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\begin{document}

\frenchspacing{}




























\setcounter{chapter}{3}

\chapter[Produktive und unproduktive Arbeit]{Theorien
\"uber produktive und unproduktive Arbeit{\textsuperscript{1}}}



\begingroup{}Wie wir A. Smith bisher in
allem zwieschl\"achtig gefunden haben, so in der
Bestimmung dessen, was er \emph{produktive Arbeit} im
Unterschied zu \emph{unproduktiver Arbeit} nennt.\nbsp{} Wir
finden durcheinanderlaufend bei ihm zwei Bestimmungen von
dem, was er produktive Arbeit nennt, und wollen zuerst die
erste, richtige Bestimmung betrachten.\par\endgroup{}

\section{[1.\nbsp{} Produktive Arbeit im Sinn der
kapitalistischen Produktion ist die Lohnarbeit, die Mehrwert
produziert]}

\begingroup{}Produktive Arbeit im Sinn der kapitalistischen
Produktion\hyperlink{mia.mew26.1p122_miafn1}{\textsuperscript{2}} ist die Lohnarbeit, die im
Austausch gegen den variablen Teil des Kapitals (den in
Salair ausgelegten Teil des Kapitals) nicht nur diesen Teil
des Kapitals reproduziert (oder den Wert ihres eignen
Arbeitsverm\"ogens), sondern au\ss{}erdem Mehrwert
f\"ur den Kapitalisten produziert.\nbsp{} Nur dadurch wird
Ware oder Geld in Kapital verwandelt, als Kapital
produziert.\nbsp{} Nur die Lohnarbeit ist produktiv, die
Kapital produziert.\nbsp{} (Dies ist dasselbe, da\ss{} sie
die in ihr ausgelegte Wertsumme vergr\"o\ss{}ert
reproduziert oder mehr Arbeit zur\"uckgibt, als sie
erh\"alt in der Form des Salairs.\nbsp{} Also nur das
Arbeitsverm\"ogen, dessen Verwertung gr\"o\ss{}er ist als
sein Wert.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Die mere existence\hyperlink{mia.mew26.1p122_fn1}{\textsuperscript{3}} einer Kapitalistenklasse, also
des Kapitals, beruht auf der Produktivit\"at der Arbeit,
aber nicht auf ihrer absoluten, sondern auf ihrer relativen
Produktivit\"at.\nbsp{} Z.B.: W\"are ein Arbeitstag nur
hinreichend, um den Arbeiter am Leben zu erhalten, d.h. sein
Arbeitsverm\"ogen zu reproduzieren, \(\Vert{}\)301\(\vert{}\) so
w\"are, absolut gesprochen, die Arbeit produktiv, weil
sie reproduktiv w\"are, d.h. die von ihr konsumierten
Werte (gleich dem Wert
ihres eignen Arbeitsverm\"ogens) stets ersetzte.\nbsp{}
Allein, sie w\"are nicht produktiv im kapitalistischen
Sinn, weil sie keinen Mehrwert produzierte.\nbsp{} (Sie
produzierte in der Tat keinen neuen Wert, sondern ersetzte
nur den alten; sie h\"atte ihn, den Wert, in der einen
Form konsumiert, um ihn in der andren zu
reproduzieren.\nbsp{} Und in diesem Sinn ist gesagt worden,
da\ss{} ein Arbeiter produktiv ist, dessen Produktion
gleich seiner eignen Konsumtion, und da\ss{} ein Arbeiter
unproduktiv ist, der mehr konsumiert, als er
reproduziert.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Diese Produktivit\"at beruht auf der relativen
Produktivit\"at, da\ss{} der Arbeiter nicht nur einen
alten Wert ersetzt, sondern einen neuen schafft; da\ss{}
er mehr Arbeitszeit vergegenst\"andlicht in seinem
Produkt, als in dem Produkt vergegenst\"andlicht ist, das
ihn als Arbeiter am Leben erh\"alt.\nbsp{} Auf dieser Art
produktiver Lohnarbeit beruht das Kapital, seine
Existenz.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\{\)Aber gesetzt, es existiere
kein Kapital, sondern der Arbeiter eignete sich selbst seine
Surplusarbeit an, den \"Uberschu\ss{} der Werte, die er
geschaffen, \"uber den \"Uberschu\ss{} der Werte,
die er konsumiert.\nbsp{} So w\"are nur von dieser Arbeit
zu sagen, da\ss{} sie wahrhaft produktiv ist, d.h. neue
Werte schafft.\(\}\)\par\endgroup{}



\section{[2.\nbsp{} Physiokraten und Merkantilisten \"uber
produktive Arbeit]}

\begingroup{}Diese Auffassung der produktiven Arbeit folgt von
selbst aus A. Smiths Auffassung vom Ursprung des Mehrwerts,
also vom Wesen des Kapitals.\nbsp{} Soweit er diese
Auffassung geltend macht, folgt er der einen bei den
Physiokraten und selbst Merkantilisten eingeschlagnen
Richtung, sie nur von falscher Vorstellungsweise befreiend,
also ihren innren Kern herausarbeitend.\nbsp{} Die
Physiokraten, in ihrer falschen Auffassung, da\ss{} nur
die Agrikulturarbeit produktiv sei, machten die richtige
Ansicht geltend, da\ss{} nur die Arbeit, vom
kapitalistischen Standpunkt aus, produktiv ist, die einen
Mehrwert schafft, und zwar nicht f\"ur sich selbst,
sondern f\"ur den Eigent\"umer der
Produktionsbedingungen, die ein produit net\hyperlink{mia.mew26.1p123_fn1}{\textsuperscript{4}} nicht
f\"ur sich selbst, sondern f\"ur den
Grundeigent\"umer schafft.\nbsp{} Denn die surplus value\hyperlink{mia.mew26.1p123_fn2}{\textsuperscript{5}} oder
Surplusarbeitszeit ist vergegenst\"andlicht in einem
surplus produce\hyperlink{mia.mew26.1p123_fn3}{\textsuperscript{6}} oder produit net.\nbsp{} (Sie
fassen dies wieder falsch; weil mehr Weizen z.B.
\"ubrigbleibt, als Arbeiter und P\"achter aufessen;
aber es bleibt auch mehr Tuch \"ubrig als das, was
Tuchmacher (Arbeiter und master) zu ihrer eignen Bekleidung
bed\"urfen.)\nbsp{} Die surplus value wird selbst falsch
aufgefa\ss{}t, weil sie falsche Vorstellung von der value haben und
sie auf den Gebrauchswert der Arbeit, nicht auf Arbeitszeit,
gesellschaftliche, qualit\"atslose Arbeit
reduzieren.\nbsp{} Nichtsdestoweniger bleibt die richtige
Bestimmung, da\ss{} die Lohnarbeit nur produktiv ist, die
mehr Wert schafft, als sie kostet.\nbsp{} A. Smith befreit
dies von der falschen Vorstellung, die bei den Physiokraten
damit verbunden ist.\par\endgroup{}

\begingroup{}Gehn wir von den Physiokraten auf die
Merkantilisten zur\"uck.\nbsp{} Auch hier ist eine Seite,
die, wenn auch ihnen bewu\ss{}tlos, dieselbe Ansicht von
der produktiven Arbeit enth\"alt.\nbsp{} Ihnen lag die
Vorstellung zugrunde, da\ss{} die Arbeit nur produktiv in
den Produktionszweigen, deren Produkte, nach dem Ausland
geschickt, mehr Geld zur\"uckbringen, als sie gekostet
haben (oder als f\"ur sie ausgef\"uhrt werden
mu\ss{}te), die also ein Land bef\"ahigten, in
besondrem Grad an den Produkten der neuer\"offneten Gold-
und Silberminen zu partizipieren.\nbsp{} Sie sahen, da\ss{}
in diesen L\"andern rasches Wachstum des Reichtums und
der Mittelklasse stattfand.\nbsp{} Worauf beruhte in der Tat
dieser Einflu\ss{} des Goldes?\nbsp{} Der Arbeitslohn stieg
nicht im Verh\"altnis wie die Warenpreise; der
Arbeitslohn sank also, und damit vermehrte sich die relative
Surplusarbeit, stieg die Rate des Profits, nicht weil der
Arbeiter produktiver geworden, sondern weil der absolute
Arbeitslohn (d.h. die Summe der Lebensmittel, die der
Arbeiter erh\"alt) herabgedr\"uckt wurde, mit einem
Wort, die Lage der Arbeiter sich verschlechterte.\nbsp{} Die
Arbeit wurde also in diesen L\"andern in der Tat
produktiver f\"ur ihre Anwender.\nbsp{} Dies fact hing mit
dem influx\hyperlink{mia.mew26.1p124_fn1}{\textsuperscript{7}} der edlen
Metalle zusammen; und es war dies ein wenn auch nur dunkel
geahntes Motiv, weshalb die Merkantilisten die in solchen
Produktionszweigen angewandte Arbeit f\"ur allein
produktiv erkl\"arten.\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\(\Vert{}\)302\(\vert{}\) \glqq{}Das auffallende Wachstum
[der Bev\"olkerung], das in den 50 oder 60
letzten Jahren fast in ganz Europa stattfand, hat vielleicht
seinen Hauptgrund in der angewachsenen Produktivit\"at
der amerikanischen Minen.\nbsp{} Ein vermehrter
\"Uberflu\ss{} der Edelmetalle\grqq{} \(\{\)of course\hyperlink{mia.mew26.1p124_fn2}{\textsuperscript{8}} infolge des
Sinkens ihres realen Werts\(\}\) \glqq{}hebt den Preis der
Waren in gr\"o\ss{}rem Verh\"altnis als den Preis
der Arbeit; das dr\"uckt die Lage des Arbeiters herab und
vermehrt zugleich die Profite seines Anwenders, der so mehr
zirkulierendes Kapital zum Mieten von Arbeitern anwendet,
und dies bef\"ordert das Wachstum der Bev\"olkerung
\Dots{} Malthus bemerkt, da\ss{} \glq{}die
Entdeckung der Minen von Amerika, w\"ahrend sie den Preis
des Korns 3--4mal, den der Arbeit nur 2mal
hob~\dots{}\grq{}\nbsp{} Der Preis der Waren f\"ur
den Konsum im Inland (z.B. Korn) steigt nicht unmittelbar
infolge eines Einstr\"omens von Geld, aber da die
Profitrate in der Agrikultur gegen die der Industrie
f\"allt, wird Kapital von der erstern der letztern
zugewandt:\nbsp{} So wirft jedes Kapital einen h\"oheren
Profit ab als fr\"uher, und ein Ansteigen der Profite ist
immer gleich einem Fallen der L\"ohne.\grqq{} (\emph{John Barton,
\glqq{}Observations on the circumstances which influence the
condition of the labouring classes of society\grqq{}, London
1817}, p. 29 sqq.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Also erstens h\"atte sich nach Barton in der
2ten H\"alfte des 18ten Jahrhunderts dasselbe
Ph\"anomen wiederholt, das seit dem letzten
1/3 des 16. Jahrhunderts und im 17.
dem Merkantilsystem den Ansto\ss{} gab.\nbsp{} Zweitens, da
nur die exportierten
Waren in Gold und Silber nach seinem gesunknen Wert sich
messen, w\"ahrend die f\"ur home consumption\hyperlink{mia.mew26.1p125_fn1}{\textsuperscript{9}} noch
fortfahren, in Gold und Silber nach seinem alten Wert
gemessen zu werden (bis die Konkurrenz unter den
Kapitalisten dies Messen in 2 verschiednen Ma\ss{}en
aufhebt), so erscheint die Arbeit in den ersten
Produktionszweigen als unmittelbar produktiv, d.h. Mehrwert
schaffend, dadurch, da\ss{} sie den Arbeitslohn unter sein
altes Niveau herabdr\"uckt.\par\endgroup{}



