed\"urfnisse zugleich nicht befriedigt sind.\nbsp{}
Im
Gegenteil.\nbsp{}
Die Befriedigung eines Bed\"urfnisses macht ein andres sozusagen
latent.\nbsp{}
Es ist also nichts erheischt als die Mittel, um diese Bed\"urfnisse
zu befriedigen, und diese Mittel k\"onnen nur verschafft werden durch
eine Vermehrung der Produktion.\nbsp{}
Also ist keine allgemeine \"Uberproduktion
m\"oglich.\par\endgroup{}

\begingroup{}Wozu all das?\nbsp{}
In Momenten der \"Uberproduktion ist ein gro\ss{}er
Teil der Nation (speziell die Arbeiterklasse) weniger als je mit Getreide,
Schuhen etc. versehen, von Wein und furniture\hyperlink{mia.mew26.2p507_fn1}{\textsuperscript{85}} gar nicht zu sprechen.\nbsp{}
Wenn \"Uberproduktion erst eintreten k\"onnte, nachdem alle Mitglieder
der Nation auch nur die n\"otigsten Bed\"urfnisse befriedigt h\"atten,
h\"atte in der bisherigen Geschichte der b\"urgerlichen Gesellschaft
nicht nur nie eine allgemeine, sondern selbst nie partielle \"Uberproduktion
eintreten k\"onnen.\nbsp{}
Wenn z.B. the market is glutted by shoes or calicoes
or wines or colonial produce\hyperlink{mia.mew26.2p507_fn2}{\textsuperscript{86}}, hei\ss{}t das, da\ss{} nicht vielleicht
4/6 der Nation ihr Bed\"urfnis nach Schuhen, calicoes etc. \"ubers\"attigt
haben?\nbsp{}
Was hat die \"Uberproduktion \"uberhaupt mit den absoluten
Bed\"urfnissen zu tun?\nbsp{}
Sie hat es nur mit den zahlungsf\"ahigen Bed\"urfnissen
zu tun.\nbsp{}
Es handelt sich nicht um absolute \"Uberproduktion -- \"Uberproduktion
an und f\"ur sich im Verh\"altnis zu der absoluten Bed\"urftigkeit
oder dem Wunsch nach dem Besitz der Waren.\nbsp{}
In diesem Sinn existiert weder
partielle noch allgemeine \"Uberproduktion.\nbsp{}
Und bilden sie gar keinen
Gegensatz zueinander.\par\endgroup{}

\begingroup{}Aber, wird Ric[ardo] sagen, when there is a lot of people, who want
shoes and calicoes, why do they not procure themselves the means of obtaining
them by producing something wherewith to buy shoes and calicoes\hyperlink{mia.mew26.2p507_fn3}{\textsuperscript{87}}?\nbsp{}
W\"are
es nicht noch einfacher zu sagen: Warum produzieren sie sich nicht Schuhe
und calicoes?\nbsp{}
Und was noch sonderbarer bei der \"Uberproduktion ist,
die eigentlichen Produzenten der very commodities which glut the market\hyperlink{mia.mew26.2p507_fn4}{\textsuperscript{88}}
-- die Arbeiter -- stand in want of them\hyperlink{mia.mew26.2p507_fn5}{\textsuperscript{89}}.\nbsp{}
Hier kann nicht gesagt werden,
da\ss{}
sie die Dinge produzieren sollten, um sie obtain\hyperlink{mia.mew26.2p508_fn1}{\textsuperscript{90}}, denn sie haben
sie produziert und haben sie doch nicht.\nbsp{}
Es kann auch nicht gesagt werden,
da\ss{} die bestimmte Ware gluts the market\hyperlink{mia.mew26.2p508_fn2}{\textsuperscript{91}}, weil kein Bed\"urfnis
f\"ur sie vorhanden ist.\nbsp{}
Wenn also selbst die \emph{partielle} \"Uberproduktion
nicht daher zu erkl\"aren, da\ss{} die Waren, which glut the market,
das Bed\"urfnis danach \"ubers\"attigen, so kann die \emph{universelle}
\"Uberproduktion nicht dadurch wegerkl\"art werden, da\ss{} f\"ur
viele der Waren, die auf dem Markt sind, Bed\"urfnisse, unbefriedigte
Bed\"urfnisse existieren.\par\endgroup{}

\begingroup{}Bleiben wir beim Beispiel des Kalikowebers\hyperlink{mia.mew26.2p508_fn3}{\textsuperscript{92}}.\nbsp{}
Solange die Reproduktion
ununterbrochen fortging -- also auch die Phase dieser Reproduktion, worin
das als Ware, verk\"aufliche Ware existierende Produkt, das Kaliko zu
seinem Wert sich in Geld r\"uckverwandelte --, so lange konsumierten
auch, wollen wir sagen, die Arbeiter, die das Kaliko produzieren, einen
Teil davon, und mit der Erweiterung der Reproduktion -- das ist der Akkumulation
-- verzehrten sie progressiv davon, oder es wurden auch mehr Arbeiter bei
der Produktion des Kalikos besch\"aftigt, die zugleich zum Teil seine
Konsumenten.\par\endgroup{}




\section{[10. Verwandlung der M\"oglichkeit der Krise
zur Wirklichkeit.\nbsp{}
Die Krise als Erscheinung aller Widerspr\"uche
der b\"urgerlichen \"Okonomie]}

\begingroup{}Eh wir nun einen Schritt weitergehn, dies:\par\endgroup{}

\begingroup{}Das Auseinanderfallen des Produktionsprozesses (unmittelbaren) und Zirkulationsprozesses
ist wieder und weiter entwickelt die \emph{M\"oglichkeit} der Krise,
die sich bei der \emph{blo\ss{}en Metamorphose} der Ware zeigte.\hyperlink{mia.mew26.2p508_an89}{\textsuperscript{93}}\nbsp{}
Sobald
sie nicht fl\"ussig ineinander \"ubergehn, \(\Vert{}\)713\(\vert{}\) sondern sich gegeneinander
verselbst\"andigen, ist die Krise da.\par\endgroup{}

\begingroup{}Bei der Metamorphose der Ware stellt sich die M\"oglichkeit der Krise
so dar.\par\endgroup{}

\begingroup{}Erstens die Ware, die real als Gebrauchswert, ideell, im Preise, als
Tauschwert existiert, mu\ss{} in Geld verwandelt werden.\nbsp{}
W--G.\nbsp{}
Ist diese
Schwierigkeit gel\"ost, der Verkauf, so hat der Kauf, G--W, keine Schwierigkeit
mehr, da Geld gegen alles unmittelbar austauschbar.\nbsp{}
Der Gebrauchswert der
Ware, die N\"utzlichkeit der in ihr enthaltnen Arbeit, mu\ss{} vorausgesetzt
werden, sonst ist sie \"uberhaupt nicht Ware.\nbsp{}
Es ist ferner vorausgesetzt,
da\ss{} der individuelle Wert der Ware = ihrem gesellschaftlichen Wert,
d.h., da\ss{} die in ihr materialisierte Arbeitszeit = der zur Hervorbringung
dieser Ware gesellschaftlich \emph{notwendigen} Arbeitszeit.\nbsp{}
Die M\"oglichkeit
der Krise, soweit sie in der einfachen Form der Metamorphose sich
zeigt, geht also nur daraus hervor, da\ss{} die Formunterschiede -- die
Phasen --, die sie in ihrer Bewegung durchl\"auft, erstens notwendig
sich erg\"anzende Formen und Phasen sind, zweitens trotz dieser innren
notwendigen Zusammengeh\"origkeit gleichg\"ultig gegeneinander existierende,
in Zeit und Raum auseinanderfallende, voneinander trennbare und getrennte,
unabh\"angige Teile des Prozesses und Formen.\nbsp{}
Sie liegt also allein
in der Trennung von Verkauf und Kauf.\nbsp{}
Es ist nur in der Form der Ware,
da\ss{} die Ware hier die Schwierigkeit durchzumachen hat.\nbsp{}
Sobald sie
die Form des Geldes besitzt, ist sie dar\"uber weg.\nbsp{}
Weiter aber l\"ost
sich auch dies auf in das Auseinanderfallen von Verkauf und Kauf.\nbsp{}
Wenn
die Ware nicht in der Form des Gelds aus der Zirkulation sich zur\"uckziehn
oder ihre R\"uckverwandlung in Ware aufschieben k\"onnte -- wie beim
unmittelbaren Tauschhandel --, wenn Kauf und Verkauf zusammenfielen, fiele
die \emph{M\"oglichkeit} der Krise unter den gemachten Voraussetzungen
weg.\nbsp{}
Denn es ist vorausgesetzt, da\ss{} die Ware \emph{Gebrauchswert}
ist f\"ur andre Warenbesitzer.\nbsp{}
In der Form des unmittelbaren Tauschhandels
die Ware nur damit nicht austauschbar, wenn sie kein Gebrauchswert oder
auch wenn keine andren Gebrauchswerte auf der andren Seite, um gegen sie
auszutauschen.\nbsp{}
Also nur unter den beiden Bedingungen: Wenn entweder von
der einen Seite \emph{Nutzloses} produziert w\"are oder auf der andren
Seite nichts \emph{N\"utzliches}, um es als \"Aquivalent gegen den
ersten Gebrauchswert auszutauschen.\nbsp{}
In beiden F\"allen f\"ande aber
\"uberhaupt kein Austausch statt.\nbsp{}
\emph{Soweit aber Austausch stattf\"ande},
fielen seine Momente nicht auseinander.\nbsp{}
Der K\"aufer w\"are Verk\"aufer,
der Verk\"aufer K\"aufer.\nbsp{}
Das \emph{kritische} Moment, was aus der
Form des Austauschs -- soweit er Zirkulation ist -- hervorgeht, fiele also
weg, und wenn wir sagen, da\ss{} die einfache Form der Metamorphose die
M\"oglichkeit der Krise einschlie\ss{}t, so sagen wir nur, da\ss{}
in dieser Form selbst die M\"oglichkeit der Zerrei\ss{}ung und des
Auseinanderfallens wesentlich sich erg\"anzender Momente liegt.\par\endgroup{}