\section{[3.\nbsp{} Zwieschl\"achtigkeit in der Smithschen
Auffassung der produktiven Arbeit]}

\subsection{[a)\nbsp{} Erkl\"arung der produktiven Arbeit als
Arbeit, die sich gegen Kapital austauscht]}

\begingroup{}Die zweite, verkehrte Ansicht, die Smith von
produktiver Arbeit entwickelt, ist so verflochten mit der
richtigen, da\ss{} sie sich in demselben Passus Schlag auf
Schlag einander folgen.\nbsp{} Wir m\"ussen daher zur
Illustration der ersten Ansicht die Zitate st\"uckweis
auseinanderrei\ss{}en.\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}(\emph{b. II, ch. III}
-- vol. II,
ed. McCulloch --, p. 93 sq.)\nbsp{} \glqq{}Es gibt eine
Art von Arbeit, die den Wert des Gegenstands, auf den sie
verwendet wird, erh\"oht; es gibt eine andere, die keine
solche Wirkung hat.\nbsp{} Die erstere kann, da \emph{sie einen
Wert produziert, als produktive}, die letztere \emph{als
unproduktive Arbeit} bezeichnet werden.\nbsp{} So
\emph{f\"ugt} die Arbeit eines Manufakturarbeiters in der
Regel dem Wert des von ihm verarbeiteten Materials noch den
Wert \emph{seines eigenen Unterhalts und den Profit seines
Herrn hinzu}.\nbsp{} Dagegen f\"ugt die Arbeit eines
Dienstboten keinen Wert hinzu.\nbsp{} Obwohl der
Manufakturarbeiter seinen Lohn von seinem Herrn
\emph{vorgeschossen} erh\"alt, \emph{kostet} er \emph{ihm in
Wirklichkeit nichts}, da der Wert dieses Lohns
gew\"ohnlich \emph{zusammen mit einem Profit} durch den
erh\"ohten Wert des Gegenstands, auf den er seine Arbeit
verwendet hat, zur\"uckerstattet wird.\nbsp{} Aber der
Unterhalt eines Dienstboten wird nie
zur\"uckerstattet.\nbsp{} Ein Mann \emph{wird reich} durch
die Besch\"aftigung einer Vielzahl von Manufakturisten;
er wird arm durch den Unterhalt einer Vielzahl von
Dienstboten.\grqq{}\par\endgroup{}

\begingroup{}In dieser Stelle --
und in ihrem Fortgang, der sp\"ater zu zitieren, laufen
die widersprechenden Bestimmungen noch mehr zusammen --
ist haupts\"achlich, \'eminement\hyperlink{mia.mew26.1p126_fn1}{\textsuperscript{10}} unter
productive labour\hyperlink{mia.mew26.1p126_fn2}{\textsuperscript{11}} die verstanden, die einen
Mehrwert -- \glqq{}its master's profit\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p126_fn3}{\textsuperscript{12}} --
produziert, au\ss{}er der Reproduktion of the value
\glqq{}of his\grqq{} (the labourer's) \glqq{}own
maintenance\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p126_fn4}{\textsuperscript{13}}.\nbsp{} Auch k\"onnte der
manufacturer nicht grow \emph{rich} \glqq{}by employing a
multitude of manufacturers\grqq{} (working men)\hyperlink{mia.mew26.1p126_fn5}{\textsuperscript{14}}, wenn diese
au\ss{}er der value, die ihre eigne maintenance kostet,
nicht auch eine surplus value hinzuf\"ugten.\par\endgroup{}

\begingroup{}Zweitens aber versteht A. Smith hier unter productive
labour eine solche, die \"uberhaupt \glqq{}produces a
value\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p126_fn6}{\textsuperscript{15}}.\nbsp{} Diese
\(\Vert{}\)303\(\vert{}\)
letztre Erkl\"arung einstweilen au\ss{}er acht lassend,
wollen wir zun\"achst andre Stellen zitieren, worin die
erste Ansicht teils wiederholt, teils sch\"arfer
formuliert, namentlich aber auch weiterentwickelt
wird.\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Wenn die Menge an
Lebensmitteln und Kleidung, die~\dots{} von den
unproduktiven konsumiert wurden, unter die produktiven
Arbeiter verteilt worden w\"are, h\"atten sie den
vollen Wert ihres Konsums \emph{zusammen mit einem Profit}
reproduziert.\grqq{} (l.c. p. 109; l. II, ch. III.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Hier ganz ausdr\"ucklich productive labourer\hyperlink{mia.mew26.1p126_fn7}{\textsuperscript{16}} der, der dem
Kapitalisten nicht nur die full value\hyperlink{mia.mew26.1p126_fn8}{\textsuperscript{17}} der im
Salair enthaltnen Lebensmittel reproduziert, sondern sie ihm
reproduziert \glqq{}with a profit\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p126_fn9}{\textsuperscript{18}}.\par\endgroup{}

\begingroup{}Nur die Arbeit, die Kapital produziert, ist
produktive Arbeit.\nbsp{} Kapital aber wird Ware oder Geld
dadurch, da\ss{} sie direkt gegen Arbeitsverm\"ogen
ausgetauscht wird und nur ausgetauscht wird, um durch mehr
Arbeit, als in ihr selbst enthalten ist, ersetzt zu
werden.\nbsp{} Denn der Gebrauchswert des
Arbeitsverm\"ogens besteht f\"ur den Kapitalisten als
solchen nicht in seinem\hyperlink{mia.mew26.1p126_fn10}{\textsuperscript{19}} \emph{wirklichen} Gebrauchswert,
in der N\"utzlichkeit dieser besondren konkreten Arbeit,
da\ss{} sie Spinnarbeit, Webarbeit usw., sowenig wie ihm
an dem Gebrauchswert des Produkts dieser Arbeit als solchem
liegt, indem das Produkt f\"ur ihn Ware (und zwar vor
ihrer ersten Metamorphose), nicht Konsumtionsartikel
ist.\nbsp{} Was ihn an der Ware interessiert, ist, da\ss{}
sie mehr Tauschwert besitzt, als er f\"ur sie zahlte, und
so ist der Gebrauchswert der Arbeit f\"ur ihn, da\ss{}
er ein gr\"o\ss{}res Quantum Arbeitszeit
zur\"uckerh\"alt, als er in der Form des Salairs
gezahlt hat.\nbsp{} Unter diese produktiven Arbeiter
geh\"oren nat\"urlich alle, die zur Produktion der
Ware d'une mani\`ere ou d'une autre\hyperlink{mia.mew26.1p126_fn11}{\textsuperscript{20}} mitarbeiten, vom
eigentlichen Handarbeiter bis zum manager, engineer (als
unterschieden vom Kapitalisten).\nbsp{} Und so z\"ahlt
auch der letzte englische offizielle Report \"uber die
factories \emph{\glqq{}ausdr\"ucklich\grqq{}} alle in der
Fabrik und den zugeh\"origen Comptoirs angewandten
Personen, mit Ausnahme der Fabrikanten selbst, unter der
Kategorie der besch\"aftigten Lohnarbeiter auf.\nbsp{}
(Sieh vor Schlu\ss{} dieser Schei\ss{}e die Worte des
report.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Die produktive Arbeit wird hier bestimmt vom
Standpunkt der kapitalistischen Produktion aus, und A. Smith
hat die Sache selbst begrifflich ersch\"opft, den Nagel
auf den Kopf getroffen -- es ist dies eines seiner
gr\"o\ss{}ten wissenschaftlichen Verdienste (es bleibt,
wie Malthus richtig bemerkt hat\hyperlink{mia.mew26.1p127_an58}{\textsuperscript{21}}, die Grundlage der ganzen
b\"urgerlichen \"Okonomie, diese kritische
Unterscheidung zwischen produktiver und unproduktiver
Arbeit), da\ss{} er die produktive Arbeit als Arbeit
bestimmt, \emph{die sich unmittelbar mit dem Kapital
austauscht}, d.h. durch Austausch, womit die
Produktionsbedingungen der Arbeit und Wert \"uberhaupt,
Geld oder Ware, sich erst in Kapital verwandeln (und die
Arbeit in Lohnarbeit im wissenschaftlichen Sinn).\par\endgroup{}