\begingroup{}Aber dies betrifft auch den Inhalt.\nbsp{}
Beim unmittelbaren Tauschhandel
ist das Gros der Produktion von seiten des Produzenten auf Befriedigung
seines Selbstbed\"urfnisses oder bei etwas weitrer Entwicklung der Teilung
der Arbeit, auf Befriedigung ihm bekannter Bed\"urfnisse seiner Co-Produzenten
gerichtet.\nbsp{}
Was als Ware auszutauschen ist, ist \"Uberflu\ss{}, und
es bleibt unwesentlich, ob dieser \"Uberflu\ss{} ausgetauscht wird
oder nicht.\nbsp{}
Bei der \emph{Warenproduktion} ist das Verwandeln des Produkts
in Geld, der Verkauf, conditio sine qua [non]\hyperlink{mia.mew26.2p509_fn1}{\textsuperscript{94}}.\nbsp{}
Die unmittelbare Produktion
f\"ur das eigne Bed\"urfnis f\"allt
fort.\nbsp{}
Mit dem Nichtverkauf ist hier Krise da.\nbsp{}
Die Schwierigkeit, die
\emph{Ware} -- das besondre Produkt individueller Arbeit -- in Geld, ihr
Gegenteil, abstrakt allgemeine, gesellschaftliche Arbeit zu verwandeln,
liegt darin, da\ss{} \emph{Geld} nicht als besondres Produkt individueller
Arbeit erscheint, da\ss{} der, der verkauft hat, also die Ware in der
Form des Gelds besitzt, nicht gezwungen ist, sofort wieder zu kaufen, das
Geld wieder in besondres Produkt individueller Arbeit zu verwandeln.\nbsp{}
Im
Tauschhandel ist dieser Gegensatz nicht.\nbsp{}
Es kann darin keiner Verk\"aufer
sein, ohne K\"aufer zu sein, und K\"aufer sein, ohne Verk\"aufer
zu sein.\nbsp{}
Die Schwierigkeit des Verk\"aufers -- unter der Voraussetzung,
da\ss{} seine Ware Gebrauchswert hat -- stammt blo\ss{} von der Leichtigkeit
des K\"aufers, die R\"uckverwandlung des Gelds in Ware aufzuschieben.\nbsp{}
Die Schwierigkeit, die Ware in Geld zu verwandeln, zu verkaufen, stammt
blo\ss{} daher, da\ss{} die Ware in Geld, das Geld aber nicht unmittelbar
in Ware verwandelt werden mu\ss{}, also V\emph{erkauf }und \emph{Kauf}
auseinanderfallen k\"onnen.\nbsp{}
Wir haben gesagt, da\ss{} diese \emph{Form}
die \emph{M\"oglichkeit} der \emph{Krise} einschlie\ss{}t, d.h. die
M\"oglichkeit, da\ss{} Momente, die zueinander geh\"oren, die untrennbar
sind, sich zertrennen und daher gewaltsam vereint werden, ihre Zusammengeh\"origkeit
durch die Gewalt, die ihrer wechselseitigen Selbst\"andigkeit \(\Vert{}\)714\(\vert{}\)
angetan wird, durchgesetzt wird.\nbsp{}
Und weiter ist \emph{Krise}nichts als
die gewaltsame Geltendmachung der Einheit von Phasen des Produktionsprozesses,
die sich gegeneinander verselbst\"andigt haben.\par\endgroup{}