\begingroup{}Damit ist auch absolut festgesetzt, was
\emph{unproduktive Arbeit} ist.\nbsp{} Es ist Arbeit, die
sich nicht gegen Kapital, sondern \emph{unmittelbar} gegen
Revenue austauscht, also gegen Salair oder Profit
(nat\"urlich auch gegen die verschiednen Rubriken, die
als copartners\hyperlink{mia.mew26.1p127_fn1}{\textsuperscript{22}} am Profit des Kapitalisten
partizipieren, wie Zins und Renten).\nbsp{} Wo alle Arbeit
teilweis sich noch selbst bezahlt (wie die Agrikulturarbeit
des Fronbauern z.B.), teilweis sich direkt gegen die Revenue
austauscht (wie die Manufakturarbeit der St\"adte in
Asien), existiert kein Kapital und keine Lohnarbeit im Sinne
der b\"urgerlichen \"Okonomie.\nbsp{} Diese
Bestimmungen sind also nicht genommen aus der stofflichen Bestimmung
der Arbeit (weder der Natur ihres Produkts noch der
Bestimmtheit der Arbeit als konkreter Arbeit), sondern aus
der bestimmten gesellschaftlichen Form, den
gesellschaftlichen Produktionsverh\"altnissen, worin sie
sich verwirklicht.\nbsp{} Ein Schauspieler z.B., selbst ein
Clown, ist hiernach ein produktiver Arbeiter, wenn er im
Dienst eines Kapitalisten arbeitet (des entrepreneur\hyperlink{mia.mew26.1p127_fn2}{\textsuperscript{23}}), dem er
mehr Arbeit zur\"uckgibt, als er in der Form des Salairs
von ihm erh\"alt, w\"ahrend ein Flickschneider, der zu
dem Kapitalisten ins Haus kommt und ihm seine Hosen flickt,
ihm einen blo\ss{}en Gebrauchswert schafft, ein
unproduktiver Arbeiter ist.\nbsp{} Die Arbeit des erstren
tauscht sich gegen Kapital aus, die des zweiten gegen
Revenue.\nbsp{} Die erstre schafft einen Mehrwert; in der
zweiten verzehrt sich eine Revenue.\par\endgroup{}

\begingroup{}Produktive und unproduktive
Arbeit hier immer vom \emph{Standpunkt} des Geldbesitzers,
des Kapitalisten aus, nicht des \emph{Arbeiters}, und daher
der Bl\"odsinn bei Ganilh etc., die so wenig die Sache
verstehn, da\ss{} sie fragen, ob Arbeit oder Dienst oder
Funktion der Hure, Lakai etc. Geld einbringt. \(\vert{}\)303\(\Vert{}\)\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)304\(\vert{}\) Ein
Schriftsteller ist
ein produktiver Arbeiter, nicht insofern er Ideen
produziert, sondern insofern er den Buchh\"andler
bereichert, der den Verlag seiner Schriften betreibt, oder
sofern er der Lohnarbeiter eines Kapitalisten ist.\par\endgroup{}

\begingroup{}Der Gebrauchswert der Ware, worin sich die
Arbeit eines produktiven Arbeiters verk\"orpert, mag von
der futilsten\hyperlink{mia.mew26.1p128_fn1}{\textsuperscript{24}} Art sein.\nbsp{} Diese stoffliche
Bestimmung h\"angt mit dieser ihrer Eigenschaft gar nicht
zusammen, die vielmehr nur ein bestimmtes gesellschaftliches
Produktionsverh\"altnis ausdr\"uckt.\nbsp{} Es ist eine
Bestimmung der Arbeit, die nicht aus ihrem Inhalt oder ihrem
Resultat, sondern aus ihrer bestimmten gesellschaftlichen
Form stammt.\par\endgroup{}

\begingroup{}Andrerseits, vorausgesetzt, da\ss{} das Kapital sich
der ganzen Produktion bem\"achtigt hat -- da\ss{}
also \emph{Ware} (zu unterscheiden von blo\ss{}em
Gebrauchswert) nicht mehr produziert wird von irgendeinem
Arbeiter, der die Produktionsbedingungen zur Produktion
dieser Ware selbst besitzt --, da\ss{} also nur noch
der Kapitalist Produzent von \emph{Waren} ist (die einzige
Ware, das Arbeitsverm\"ogen, ausgenommen), so mu\ss{}
sich die Revenue austauschen \emph{aut} gegen Waren, die das
Kapital allein produziert und verkauft, \emph{aut}\hyperlink{mia.mew26.1p128_fn2}{\textsuperscript{25}} gegen
Arbeiten, die ebenso wie jene Waren gekauft werden, um
konsumiert zu werden, also blo\ss{} ihrer stofflichen
Bestimmtheit, ihres Gebrauchswerts halber, der
\emph{Dienste} halber,die sie in ihrer stoff lichen
Bestimmtheit ihrem K\"aufer und Konsumenten
leisten.\nbsp{} F\"ur den Produzenten dieser Dienste sind
diese Dienstleistungen Waren.\nbsp{} Sie haben einen
bestimmten Gebrauchswert (eingebildeten oder wirklichen) und
einen bestimmten Tauschwert.\nbsp{} F\"ur den K\"aufer
aber sind diese Dienste blo\ss{}e Gebrauchswerte,
Gegenst\"ande, worin \(\Vert{}\)305\(\vert{}\) er seine
Revenue konsumiert.\nbsp{} Diese unproduktiven Arbeiter
erhalten ihren Anteil an der Revenue (den Salairen und
Profiten) nicht umsonst, ihre copartnership\hyperlink{mia.mew26.1p128_fn3}{\textsuperscript{26}} an den von
der produktiven Arbeit produzierten Waren; sie m\"ussen
ihren share\hyperlink{mia.mew26.1p128_fn4}{\textsuperscript{27}} an denselben
kaufen; aber sie haben mit der Produktion derselben nichts
zu tun.\par\endgroup{}

\begingroup{}Es ist aber unter allen Umst\"anden klar: Je
mehr von der Revenue (Salair und Profit) in den von dem
Kapital produzierten Waren verausgabt wird, desto weniger
davon kann in den Dienstleistungen der unproduktiven
Arbeiter verausgabt werden, und umgekehrt.\par\endgroup{}

\begingroup{}Die stoffliche
Bestimmtheit der Arbeit und daher ihres Produkts hat an und
f\"ur sich nichts mit dieser Unterscheidung zwischen
produktiver und unproduktiver Arbeit zu tun.\nbsp{} Z.B. die
K\"oche und waiters\hyperlink{mia.mew26.1p129_fn1}{\textsuperscript{28}} in einem \"offentlichen Hotel
sind produktive Arbeiter, sofern ihre Arbeit sich in Kapital
f\"ur den Hotelbesitzer verwandelt.\nbsp{} Dieselben
Personen sind unproduktive Arbeiter als menial servants\hyperlink{mia.mew26.1p129_fn2}{\textsuperscript{29}}, insofern
ich in ihrem Dienst nicht Kapital mache, sondern Revenue
verausgabe.\nbsp{} In der Tat sind aber auch dieselben
Personen f\"ur mich, den Konsumenten, unproduktive
Arbeiter in dem Hotel.\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Der Teil des
j\"ahrlichen Produkts von Boden und Arbeit \emph{irgendeines
Landes, der ein Kapital ersetzt}, wird \emph{unmittelbar}
nur f\"ur den Unterhalt produktiver Arbeiter
angewendet.\nbsp{} Er \emph{zahlt} nur \emph{die L\"ohne der
produktiven Arbeit}.\nbsp{} Der Teil, der
\emph{unmittelbar} f\"ur die Bildung einer Revenue
bestimmt ist, sei es als Profit oder als Rente, kann in
gleicher Weise sowohl zum Unterhalt produktiver als auch
unproduktiver Arbeiter dienen.\grqq{} (l.c. p. 98.)\nbsp{}
\glqq{}Welchen Teil seines Fonds jemand auch als Kapital
anlegen mag, er erwartet immer, da\ss{} er ihm mit einem
Profit wieder ersetzt werde.\nbsp{} Er verwendet ihn deshalb
ausschlie\ss{}lich f\"ur den Unterhalt \emph{produktiver
Arbeiter;} und nachdem er ihm in der Funktion als Kapital
gedient hat, bildet er f\"ur diese letzteren eine
Revenue.\nbsp{} Sobald er einen Teil davon \emph{zum Unterhalt
unproduktiver Arbeiter} irgendeiner Art verwendet, ist
vom gleichen Augenblick an seinem Kapital dieser Teil
entzogen und in seinen Fonds \"ubergegangen, der der
unmittelbaren Konsumtion vorbehalten ist.\grqq{}
(l.c.)\par\endgroup{}

\begingroup{}In demselben Umfang, wie sich das Kapital der
ganzen Produktion bem\"achtigt, also die h\"ausliche
und kleine, kurz, auf den Selbstverzehr
[gerichtete], nicht Waren produzierende Form der
Industrie verschwindet, ist es klar, da\ss{} die
unproduktiven Arbeiter, die, deren Dienste direkt gegen
Revenue ausgetauscht werden, zum gr\"o\ss{}ten Teil nur
noch \emph{pers\"onliche} Dienste verrichten werden, und
nur der geringste Teil derselben (wie Koch, N\"ahterin,
Flickschneider usw.) sachliche Gebrauchswerte produzieren
werden.\nbsp{} Da\ss{} sie keine \emph{Waren} produzieren,
liegt in der Natur der Sache.\nbsp{} Denn die Ware als solche
ist nie unmittelbar Gegenstand des Konsums, sondern
Tr\"ager des Tauschwerts.\nbsp{} Ein nur ganz
unbedeutender Teil dieser unproduktiven Arbeiter kann daher
bei entwickelter kapitalistischer Produktionsweise
unmittelbar an der materiellen Produktion beteiligt
sein.\nbsp{} Nur durch Austausch seiner Dienste gegen die
Revenue nimmt er Anteil an derselben.\nbsp{} Es hindert dies
nicht, wie A. Smith bemerkt, da\ss{} der Wert der Dienste
dieser unproduktiven Arbeiter in derselben (oder analogen)
Weise bestimmt wird und bestimmbar ist wie der der
produktiven Arbeiter.\nbsp{} N\"amlich durch die
Produktionskosten, die die Erhaltung oder Produktion
derselben kostet.\nbsp{} Es kommen hier noch andre Umst\"ande
hinzu, deren Betrachtung nicht hierher
geh\"ort.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)306\(\vert{}\) Das Arbeitsverm\"ogen\hyperlink{mia.mew26.1p130_fn1}{\textsuperscript{30}} des
produktiven Arbeiters ist eine Ware f\"ur ihn
selbst.\nbsp{} So ist das des unproduktiven Arbeiters.\nbsp{}
Aber der produktive Arbeiter produziert Ware f\"ur den
K\"aufer seines Arbeitsverm\"ogens.\nbsp{} Der
unproduktive Arbeiter produziert ihm einen blo\ss{}en
Gebrauchswert, keine Ware, einen eingebildeten oder
wirklichen Gebrauchswert.\nbsp{} Da\ss{} der unproduktive
Arbeiter keine Ware f\"ur seinen K\"aufer produziert,
wohl aber Ware von ihm erh\"alt, ist charakteristisch
f\"ur ihn.\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Die
Arbeit einiger der
angesehensten St\"ande der Gesellschaft ist, ebenso wie
die der Dienstboten, nicht wertbildend \Dots{} So
sind zum Beispiel der Souver\"an mit allen seinen
Justizbeamten und Offizieren, die unter ihm dienen, die
ganze Armee und Flotte unproduktive Arbeiter.\nbsp{} Sie sind
die Diener der Gesellschaft und werden von einem Teil des
j\"ahrlichen Produkts des Flei\ss{}es anderer Leute
erhalten \Dots{} In die gleiche Klasse
geh\"oren~\dots{} Geistliche, Juristen, \"Arzte,
Literaten und Gelehrte aller Art; Schauspieler,
Possenrei\ss{}er, Musiker, Operns\"anger,
Ballett\"anzer usw.\grqq{} (l.c. p. 94, 95.)\par\endgroup{}