\begingroup{}Allgemeine, abstrakte M\"oglichkeit der Krise -- hei\ss{}t nichts
als die \emph{abstrakteste Form} der Krise, ohne Inhalt, ohne inhaltsvolles
Motiv derselben.\nbsp{}
Verkauf und Kauf k\"onnen auseinanderfallen.\nbsp{}
Sie sind
also \emph{Krise} potentia und ihr Zusammenfallen bleibt immer kritisches
Moment f\"ur die Ware.\nbsp{}
Sie k\"onnen aber fl\"ussig ineinander
\"ubergehen.\nbsp{}
Bleibt also, da\ss{} \emph{abstrakteste Form der Krise}
(und daher formelle M\"oglichkeit der Krise) die \emph{Metamorphose der
Ware} selbst ist, worin nur als entwickelte Bewegung der in der Einheit
der Ware eingeschlo\ss{}ne Widerspruch von Tauschwert und Gebrauchswert,
weiter von Geld und Ware enthalten ist.\nbsp{}
Wodurch aber diese M\"oglichkeit
der Krise zur Krise wird, ist nicht in dieser Form selbst enthalten; es
ist nur darin enthalten, da\ss{} \emph{die Form} f\"ur eine Krise
da ist.\par\endgroup{}

\begingroup{}Und dies ist bei der Betrachtung der b\"urgerlichen \"Okonomie
das Wichtige.\nbsp{}
Die Weltmarktkrisen m\"ussen als die reale Zusammenfassung
und gewaltsame Ausgleichung aller Widerspr\"uche der b\"urgerlichen
\"Okonomie gefa\ss{}t werden.\nbsp{}
Die einzelnen Momente, die sich also
in diesen Krisen zusammenfassen, m\"ussen also in jeder Sph\"are
der b\"urgerlichen \"Okonomie hervortreten und entwickelt werden,
und je weiter wir in ihr vordringen, m\"ussen einerseits neue Bestimmungen
dieses Widerstreits entwickelt,
anderseits die abstrakteren Formen desselben als wiederkehrend und
enthalten in den konkreteren nachgewiesen werden.\par\endgroup{}

\begingroup{}Man kann also sagen: Die Krise in ihrer ersten Form ist die Metamorphose
der Ware selbst, das Auseinanderfallen von Kauf und Verkauf.\par\endgroup{}

\begingroup{}Die Krise in ihrer zweiten Form ist die Funktion des Geldes als Zahlungsmittel,
wo das Geld in 2 verschiednen zeitlich getrennten Momenten in zwei verschiednen
Funktionen figuriert.\nbsp{}
Diese beiden Formen sind noch ganz abstrakt, obgleich
die zweite konkreter als die erste.\par\endgroup{}

\begingroup{}Zun\"achst also bei Betrachtung des \emph{Reproduktionsprozesses}
des Kapitals (der mit seiner Zirkulationzusammenf\"allt) ist nachzuweisen,
da\ss{} jene obigen Formen sich einfach wiederholen oder vielmehr hier
erst einen Inhalt bekommen, eine Grundlage, auf der sie sich manifestieren
k\"onnen.\par\endgroup{}