\begingroup{}An und f\"ur sich hat, wie gesagt, diese
Unterscheidung zwischen produktiver und unproduktiver Arbeit
nichts zu schaffen weder mit der besondren Spezialit\"at
der Arbeit noch mit dem besondren Gebrauchswert, worin sich
diese Spezialit\"at verk\"orpert.\nbsp{} In dem einen
Fall tauscht sich die Arbeit mit Kapital aus, in dem andren
mit Revenue.\nbsp{} In dem einen Fall verwandelt sich die
Arbeit in Kapital und schafft dem Kapitalisten einen Profit;
in dem andren Fall ist sie eine Ausgabe, einer der Artikel,
worin die Revenue verzehrt wird.\nbsp{} Z.B. der Arbeiter
eines Klaviermachers ist ein produktiver Arbeiter.\nbsp{}
Seine Arbeit ersetzt nicht nur das Salair, das er verzehrt,
sondern in dem Produkt, dem Klavier, der Ware, die der
Klaviermacher verkauft, ist ein Surpluswert \"uber den
Wert des Salairs hinaus enthalten.\nbsp{} Setze dagegen, ich
kaufe alles Material, das zu einem Klavier n\"otig ist
(oder meinetwegen mag es auch der Arbeiter selbst besitzen),
und lasse mir, statt das Klavier im Laden zu kaufen, es in
meinem Hause machen.\nbsp{} Der Klaviermacher ist jetzt
unproduktiver Arbeiter, weil seine Arbeit sich direkt gegen
meine Revenue austauscht.\par\endgroup{}

\subsection{[b)\nbsp{} Erkl\"arung der produktiven Arbeit als
Arbeit, die sich in Ware realisiert]}

\begingroup{}Es ist indes klar, da\ss{} in demselben
Ma\ss{}, wie das Kapital sich die gesamte Produktion
unterwirft -- also alle Ware f\"ur den Handel und
nicht f\"ur den unmittelbaren Konsum produziert wird, und in
diesem Ma\ss{}e entwickelt sich die Produktivit\"at der
Arbeit --, auch mehr und mehr ein stofflicher
Unterschied zwischen den produktiven und unproduktiven
Arbeitern eintreten wird, indem die erstren, geringe
Ausnahmen abgerechnet, ausschlie\ss{}lich \emph{Waren}
produzieren werden, w\"ahrend die letztren, mit geringen
Ausnahmen, nur pers\"onliche Dienstleistungen
verrichten.\nbsp{} Die erste Klasse wird daher den
unmittelbaren, materiellen, aus \emph{Waren} bestehenden
Reichtum produzieren, alle Waren, soweit sie nicht aus dem
Arbeitsverm\"ogen selbst bestehn.\nbsp{} Dies ist einer
der Gesichtspunkte, die den A. Smith bestimmen, au\ss{}er
der ersten und prinzipiell bestimmenden differentia
specifica\hyperlink{mia.mew26.1p131_fn1}{\textsuperscript{31}} andre
hinzuzuf\"ugen.\par\endgroup{}

\begingroup{}So, durch verschiedne Ideenassoziationen durch,
hei\ss{}t es:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Die Arbeit eines
Dienstboten\grqq{} (im Unterschied zu der des manufacturer)
\glqq{}\dots{} \emph{f\"ugt keinen Wert
hinzu}~\dots{} der Unterhalt eines Dienstboten
\emph{wird nie zur\"uckerstattet}.\nbsp{} Ein Mann wird
reich durch die Besch\"aftigung einer Vielzahl von
Manufakturarbeitern; er wird arm durch den Unterhalt einer
Vielzahl von Dienstboten.\nbsp{} Die \emph{Arbeit der letzteren hat}
jedoch \emph{ihren Wert} und verdient ihren Lohn ebenso wie
die der ersteren.\nbsp{} Aber die Arbeit des
Manufakturarbeiters \emph{fixiert und realisiert sich in einem
besonderen Gegenstand oder einer verk\"auflichen Ware,
die wenigstens noch eine Zeitlang fort besteht, nachdem die
Arbeit beendet ist}.\nbsp{} Es wird gewisserma\ss{}en
eine bestimmte Menge Arbeit gesammelt und gespeichert, um
sp\"ater, wenn notwendig, verwendet zu werden.\nbsp{}
Dieser Gegenstand, oder was dasselbe ist, der Preis dieses
Gegenstandes, kann sp\"ater, wenn notwendig, die gleiche
Menge Arbeit in Bewegung setzen, die urspr\"unglich zu
seiner Produktion erforderlich war.\nbsp{} Die Arbeit des
Dienstboten \(\Vert{}\)307\(\vert{}\) dagegen
\emph{fixiert oder realisiert sich nicht in einem besonderen
Gegenstand oder einer verk\"auflichen Ware}.\nbsp{}
Seine \emph{Dienste vergehen gew\"ohnlich im Augenblick
ihrer Leistung} und \emph{hinterlassen selten eine Spur oder
einen Wert}, f\"ur den \emph{sp\"ater} eine gleiche
Menge von Dienstleistungen beschafft werden k\"onnte
\Dots{} Die Arbeit einiger der angesehensten
St\"ande der Gesellschaft ist, ebenso wie die der
Dienstboten, \emph{nicht wertbildend} und \emph{fixiert oder
realisiert sich nicht in einem dauerhaften Gegenstand oder
einer verk\"auflichen Ware.\grqq{}} (l.c. p. 93, 94
\emph{passim}.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Zur Bestimmung des unproduktiven Arbeiters haben
wir hier folgende Bestimmungen, die zugleich die Glieder des
innern Gedankengangs A. Smiths aussprechen:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Sie\grqq{} (die labour des
unproductive labourers\hyperlink{mia.mew26.1p131_fn2}{\textsuperscript{32}}) \glqq{}unproduktiv, nicht
wertbildend\grqq{}, \glqq{}f\"ugt keinen Wert
hinzu\grqq{}, \glqq{}der Unterhalt\grqq{} (of the
unproductive labourer) \glqq{}wird nie
zur\"uckerstattet\grqq{}, \glqq{}sie \emph{fixiert} oder
\emph{realisiert sich nicht in einem besonderen Gegenstand oder
einer verk\"auflichen Ware\grqq{}}.\nbsp{} Vielmehr:
\glqq{}Seine Dienste vergehen gew\"ohnlich im Augenblick
ihrer Leistung und hinterlassen selten eine Spur oder einen
Wert, f\"ur den \emph{sp\"ater} eine gleiche Menge von Dienstleistungen
beschafft werden k\"onnte.\grqq{} Schlie\ss{}lich:
\glqq{}Sie fixiert oder realisiert sich nicht \emph{in einem
dauerhaften Gegenstand} oder \emph{einer verk\"auflichen
Ware.\grqq{}}\par\endgroup{}

\begingroup{}In dieser Auffassung ist das \glqq{}productive
of value\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p132_fn1}{\textsuperscript{33}} oder \glqq{}unproductive of
value\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p132_fn2}{\textsuperscript{34}} in einem
andren Sinn genommen als urspr\"unglich.\nbsp{} Es bezieht
sich nicht mehr auf Produktion eines Mehrwerts, welche an
und f\"ur sich Reproduktion eines \"Aquivalents
f\"ur den konsumierten Wert einschlie\ss{}t.\nbsp{}
Sondern die Arbeit eines Arbeiters hei\ss{}t hiernach
produktiv, soweit er an die Stelle des konsumierten Werts
ein \"Aquivalent setzt, indem er durch seine Arbeit
irgendeinem Material ein gleiches Quantum Wert
hinzuf\"ugt, als in seinem Salair enthalten war.\nbsp{}
Hier fallen wir aus der Formbestimmung, aus der Bestimmung
der produktiven und unproduktiven Arbeiter durch ihr
Verh\"altnis zur kapitalistischen Produktion
heraus.\nbsp{} Aus dem 9. Kapitel des 4ten Buchs (worin A.
Smith die Lehre der Physiokraten kritisiert) ersieht man,
da\ss{} A. Smith zu dieser Aberration\hyperlink{mia.mew26.1p132_fn3}{\textsuperscript{35}} kam, teils
im Gegensatz zu, teils aus Abh\"angigkeit von den
Physiokraten.\nbsp{} Wenn ein Arbeiter blo\ss{}
j\"ahrlich ersetzt das \"Aquivalent seines Salairs, so
ist er kein produktiver Arbeiter f\"ur den
Kapitalisten.\nbsp{} Er ersetzt ihm zwar das Sahair, den
Kaufpreis seiner Arbeit.\nbsp{} Es ist aber ganz dieselbe Transaktion, als
wenn dieser Kapitalist die Ware, die dieser Arbeiter
produziert, gekauft h\"atte.\nbsp{} Er zahlt die in ihrem
capital constant und im Salair enthaltne Arbeit.\nbsp{} Er
besitzt dasselbe Quantum Arbeit in der Form der Ware, das er
fr\"uher in der Form des Geldes besa\ss{}.\nbsp{} Sein
Geld wird dadurch nicht in Kapital verwandelt.\nbsp{} In
diesem Falle ist es dasselbe, als wenn der Arbeiter selbst
der Besitzer seiner Produktionsbedingungen.\nbsp{} Von dem
Wert seines j\"ahrlichen Produkts mu\ss{} er
j\"ahrlich den Wert der Produktionsbedingungen abziehn,
um sie zu ersetzen.\nbsp{} Was er j\"ahrlich verzehrte
oder verzehren k\"onnte, w\"are [gleich] dem
Wertteil seines Produkts, gleich der j\"ahrlich seinem
capital constant zugef\"ugten neuen Arbeit, In diesem
Falle f\"ande also keine kapitalistische Produktion
statt.\par\endgroup{}

\begingroup{}Der erste Grund, warum A. Smith diese Art Arbeit
\glqq{}produktiv\grqq{} nennt, ist, weil die Physiokraten
sie \glqq{}st\'erile\grqq{} und \glqq{}non
productive\grqq{} nennen.\par\endgroup{}

\begingroup{}Smith sagt uns n\"amlich in dem
angef\"uhrten Kapitel:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Erstens erkennen sie an,
da\ss{} diese Klasse\grqq{} (n\"amlich die
industriellen Klassen, die keine Agrikultur treiben)
\emph{\glqq{}j\"ahrlich} den \emph{Wert} ihrer eigenen
j\"ahrlichen Konsumtion \emph{reproduziert} und mindestens die Existenz des Fonds oder
Kapitals forterh\"alt, der ihre Besch\"aftigung
\emph{und ihren Lebensunterhalt}
garantiert \Dots{} P\"achter und Landarbeiter
reproduzieren
allerdings au\ss{}er dem Kapital, das ihre Arbeit und
ihren Lebensunterhalt erm\"oglicht, noch j\"ahrlich
ein \emph{Nettoprodukt}, eine \"ubersch\"ussige Rente
f\"ur den Grundeigent\"umer~\dots{} die Arbeit
der P\"achter und Landarbeiter ist sicher produktiver als
die der Kaufleute, Handwerker und Manufakturarbeiter.\nbsp{}
Aber das h\"ohere Produkt der einen Klasse macht die
andere nicht \emph{steril} und \emph{unproduktiv}.\grqq{}
(l.c., t. III, p. 530 [Garnier].)\par\endgroup{}

\begingroup{}Hier f\"allt also A. Smith in die
 physiokratische \(\Vert{}\)308\(\vert{}\) Ansicht
 zur\"uck.\nbsp{} Die eigentlich \glqq{}produktive
 Arbeit\grqq{}, die einen Mehrwert und darum \glqq{}un
 produit net\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p133_fn1}{\textsuperscript{36}} \nbsp{}produziert,
 ist die Agrikulturarbeit.\nbsp{} Er gibt seine eigne Ansicht
 vom Mehrwert auf und akzeptiert die der Physiokraten.\nbsp{}
 Zugleich macht er gegen sie geltend, da\ss{} die
 Manufaktur-(und bei ihm auch kommerzielle)-arbeit doch auch
 produktiv sei, wenn auch nicht in diesem eminenten Sinn des
 Worts.\nbsp{} Er f\"allt also aus der Formbestimmung
 heraus, aus der Bestimmung dessen, was ein
 \glqq{}produktiver Arbeiter\grqq{} vom Standpunkt der
 kapitalistischen Produktion ist; macht geltend gegen die
 Physiokraten, da\ss{} die non agricultural, industrial
 class\hyperlink{mia.mew26.1p133_fn2}{\textsuperscript{37}} ihr eignes
 Salair reproduziert, also doch einen Wert produziert gleich
 dem, den sie verzehrt, und dadurch\par\endgroup{}

\begingroup\noindent\footnotesize{}\glqq{}mindestens die Existenz des Fonds
oder Kapitals forterh\"alt, der ihre Besch\"aftigung
garantiert.\grqq{}\par\endgroup{}

\begingroup{}So entsteht, in der Abh\"angigkeit von und
im Gegensatz zu den Physiokraten, seine zweite Bestimmung
von dem, was \glqq{}produktive Arbeit\grqq{} ist.\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Zweitens\grqq{}, sagt A. Smith,
\glqq{}w\"are es in diesem Zusammenhang ganz falsch, die
Handwerker, Manufakturarbeiter und Kaufleute unter demselben
Gesichtspunkt zu betrachten wie die einfachen
Dienstboten.\nbsp{} \emph{Die Arbeit eines Dienstboten erh\"alt
keineswegs den Fonds fort, der seine Besch\"aftigung und
seinen Lebensunterhalt garantiert.\nbsp{} Der Dienstbote wird
in letzter Instanz auf Kosten seines Herrn besch\"aftigt
und erhalten}, und \emph{seine Arbeit ist nicht derart,
da\ss{} sie diese Kosten ersetzen k\"onnte}.\nbsp{}
Seine Arbeit besteht in \emph{Diensten}, die
\emph{gew\"ohnlich im Augenblick ihrer Leistung vergehen und
verschwinden} und \emph{sich nicht in einer Ware fixieren
und realisieren, so da\ss{} man sie verkaufen und dadurch
den Wert ihres Unterhalts und ihres Lohns ersetzen
k\"onnte}.\nbsp{} Dagegen \emph{fixiert und realisiert
sich} die Arbeit der Handwerker, Kaufleute und
Manufakturarbeiter \emph{naturgem\"a\ss{} in einer
verk\"auflichen und austauschbaren Sache}.\nbsp{} Aus
diesem Grunde habe ich in dem Kapitel, das von
\emph{produktiver} und \emph{unproduktiver Arbeit} handelt,
Handwerker, Manufakturarbeiter und Kaufleute unter die
\emph{produktiven} und die Dienstboten unter die
\emph{sterilen} und \emph{unproduktiven} Arbeiter
gerechnet.\grqq{} (l.c. p. 531.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Sobald das Kapital sich der ganzen Produktion
bem\"achtigt hat, wird sich die Revenue, soweit sie sich
\"uberhaupt gegen Arbeit austauscht, nicht direkt gegen Arbeit
austauschen, die \emph{Waren} produziert, sondern gegen
blo\ss{}e \emph{Dienstleistungen}.\nbsp{} Sie tauscht sich
zum Teil gegen \emph{Waren} aus, die als Gebrauchswerte
dienen sollen, zum Teil gegen \emph{services},
Dienstleistungen, die als solche als Gebrauchswerte
konsumiert werden.\par\endgroup{}

\begingroup{}\emph{Ware} -- im Unterschied zum Arbeitsverm\"ogen
selbst -- ist ein dem Menschen stofflich
gegen\"uberstehendes Ding von gewisser N\"utzlichkeit
f\"ur ihn, worin ein bestimmtes Quantum Arbeit fixiert,
materialisiert ist.\par\endgroup{}

\begingroup{}Wir kommen also zu der schon sub I der Sache
nach enthaltnen Bestimmung: Produktiver Arbeiter ist der,
dessen Arbeit \emph{Waren produziert}, und zwar verzehrt
dieser Arbeiter nicht mehr Waren, als er produziert, als
seine Arbeit kostet.\nbsp{} Seine Arbeit fixiert sich und
realisiert sich\par\endgroup{}

\begingroup\noindent\footnotesize{}\emph{\glqq{}in einer verk\"auflichen und
austauschbaren Sache\grqq{}, \glqq{}in einer Ware, so
da\ss{} man sie verkaufen und dadurch den Wert ihres
Unterhalts und ihres Lohns ersetzen
k\"onnte\grqq{}}\par\endgroup{}

\begingroup\noindent{}(n\"amlich der Arbeiter, die diese Waren
produzierten).\nbsp{} Dadurch, da\ss{} er Waren produziert,
reproduziert der produktive Arbeiter best\"andig das
variable Kapital, das er in der Form des Salairs
best\"andig verzehrt.\nbsp{} Er produziert best\"andig
den Fonds, der ihn zahlt, \glqq{}der seine
Besch\"aftigung und seinen Lebensunterhalt
garantiert\grqq{}.\par\endgroup{}

\begingroup{}\emph{Erstens} schlie\ss{}t A. Smith nat\"urlich ein
in den travail, qui se fixe et [se] r\'ealise
in a venal and exchangeable commodity\hyperlink{mia.mew26.1p134_fn1}{\textsuperscript{38}}, alle
intellektuellen Arbeiten, die direkt in der materiellen
Produktion konsumiert werden, Nicht nur der direkte
Handarbeiter oder Maschinenarbeiter, sondern overlooker\hyperlink{mia.mew26.1p134_fn2}{\textsuperscript{39}}, ingenieur,
manager, commis etc., kurz, die Arbeit des ganzen Personals,
das in einer bestimmten Sph\"are der materiellen
Produktion erheischt ist, um eine bestimmte Ware zu
produzieren, dessen concours\hyperlink{mia.mew26.1p134_fn3}{\textsuperscript{40}} von Arbeiten (Kooperation)
notwendig zur Herstellung der Waren ist.\nbsp{} In der Tat
f\"ugen sie dem capital constant ihre Gesamtarbeit hinzu
und erh\"ohen den Wert des Produkts um diesen Betrag.\nbsp{}
(Wieweit dies von Bankiers etc. gilt?\hyperlink{mia.mew26.1p134_an59}{\textsuperscript{41}})\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)309\(\vert{}\) \emph{Zweitens} sagt A. Smith,
da\ss{} dies im ganzen, \glqq{}generally\grqq{}, nicht mit
der Arbeit der unproduktiven Arbeiter der Fall ist.\nbsp{}
Wenn auch das Kapital sich der materiellen Produktion
bem\"achtigt hat, also im gro\ss{}en und ganzen die
h\"ausliche Industrie verschwunden ist oder die des
kleinen Handwerkers, der unmittelbar im Hause des
Konsumenten ihm die Gebrauchswerte schafft, so wei\ss{} A.
Smith sehr wohl, da\ss{} eine N\"ahterin, die ich ins
Haus kommen lasse, um Hemden zu n\"ahen, oder die
Arbeiter, die M\"obel reparieren, oder der Dienstbote,
der das Haus w\"ascht, reinigt etc., oder die K\"ochin, die dem
Fleisch etc. die genie\ss{}bare Form gibt, ganz ebenso
ihre Arbeit in einem Ding fixieren und in der Tat den Wert
dieser Dinge erh\"ohen als die N\"ahterin, die in der
Fabrik n\"aht, der Maschinist, der die Maschine
repariert, die Arbeiter, die die Maschine reinigen, die
K\"ochin, die in einem Hotel kocht als Lohnarbeiterin
eines Kapitalisten.\nbsp{} Der M\"oglichkeit nach sind
diese Gebrauchswerte auch Waren; die Hemden k\"onnen ins
Pfandhaus geschickt werden, das Haus wieder verkauft, die
M\"obel versteigert werden usw.\nbsp{} Also der
M\"oglichkeit nach haben diese Personen auch Waren
produziert und den Gegenst\"anden ihrer Arbeit Wert
zugef\"ugt.\nbsp{} Dies ist aber eine sehr geringe
Kategorie unter den unproduktiven Arbeitern und gilt weder
von der Masse der menial servants\hyperlink{mia.mew26.1p135_fn1}{\textsuperscript{42}} [noch von] Pfaffen,
Regierungsleuten, Soldaten, Musikanten usw.\par\endgroup{}