\begingroup{}Betrachten wir die Bewegung, die das Kapital durchmacht, von dem Augenblick,
wo es als Ware den Produktionsproze\ss{} verl\"a\ss{}t, um wieder
als Ware aus ihm hervorzugehn.\nbsp{}
Abstrahieren wir hier von allen weitren
inhaltlichen Bestimmungen, so hat das gesamte Warenkapital und jede einzelne
Ware, woraus es besteht, den Proze\ss{} W -- G -- W durchzumachen, die
Metamorphose der Ware.\nbsp{}
Die allgemeine M\"oglichkeit der Krise, die in
dieser Form enthalten ist -- das Auseinanderfallen von Kauf und Verkauf
-- ist also in der Bewegung des Kapitals enthalten, soweit es \emph{auch}
Ware ist und nichts als Ware ist.\nbsp{}
Aus dem Zusammenhang der Metamorphosen
der Waren miteinander ergibt sich \"uberdem, da\ss{} die eine Ware
sich in Geld verwandelt, weil sich die andre aus der Form des Gelds in
Ware r\"uckverwandelt.\nbsp{}
Also das Auseinanderfallen von Kauf und Verkauf
erscheint hier weiter so, da\ss{} der Verwandlung des andren Kapitals
aus der Form Ware in die Form Geld die R\"uckverwandlung des andren
Kapitals aus der Form Geld in die Form Ware entsprechen mu\ss{}, die
erste Metamorphose des einen Kapitals der zweiten des andren, das Verlassen
des Produktionsprozesses des einen Kapitals, der R\"uckkehr in den Produktionsproze\ss{}
des andren.\nbsp{}
Diese Ineinanderverwachsung und Verschlingung der Reproduktions-
oder Zirkulationsprozesse verschiedner Kapitalien ist einerseits durch
die Teilung der Arbeit notwendig, anderseits zuf\"allig, und so erweitert
sich schon die Inhaltsbestimmung der Krise.\par\endgroup{}

\begingroup{}Zweitens aber, was die aus der Form des Gelds als Zahlungsmittel entspringende
M\"oglichkeit der Krise betrifft, so zeigt sich beim Kapital schon viel
realere Grundlage f\"ur die Verwirklichung dieser M\"oglichkeit.\nbsp{}
Z.B., der Weber hat zu zahlen das ganze capital constant, dessen Elemente
von Spinner, Flachtsbauer, Maschinenfabrikant, Eisen- und Holzfabrikant,
Kohlenproduzent usw. geliefert wurden.\nbsp{}
Soweit die letzten, die konstantes
Kapital produzieren, das nur in die Produktion des konstanten Kapitals
eingeht, ohne in die schlie\ss{}liche Ware, das Gewebe einzugehn, so
ersetzen sie sich durch Austausch von Kapital ihre Produktionsbedingungen.\nbsp{}
Der \(\Vert{}\)715\(\vert{}\) Weber nun verkaufe f\"ur 1000 \emph{l}.\nbsp{}
das Gewebe an den
\emph{Kaufmann}, aber auf einen Wechsel, so da\ss{} das Geld als \emph{Zahlungsmittel}
figuriert.\nbsp{}
Der Weber\hyperlink{mia.mew26.2p512_fn1}{\textsuperscript{95}} seinerseits verkaufe den Wechsel an den \emph{Bankier},
bei dem er meinetwegen eine Schuld damit zahlt oder der ihm auch den Wechsel
diskontiert.\nbsp{}
Der Flachsbauer hat dem Spinner auf einen Wechsel verkauft,
der Spinner dem Weber, ditto der Maschinenfabrikant dem Weber, ditto der
Eisen- und Holzfabrikant dem Maschinenfabrikant, ditto der Kohlenproduzent
dem Spinner, Weber, Maschinenfabrikant, Eisen- und Holzproduzent.\nbsp{}
Au\ss{}erdem
haben Eisen-, Kohlen, Holz-, Flachsmann sich einander mit Wechsel bezahlt.\nbsp{}
Zahlt nun der Kaufmann nicht, so kann der Weber\hyperlink{mia.mew26.2p512_fn2}{\textsuperscript{96}} seinen Wechsel dem Bankier
nicht zahlen.\par\endgroup{}

\begingroup{}Der Flachsbauer hat auf den Spinner gezogen, Maschinenfabrikant auf
Weber und Spinner.\nbsp{}
Spinner kann nicht zahlen, weil Weber nicht zahlen [kann],
beide zahlen dem Maschinenfabrikanten nicht, dieser dem Eisen-, Holz-,
Kohlenmann nicht.\nbsp{}
Und alle diese wieder, die den Wert ihrer Ware nicht
realisieren, k\"onnen den Teil nicht ersetzen, der das capital constant
ersetzt.\nbsp{}
So entsteht allgemeine Krise.\nbsp{}
Es ist dies durchaus nichts als
die beim Geld als Zahlungsmittel entwickelte \emph{M\"oglichkeit der Krise},
aber wir sehn hier, in der kapitalistischen Produktion, schon einen Zusammenhang
der wechselseitigen Schuldforderungen und Obligationen, der K\"aufe
und Verk\"aufe, wo die M\"oglichkeit sich zur Wirklichkeit entwickeln
kann.\par\endgroup{}