\begingroup{}Aber wie gro\ss{} oder klein die Anzahl dieser
\glqq{}unproduktiven Arbeiter\grqq{} sei, so viel stellt
sich jedenfalls heraus und ist admitted\hyperlink{mia.mew26.1p135_fn2}{\textsuperscript{43}} durch dies
beschr\"ankende\par\endgroup{}

\begingroup\noindent\footnotesize{}\glqq{}seine Dienste vergehen
\emph{gew\"ohnlich} im Augenblick ihrer Leistung
etc.\grqq{},\par\endgroup{}

\begingroup\noindent{}da\ss{} es weder notwendig die Spezialit\"at der
Arbeit noch die Erscheinungsform ihres Produkts ist, die sie
\glqq{}produktiv\grqq{} oder \glqq{}unproduktiv\grqq{}
machen.\nbsp{} Dieselbe Arbeit kann produktiv sein, wenn ich
sie als Kapitalist, als Produzent kaufe, um sie zu
verwerten, und unproduktiv, wenn ich sie als Konsument,
Ausgeber von Revenue kaufe, um ihren Gebrauchswert zu
verzehren, sei es, da\ss{} dieser Gebrauchswert mit der
T\"atigkeit des Arbeitsverm\"ogens selbst verschwindet
oder sich in einem Ding materialisiert, fixiert.\par\endgroup{}

\begingroup{}Die K\"ochin im Hotel produziert f\"ur
den, der ihre Arbeit als Kapitalist gekauft hat, den
Hotelbesitzer, eine Ware; der Konsument der muttonchops\hyperlink{mia.mew26.1p135_fn3}{\textsuperscript{44}} hat ihre
Arbeit zu zahlen, und sie ersetzt dem Hotelbesitzer (von
Profit abgesehn) den Fonds, woraus er fortf\"ahrt, die
K\"ochin zu zahlen.\nbsp{} Dagegen kaufe ich die Arbeit
einer K\"ochin, damit sie mir das Fleisch etc. kocht,
nicht um sie zu verwerten als Arbeit \"uberhaupt, sondern
[sie] zu genie\ss{}en, zu gebrauchen als diese
bestimmte konkrete Arbeit, so ist ihre Arbeit unproduktiv;
obgleich diese Arbeit sich fixiert in einem materiellen
Produkt und ebensogut verk\"aufliche Ware sein
k\"onnte (in ihrem Resultat), wie sie es in der Tat f\"ur den
Hotelbesitzer ist.\nbsp{} Der gro\ss{}e Unterschied bleibt
aber (der begriffliche): Die K\"ochin ersetzt mir (dem
Privaten) nicht den Fonds, aus dem ich sie zahle, weil ich
ihre Arbeit nicht als wertbildendes Element kaufe, sondern blo\ss{} ihres
Gebrauchswerts halber.\nbsp{} Ihre Arbeit ersetzt mir
ebensowenig den Fonds, womit ich sie zahle, d.h. ihr Salair,
wie mich etwa das Diner, das ich im Hotel esse, als solches
noch bef\"ahigt, dasselbe Diner zum zweitenmal zu kaufen
und daher zu essen.\nbsp{} Dieser Unterschied findet aber
auch zwischen den Waren statt.\nbsp{} Die Ware, die der
Kapitalist kauft, um sein capital constant zu ersetzen (z.B.
Baumwollzeug, wenn er Kattundrucker ist), ersetzt ihren Wert
im gedruckten Kattun.\nbsp{} Kauft er sie dagegen, um den
Kattun selbst zu verzehren, so ersetzt ihm die Ware nicht
seine Auslage.\par\endgroup{}

\begingroup{}Die gr\"o\ss{}te Masse der Gesellschaft,
d.h. die Arbeiterklasse, mu\ss{} sich \"ubrigens diese
Art Arbeit selbst verrichten; kann sie sich aber nur
verrichten, wenn sie \glqq{}produktiv\grqq{} gearbeitet
hat.\nbsp{} Sie kann sich das Fleisch nur kochen, wenn sie
ein Salair produziert hat, womit Fleisch zahlen, und ihre
M\"obel und Wohnung nur rein halten, ihre Stiefel nur
putzen, wenn sie den Wert von M\"obel, Hausmiete, Stiefel
produziert hat.\nbsp{} Bei dieser Klasse der produktiven
Arbeiter selbst erscheint also als \glqq{}unproduktive
Arbeit\grqq{} die, die sie f\"ur sich selbst
verrichten.\nbsp{} Diese unproduktive Arbeit bef\"ahigt
sie niemals, \(\Vert{}\)310\(\vert{}\) dieselbe
unproduktive Arbeit von neuem zu wiederholen, wenn sie nicht
vorher produktiv gearbeitet haben.\par\endgroup{}

\begingroup{}\emph{Drittens}.\nbsp{} Andrerseits: Ein entrepreneur von
Schauspielh\"ausern, Konzerten, Bordellen usw. kauft die
tempor\"are Verf\"ugung \"uber das
Arbeitsverm\"ogen der Schauspieler, Musikanten, Huren
etc. -- in fact auf einem Umweg, der nur
\"okonomisch-formelles Interesse hat; f\"ur das
Resultat die Bewegung dieselbe --; er kauft diese sog.
\glqq{}unproduktive Arbeit\grqq{}, deren \glqq{}Dienste im
Augenblick ihrer Leistung vergehen\grqq{} und sich nicht
fixieren oder realisieren in \glqq{}einem dauernden\grqq{}
(particular\hyperlink{mia.mew26.1p136_fn1}{\textsuperscript{45}} hei\ss{}t
es auch) \glqq{}Gegenstand oder einer verk\"auflichen
Ware\grqq{} (au\ss{}er ihnen selbst).\nbsp{} Der Verkauf
derselben an das Publikum erstattet ihm Salair und
Profit.\nbsp{} Und diese services, die er so gekauft hat,
bef\"ahigen ihn, sie wieder zu kaufen, d.h., durch sie
selbst wird der fonds erneuert, aus dem sie bezahlt
werden.\nbsp{} Dasselbe gilt z.B. von der Arbeit der clercs\hyperlink{mia.mew26.1p136_fn2}{\textsuperscript{46}}, die ein
advocat auf seinem bureau anwendet, au\ss{}erdem da\ss{}
diese services sich noch in sehr bulky \glqq{}particular
subjects\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p136_fn3}{\textsuperscript{47}}, in der Form von ungeheuren
Aktenst\"o\ss{}en, meist verk\"orpern.\par\endgroup{}

\begingroup{}Es ist wahr, da\ss{} dem entrepreneur selbst
diese services aus der Revenue des Publikums bezahlt
werden.\nbsp{} Aber es ist nicht minder wahr, da\ss{} dies
von allen Produkten gilt, soweit sie in die individuelle
Konsumtion eingehn.\nbsp{} Das Land kann zwar diese Dienste
als solche nicht exportieren; aber es kann die Dienstverrichter
exportieren.\nbsp{} So exportiert Frankreich Tanzmeister,
K\"oche usw. und Deutschland Schulmeister.\nbsp{}
Allerdings mit dem Export des Tanzmeisters und Schulmeisters wird auch
seine Revenue exportiert, w\"ahrend der Export von
Tanzschuhen und B\"uchern einen Return\hyperlink{mia.mew26.1p137_fn1}{\textsuperscript{48}} ins Land
bringt.\par\endgroup{}

\begingroup{}Wenn also einerseits ein Teil der sog.
unproduktiven Arbeit sich in materiellen Gebrauchswerten
verk\"orpert, die ebensogut Waren sein k\"onnten
(vendible commodities\hyperlink{mia.mew26.1p137_fn2}{\textsuperscript{49}}), so kann andrerseits ein Teil
der blo\ss{}en Dienste, die keine objektive Gestalt
annehmen -- nicht als Sache getrenntes Dasein von den
Dienstleistenden erhalten, auch nicht als Wertbestandteil in
eine Ware eingehn --, gekauft werden mit Kapital (von
dem \emph{unmittelbaren} K\"aufer der Arbeit), ihr eignes
Salair ersetzen und einen Profit abwerfen.\nbsp{} Kurz, die
Produktion dieser Dienste kann teilweise ebensowohl unter
das Kapital subsumiert werden wie ein Teil der Arbeit, die
sich in n\"utzlichen Dingen verk\"orpert, direkt von
der Revenue gekauft und nicht unter die kapitalistische
Produktion subsumiert wird.\par\endgroup{}

\begingroup{}\emph{Viertens}.\nbsp{} Die ganze Welt der \glqq{}Waren\grqq{} kann
in 2 gro\ss{}e Partien geteilt werden.\nbsp{} Erstens das
Arbeitsverm\"ogen -- zweitens die von dem
Arbeitsverm\"ogen selbst unterschiednen Waren.\nbsp{} Der
Ankauf solcher Dienste nun, die das Arbeitsverm\"ogen
bilden, erhalten, modifizieren etc. kurz, ihm eine
Spezialit\"at geben oder es auch nur erhalten, also z.B.
der Dienst des Schulmeisters, soweit er \glqq{}industriell
n\"otig\grqq{} oder n\"utzlich, der Dienst des Arztes,
soweit er die Gesundheit erh\"alt, also die Quelle aller
Werte, das Arbeitsverm\"ogen selbst, konserviert usw.,
sind also Dienste, die an ihre Stelle setzen \glqq{}une
marchandise qui puisse se vendre etc.\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p137_fn3}{\textsuperscript{50}},
n\"amlich das Arbeitsverm\"ogen selbst, in dessen
Produktions- oder Reproduktionskosten diese Dienste
eingehn.\nbsp{} Indes wu\ss{}te A. Smith, wie wenig
\glqq{}education\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p137_fn4}{\textsuperscript{51}} in die Produktionskosten der
Masse der working men eingeht.\nbsp{} Und unter allen
Umst\"anden geh\"oren die Dienste des Arztes zu den
faux frais de production\hyperlink{mia.mew26.1p137_fn5}{\textsuperscript{52}}.\nbsp{} Man kann sie zu den
Reparierkosten der Arbeitsverm\"ogen rechnen.\nbsp{}
Gesetzt, da\ss{} Salair und Profit zusammenfielen, aus
irgendwelchem Grund, ihrem Gesamtwert nach, z.B., weil die
Nation fauler geworden, und zugleich ihrem Gebrauchswert
nach, weil die Arbeit unproduktiver geworden infolge von
Mi\ss{}ernten etc., kurz, der Teil des Produkts, dessen
Wert gleich der Revenue, nehme ab, weil weniger neue Arbeit
in dem letzten Jahr zugesetzt worden und weil die zugesetzte
Arbeit unproduktiver.\nbsp{} Wollten Kapitalist und Arbeiter
nun nach wie vor dieselbe Wertsumme in materiellen Dingen
verzehren, so k\"onnten sie weniger Dienste des Arztes,
Schulmeisters etc.
kaufen.\nbsp{} W\"aren sie gezwungen, dieselbe Ausgabe
f\"ur beide fortzusetzen, so m\"u\ss{}ten sie ihren
Konsum in andren Dingen einschr\"anken.\nbsp{} Also klar,
da\ss{} die Arbeit von Arzt und Schulmeister nicht
unmittelbar den fonds schaffen, aus dem sie bezahlt werden,
obgleich ihre Arbeiten in die Produktionskosten des Fonds
eingehn, der \"uberhaupt alle Werte schafft, n\"amlich
in die Produktionskosten des
Arbeitsverm\"ogens.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)311\(\vert{}\) A.
Smith f\"ahrt fort:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Drittens scheint es unter jeder
Voraussetzung falsch zu sein, zu sagen, die Arbeit der
Handwerker, Manufakturarbeiter und Kaufleute
vergr\"o\ss{}ere nicht die \emph{reale Revenue} der
Gesellschaft.\nbsp{} Selbst wenn wir zum Beispiel annehmen,
wie es in diesem System geschieht.\nbsp{} da\ss{} der Wert
des t\"aglichen, monatlichen und j\"ahrlichen Konsums
dieser Klasse genau gleich sei dem Wert ihrer
t\"aglichen, monatlichen und j\"ahrlichen Produktion,
so w\"urde daraus doch keineswegs folgen, da\ss{} ihre
Arbeit nichts zur realen Revenue der Gesellschaft
hinzuf\"ugt, zu dem realen Wert des j\"ahrlichen
Produkts des Bodens und der Arbeit des Landes.\nbsp{} Ein
Handwerker zum Beispiel, der in den ersten sechs Monaten
nach der Ernte eine Arbeit im Werte von 10 Livres
ausf\"uhrt, wird auch dann, wenn er sn der gleichen Zeit
f\"ur 10 Livres Korn und andere lebensnotwendige Produkte
verzehrt, dem Jahresprodukt des Bodens und der Arbeit der
Gesellschaft einen Wert von 10 Livres hinzuf\"ugen.\nbsp{}
W\"ahrend er eine Halbjahrsrevenue von 10 Livres in Korn
und anderen lebensnotwendigen Produkten konsumierte,
produzierte seine Arbeit zur selben Zeit einen gleichen
Wert, mit dem er f\"ur sich oder einen anderen eine
ebensolche Halbjahrsrevenue kaufen kann.\nbsp{} Folglich ist
der Wert dessen, was in diesen sechs Monaten sowohl
konsumiert als auch produziert wurde, nicht gleich 10,
sondern 20 Livres.\nbsp{} Allerdings ist es m\"oglich,
da\ss{} von diesem Wert in jedem beliebigen Augenblick
niemals mehr als 10 Livres auf einmal vorhanden waren.\nbsp{}
W\"aren aber das Korn und die anderen lebensnotwendigen
Produkte im Werte von 10 Livres, die der Handwerker
konsumierte, von einem Soldaten oder Dienstboten verzehrt
worden, dann w\"are der Wertteil des Jahresprodukts, der
am Ende der sechs Monate vorhanden war, um 10 Livres
geringer, als er infolge der Arbeit des Handwerkers
war.\nbsp{} Selbst wenn man annimmt, da\ss{} der von dem
Handwerker produzierte Wert in jedem beliebigen Moment nicht
gr\"o\ss{}er ist als der von ihm konsumierte Wert, so
ist doch der Gesamtwert der jedesmal wirklich auf dem Markt
vorhandenen Waren infolge seiner Arbeit gr\"o\ss{}er,
als er ohne ihn w\"are.\grqq{} (l.c., t. III, p.
531--533 [Garnier].)\par\endgroup{}

\begingroup{}Ist nicht der Wert der jedesmal auf dem Markt
befindlichen Waren infolge der \glqq{}unproduktiven
Arbeit\grqq{} gr\"o\ss{}er, als er es ohne dieselbe
sein w\"urde?\nbsp{} Befinden sich nicht in jedem
Augenblick auf dem Markt neben Weizen und Fleisch etc. auch
Huren, Advokaten, Predigten, Konzerte, Theater, Soldaten,
Politiker etc.?\nbsp{} Diese Burschen oder Burschinnen
erhalten das bl\'e et autres denr\'ees de
n\'ecessit\'e\hyperlink{mia.mew26.1p138_fn1}{\textsuperscript{53}} oder d'agr\'ement\hyperlink{mia.mew26.1p138_fn2}{\textsuperscript{54}} nicht
umsonst.\nbsp{} Sie
geben daf\"ur oder dringen daf\"ur auf ihre Dienste,
die als solche Dienste einen Gebrauchswert und infolge ihrer
Produktionskosten auch einen Tauschwert haben.\nbsp{} In
consommablen articles gerechnet besteht jeden Augenblick,
neben den in den denr\'ees\hyperlink{mia.mew26.1p139_fn1}{\textsuperscript{55}} existierenden consommablen
Artikeln, ein Quantum als services consommabler Artikel.\nbsp{} Die Gesamtsumme
der consommablen Artikel ist so in jedem Augenblick
gr\"o\ss{}er, als sie ohne die consommablen services
w\"are.\nbsp{} Zweitens aber ist auch der Wert
gr\"o\ss{}er; denn er ist gleich dem Wert der Waren,
die diese services erhalten, und ist gleich dem Wert der
services selbst, indem hier, wie bei jedem Austausch von
Ware gegen Ware, \"Aquivalent f\"ur \"Aquivalent
gegeben wird, also derselbe Wert doppelt vorhanden ist,
einmal auf der Seite des K\"aufers und einmal auf der
Seite des Verk\"aufers.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\{\)A. Smith f\"ahrt fort, mit
Bezug auf die Physiokraten zu sagen:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Wenn die Vertreter dieses
Systems sagen, die \emph{Konsumtion} der Handwerker,
Manufakturarbeiter und Kaufleute sei \emph{gleich dem Wert
dessen, was sie produzieren}, so meinen sie damit
wahrscheinlich nichts weiter, als da\ss{} die \emph{Revenue
dieser Arbeiter} oder der f\"ur \emph{ihren Unterhalt
bestimmte Fonds gleich diesem Wert ist\grqq{}} \(\{\)viz:
la valeur de ce qu'ils produisent\hyperlink{mia.mew26.1p139_fn2}{\textsuperscript{56}}\(\}\). (l.c. p.
533.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Darin hatten die Physiokraten recht mit Bezug auf
ouvriers und ma\^{\i}tres\hyperlink{mia.mew26.1p139_fn3}{\textsuperscript{57}} zusammengenommen, von deren
letztren Profit die Rente nur eine besondre Rubrik
bildet.\(\}\)\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)312\(\vert{}\)
\(\{\{\)A. Smith
bemerkt bei
derselben Gelegenheit, d.h. seiner Kritik der Physiokraten,
l. IV, ch. IX (edit. Garnier, t. III):\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Das j\"ahrliche Produkt
des Bodens und der Arbeit einer Gesellschaft kann nur auf
zwei Arten vermehrt werden: entweder \emph{erstens} durch
eine \emph{Vervollkommnung des produktiven Verm\"ogens der
n\"utzlichen Arbeit}, die jeweils in dieser
Gesellschaft betrieben wird, oder \emph{zweitens durch eine
Vermehrung der Quantit\"at dieser Arbeit}.\nbsp{} Damit
irgendeine Vervollkommnung oder ein Anwachsen der Kraft des
produktiven Verm\"ogens der n\"utzlichen Arbeit
eintrete, mu\ss{} sich \emph{entweder die Geschicklichkeit
des Arbeiters vervollkommnen oder mu\ss{} man die
Maschinen vervollkommnen, mit denen er arbeitet}
\Dots{} \emph{Die Vermehrung der Quantit\"at
n\"utzlicher Arbeit}, die jeweils in einer
Gesellschaft angewendet wird, h\"angt
ausschlie\ss{}lich \emph{von der Vermehrung des Kapitals ab,
das sich in T\"atigkeit h\"alt}; und \emph{die
Vermehrung dieses Kapitals mu\ss{}} ihrerseits
\emph{wieder genau gleich dem Betrag der Ersparnisse} aus
ihren Revenuen sein, die entweder diejenigen machen, die
dieses Kapital leiten und verwalten, oder andere, die es
ihnen leihen.\grqq{} (p. 534, 535.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Hier ein doppelter cercle vicieux\hyperlink{mia.mew26.1p139_fn4}{\textsuperscript{58}}.\nbsp{}
\emph{Erstens:} Das j\"ahrliche Produkt wird vermehrt
durch gr\"o\ss{}re Produktivit\"at der Arbeit.\nbsp{}
Alle Mittel, um diese Produktivit\"at zu vergr\"o\ss{}ern
\(\{\)soweit nicht durch Naturzuf\"alle wie besonders
g\"unstige Saison etc.\(\}\), erfordern
Vergr\"o\ss{}rung des Kapitals.\nbsp{} Aber um das
Kapital zu vergr\"o\ss{}ern, mu\ss{} das
j\"ahrliche Produkt der Arbeit vergr\"o\ss{}ert
werden.\nbsp{} Erster cercle.\nbsp{} \emph{Zweitens:} Das
j\"ahrliche Produkt kann vermehrt werden durch Vermehrung
in der Quantit\"at der angewandten Arbeit.\nbsp{} Die
Quantit\"at der angewandten Arbeit kann aber nur vermehrt
werden, wenn vorher das Kapital vermehrt ist qui le tient
(le travail) en activit\'e\hyperlink{mia.mew26.1p140_fn1}{\textsuperscript{59}}.\nbsp{} Zweiter cercle.\nbsp{}
Smith hilft sich aus beiden Kreisl\"aufen durch das
\emph{\'epargner\hyperlink{mia.mew26.1p140_fn2}{\textsuperscript{60}}}.\nbsp{} Unter diesem Ausdruck
versteht er n\"amlich die Verwandlung von revenue in
capital.\par\endgroup{}