\begingroup{}\emph{Unter allen Umst\"anden:} Wenn Kauf und Verkauf sich nicht
gegeneinander festsetzen und daher nicht gewaltsam ausgeglichen werden
m\"ussen -- anderseits, wenn das Geld als Zahlungsmittel so funktioniert,
da\ss{} die Forderungen sich aufheben, also nicht der in Geld ais Zahlungsmittei
an sich vorhandne Widerspruch sich verwirklicht --, diese beiden abstrakten
Formen der Krise also nicht realiter als solche erscheinen, existiert keine
Krise.\nbsp{}
Es kann keine Krise existieren, ohne da\ss{} Kauf und Verkauf
sich voneinander trennen und in Widerspruch treten oder da\ss{} die im
Geld als Zahlungsmittel enthaltnen Widerspr\"uche erscheinen, ohne da\ss{}
also die Krise zugleich in der einfachen Form -- dem Widerspruch von Kauf
und Verkauf, dem Widerspruch des Gelds als Zahlungsmittel -- hervortritt.\nbsp{}
Aber dies sind auch blo\ss{}e \emph{Formen} -- allgemeine M\"oglichkeiten
der Krisen, daher auch Formen,
abstrakte Formen der wirklichen Krise.\nbsp{}
In ihnen erscheint das Dasein
der Krise als in ihren einfachsten Formen und insofern in ihrem einfachsten
Inhalt, als diese Form selbst ihr einfachster Inhalt ist.\nbsp{}
Aber es ist noch
kein \emph{begr\"undeter} Inhalt.\nbsp{}
Die einfache Geldzirkulation und selbst
die Zirkulation des Gelds als Zahlungsmittel -- und beide kommen lange \emph{vor}
der kapitalistischen Produktion vor, ohne da\ss{} Krisen vork\"amen
-- sind m\"oglich und wirklich ohne Krisen.\nbsp{}
Warum also diese Formen ihre
kritische Seite herauskehren, warum der in ihnen potentia enthaltne Widerspruch
actu als solcher erscheint, ist aus diesen Formen allein nicht zu erkl\"aren.\par\endgroup{}

\begingroup{}Daher sieht man die enorme Fadaise der \"Okonomen, die, nachdem sie
das Ph\"anomen der \"Uberproduktion und der Krisen nicht mehr wegr\"asonieren
konnten, sich damit beruhigen, da\ss{} in jenen Formen die M\"oglichkeit
gegeben, da\ss{} \emph{Krisen} eintreten, es also \emph{zuf\"allig}
ist, da\ss{} sie nicht eintreten und damit ihr Eintreten selbst als blo\ss{}er
\emph{Zufall} erscheint.\par\endgroup{}

\begingroup{}Die in der Warenzirkulation, weiter in der Geldzirkulation entwickelten
Widerspr\"uche -- damit M\"oglichkeiten der Krise -- reproduzieren
sich von selbst im Kapital, indem in der Tat nur auf Grundlage des Kapitals
entwickelte Warenzirkulation und Geldzirkulation stattfindet.\par\endgroup{}

\begingroup{}Es handelt sich aber nun [darum], die weitere Entwicklung der potentia
Krisis -- die reale Krisis kann nur aus der realen Bewegung der kapitalistischen
Produktion, Konkurrenz und Kredit, dargestellt werden -- zu verfolgen, soweit
sie aus den Formbestimmungen des Kapitals hervorgeht, die ihm als Kapital
\emph{eigent\"umlich} und nicht in seinem blo\ss{}en Dasein als Ware
und Geld eingeschlossen sind.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)716\(\vert{}\) Der blo\ss{}e \emph{Produktionsproze\ss{}} (unmittelbare)
des Kapitals kann an sich hier nichts Neues zuf\"ugen.\nbsp{}
Damit er \"uberhaupt
existiert, sind seine Bedingungen unterstellt.\nbsp{}
Daher in dem ersten Abschnitt
\"uber das Kapital -- den \emph{unmittelbaren} Produktionsproze\ss{}
-- kein neues Element der Krise hinzuk\"ommt.\nbsp{}
\emph{An sich} ist es in
ihm enthalten, weil der Produktionsproze\ss{} Aneignung und daher Produktion
von Mehrwert.\nbsp{}
Aber in dem Produktionsproze\ss{} selbst kann dies nicht
erscheinen, weil in ihm nicht die Rede von der \emph{Realisierung} des
nicht nur reproduzierten Werts, sondern Mehrwerts.\par\endgroup{}

\begingroup{}Hervortreten kann die Sache erst im \emph{Zirkulationsproze\ss{}},
der an und f\"ur sich zugleich \emph{Reproduktionsproze\ss{}}.\par\endgroup{}

\begingroup{}Es ist hier ferner zu bemerken, da\ss{} wir den Zirkulationsproze\ss{}
oder Reproduktionsproze\ss{} darstellen m\"ussen, \emph{bevor} wir
das fertige Kapital -- \emph{Kapital und Profit} -- dargestellt haben, da
wir darzustellen haben, nicht nur wie das Kapital produziert, sondern wie
das Kapital produziert wird.\nbsp{}
Die wirkliche Bewegung aber geht aus von dem
vorhandnen Kapital -- die
wirkliche Bewegung hei\ss{}t die auf Grundlage der entwickelten,
von sich selbst beginnenden, sich selbst voraussetzenden kapitalistischen
Produktion.\nbsp{}
Der Reproduktionsproze\ss{} und die in ihm weiter entwickelten
Anlagen der Krisen werden daher unter dieser Rubrik selbst nur unvollst\"andig
dargestellt und bed\"urfen ihrer Erg\"anzung in dem Kapitel \glqq{}\emph{Kapital
und Profit}\grqq{}.\hyperlink{mia.mew26.2p514_an90}{\textsuperscript{97}}\par\endgroup{}

\begingroup{}Der Gesamt-Zirkulationsproze\ss{} oder der Gesamt-Reproduktionsproze\ss{}
des Kapitals ist die Einheit seiner Produktionsphase und seiner Zirkulationsphase,
ein Proze\ss{}, der durch die beiden Prozesse als seine Phasen verl\"auft.\nbsp{}
Darin liegt eine weiter entwickelte M\"oglichkeit oder abstrakte Form
der Krise.\nbsp{}
Die \"Okonomen, die die Krise wegleugnen, halten daher nur
an der Einheit dieser beiden Phasen fest.\nbsp{}
W\"aren sie nur getrennt,
ohne eins zu sein, so w\"are grade keine gewaltsame Herstellung ihrer
Einheit m\"oglich, keine Krise.\nbsp{}
W\"aren sie nur eins, ohne getrennt
zu sein, so w\"are keine gewaltsame T rennung m\"oglich, was wieder
die Krise ist.\nbsp{}
Sie ist die gewaltsame Herstellung der Einheit zwischen
verselbst\"andigten und die gewaltsame Verselbst\"andigung von Momenten,
die wesentlich eins sind.\nbsp{}
\(\Vert{}\)716\(\vert{}\)\par\endgroup{}




\section{[11. \"Uber die Formen der Krise]}



\begingroup{}\(\Vert{}\)770a\(\vert{}\) Zu p. 716.\par\endgroup{}

\begingroup{}Also:\par\endgroup{}

\begingroup{}1. Die allgemeine \emph{M\"oglichkeit} der Krisen in dem Proze\ss{}
der \emph{Metamorphose des Kapitals} selbst gegeben und zwar doppelt, soweit
das Geld als \emph{Zirkulationsmittel} fungiert -- Auseinanderfallen \emph{von
Kauf und Verkauf}.\nbsp{}
Soweit es als \emph{Zahlungsmittel} fungiert, wo
es in zwei verschiedenen Momenten wirkt, als \emph{Ma\ss{} der Werte}
und als \emph{Realisierung des Werts}.\nbsp{}
Diese beiden Momente fallen auseinander.\nbsp{}
Hat der Wert changiert \emph{in dem Intervalle}, ist die Ware im Moment
ihres Verkaufs nicht \emph{wert}, was sie \emph{wert} war im Moment, wo
das Geld als Ma\ss{} der Werte und daher der gegenseitigen Obligationen
funktionierte, kann aus dem \emph{Erl\"os der Ware} die Obligation nicht
erf\"ullt werden und daher die ganze Reihe der Transaktionen nicht saldiert
werden, die r\"uckg\"angig von dieser einen abh\"angen.\nbsp{}
Kann die
Ware auch nur in \emph{einem be