\begingroup{}An und f\"ur sich schon falsch, den ganzen
profit als \glqq{}Revenue\grqq{} des Kapitalisten
aufzufassen.\nbsp{} Das Gesetz der kapitalistischen
Produktion erheischt vielmehr, da\ss{} ein Teil der
Surplusarbeit, der unbezahlten Arbeit, die der Arbeiter
verrichtet, in Kapital verwandelt wird.\nbsp{} Handelt der
einzelne Kapitalist als Kapitalist, d.h. als Funktion\"ar
des Kapitals, so mag dies ihm selbst als \'epargner
erscheinen; es stellt sich aber ihm selhst unter der
Notwendigkeit eines Reservefonds dar.\nbsp{} Die Vermehrung
des Arbeitsquantums h\"angt aber nicht nur von der Zahl
der Arbeiter ab, sondern von der L\"ange des
Arbeitstags.\nbsp{} Das Quantum der Arbeit kann also vermehrt
werden, ohne da\ss{} der Teil des Kapitals, der sich in
Arbeitslohn aufl\"ost, vermehrt wird.\nbsp{} Ebenso
braucht unter dieser Voraussetzung die Maschinerie etc,
nicht vermehrt zu werden (obgleich sie sich schneller
abn\"utzen w\"urde.\nbsp{} Dies \"andert aber nichts
an der Sache).\nbsp{} Das einzige, was vermehrt werden
m\"u\ss{}te, ist der Teil des Rohstoffs, der sich in
Samen aufl\"ost etc.\nbsp{} Und das bleibt richtig,
da\ss{}, ein Land gegeben (vom ausw\"artigen Handel
abstrahiert), die Mehrarbeit zun\"achst auf die
Agrikultur geworfen werden mu\ss{}, bevor sie in den
Industrien, die von ihr die mati\`ere brute\hyperlink{mia.mew26.1p140_fn3}{\textsuperscript{61}} erhalten,
m\"oglich ist.\nbsp{} Ein Teil dieser mati\`ere
brute, wie Kohle, Eisen, Holz, Fische etc. (letztre z.B. als
D\"unger), kurz, alle nicht animalischen D\"ungemittel
k\"onnen durch blo\ss{} vermehrte Arbeit (bei
gleichbleibender Arbeiterzahl) beschafft werden.\nbsp{} Daran
kann es also nicht fehlen.\nbsp{} Andrerseits fr\"uher
nachgewiesen, da\ss{} die Vermehrung der
Produktivit\"at urspr\"unglich stets blo\ss{}
Konzentration von Kapital, nicht Akkumulation desselben
voraussetzt.\hyperlink{mia.mew26.1p140_an60}{\textsuperscript{62}}\nbsp{} Sp\"ater aber
erg\"anzen sich beide Prozesse.\(\}\}\)\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\{\)Der Grund, warum die
Physiokraten f\"ur laissez faire, laisser passer\hyperlink{mia.mew26.1p140_an19}{\textsuperscript{63}}, kurz, freie
Konkurrenz predigten, richtig enthalten in den folgenden
S\"atzen von Smith:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Der
Handel zwischen
diesen beiden verschiedenen Klassen des Volkes\grqq{}
(campagne und ville\hyperlink{mia.mew26.1p141_fn1}{\textsuperscript{64}}) \glqq{}besteht in letzter
Instanz im Austausch einer gewissen Menge von Rohprodukten
gegen eine gewisse Menge von Manufakturprodukten.\nbsp{} Je
teurer folglich die letzteren sind, um so wohlfeiler werden
die ersteren sein; und alles, was in einem Lande den Preis
der Manufakturprodukte erh\"oht, f\"uhrt zu einer
Senkung des Preises der Rohprodukte der Erde und folglich zu
einer L\"ahmung der Agrikultur.\grqq{}\par\endgroup{}

\begingroup{}Nun aber alle entraves, g\^enes aux
manufactures et au commerce \'etranger\hyperlink{mia.mew26.1p141_fn2}{\textsuperscript{65}} machen die
Manufakturwaren etc. teurer.\nbsp{} Ergo\hyperlink{mia.mew26.1p141_fn3}{\textsuperscript{66}} etc.
(Smith, l.c. p. 554.)\(\}\)\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)313\(\vert{}\) Smiths zweite oder vielmehr
mit seiner andren durchlaufende Ansicht von
\glqq{}produktiver\grqq{} und \glqq{}unproduktiver
Arbeit\grqq{} l\"auft also darauf hinaus, da\ss{} die
erste Arbeit ist, die \emph{Ware} produziert, die zweite
solche, die \glqq{}keine Ware\grqq{} produziert.\nbsp{} Er
leugnet nicht, da\ss{} die eine Art Arbeit so gut wie die
andre Ware ist.\nbsp{} Sieh oben\hyperlink{mia.mew26.1p141_fn4}{\textsuperscript{67}}:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Die Arbeit der letzteren
hat~\dots{} ihren Wert und verdient ihren Lohn ebenso
wie die der ersteren\grqq{}\par\endgroup{}

\begingroup\noindent{}(n\"amlich \"okonomisch; von moralischen etc.
Standpunkten handelt es sich weder bei der einen noch bei
der andren Art der Arbeit).\nbsp{} Der Begriff der Ware
schlie\ss{}t aber ein, da\ss{} sich die Arbeit
verk\"orpert, materialisiert, realisiert in ihrem
Produkt.\nbsp{} Die Arbeit selbst in ihrem unmittelbaren
Dasein, in ihrer lebendigen Existenz, kann nicht unmittelbar
als Ware gefa\ss{}t werden, sondern nur das
Arbeitsverm\"ogen, dessen tempor\"are
\"Au\ss{}erung die Arbeit selbst ist.\nbsp{} Wie die
eigentliche Lohnarbeit nur in dieser Weise entwickelt werden
kann, so die \glqq{}unproduktive Arbeit\grqq{}, die A. Smith
\"uberall bestimmt durch die Produktionskosten, die
erheischt sind, um den \glqq{}unproduktiven Arbeiter\grqq{}
zu produzieren.\nbsp{} \emph{Ware} mu\ss{} also als
unterschiedne Existenz von der Arbeit selbst aufgefa\ss{}t
werden.\nbsp{} Dann aber zerf\"allt die Welt der Waren in
zwei gro\ss{}e Kategorien:\par\endgroup{}

\begingroup{}auf der einen Seite die
Arbeitsverm\"ogen;\par\endgroup{}

\begingroup{}auf der andren Seite die Waren
selbst.\par\endgroup{}

\begingroup{}Das Materialisieren etc, der Arbeit ist jedoch
nicht so schottisch zu nehmen, wie A. Smith es
fa\ss{}t.\nbsp{} Sprechen wir von der Ware als Materiatur
der Arbeit -- in dem Sinne ihres Tauschwerts --,
so ist dies selbst nur eine eingebildete, d.h. blo\ss{}
soziale Existenzweise der Ware, die mit ihrer
k\"orperlichen Realit\"at nichts zu schaffen hat; sie
wird vorgestellt als bestimmtes Quantum gesellschaftlicher
Arbeit oder Geld.\nbsp{} Es ist m\"oglich, da\ss{} die
konkrete Arbeit, deren
Resultat sie ist, keine Spur an ihr
zur\"uckl\"a\ss{}t.\nbsp{} Bei der Manufakturware
bleibt diese Spur in der Form, die dem Rohmaterial
\"au\ss{}erlich bleibt.\nbsp{} In dem Ackerbau etc.,
wenn die Form, die die Ware, z.B. Weizen, Ochs usw.,
erhalten haben, auch Produkt menschlicher Arbeit, und zwar
von Generation zu Generation vererbter und sich
erg\"anzender Arbeit ist, so ist das dem Produkt nicht
anzusehn.\nbsp{} Bei andrer industrieller Arbeit liegt es gar
nicht im Zweck der Arbeit, die Form des Dings zu
\"andern, sondern nur seine Ortsbestimmung.\nbsp{} Z.B.,
wenn eine Ware von China nach England gebracht wird etc., so
ist die Spur der Arbeit an dem Ding selbst nicht zu erkennen
(au\ss{}er bei denen, die sich erinnern, da\ss{} das
Ding kein englisches Produkt ist).\nbsp{} Also in der Art
w\"are das Materialisieren der Arbeit in der Ware nicht
zu verstehn.\nbsp{} (Hier kommt die T\"auschung daher,
da\ss{} sich ein gesellschaftliches Verh\"altnis in der
Form eines Dings darstellt.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Wohl aber bleibt richtig, da\ss{} die Ware als
vergangne, vergegenst\"andlichte Arbeit erscheint, also,
wenn sie nicht in der Form eines Dings erscheint, nur in der
Form des Arbeitsverm\"ogens selbst erscheinen kann; aber
nie unmittelbar (sondern auf einem Umweg, der praktisch
gleichg\"ultig scheint, jedoch es nicht ist in der
Bestimmung der verschiednen Arbeitsl\"ohne) als lebendige
Arbeit selbst.\nbsp{} Produktive Arbeit w\"are also
solche, die Waren produziert oder das Arbeitsverm\"ogen
selbst direkt produziert, bildet, entwickelt, erh\"alt,
reproduziert.\nbsp{} Letztre schlie\ss{}t A. Smith von
seiner Rubrik der produktiven Arbeit aus; willk\"urlich, aber
mit einem gewissen richtigen Instinkt, da\ss{}, wenn er
sie einschlo\ss{}, er Tor und T\"ur \"offnete
f\"ur false pretensions\hyperlink{mia.mew26.1p142_fn1}{\textsuperscript{68}} produktiver Arbeit.\par\endgroup{}

\begingroup{}Soweit also von dem Arbeitsverm\"ogen selbst
abstrahiert wird, l\"ost sich produktive Arbeit in solche
auf, die Waren produziert, materielle Produkte, deren
Herstellung ein bestimmtes Quantum Arbeit oder Arbeitszeit
gekostet hat.\nbsp{} Unter diesen materiellen Produkten sind
alle Produkte der Kunst und Wissenschaft, B\"ucher,
Gem\"alde, Statuen usw. eingeschlossen, soweit sie sich
dinglich darstellen.\nbsp{} Ferner aber mu\ss{} das Produkt
der Arbeit \emph{Ware} sein, in dem Sinne, da\ss{} es
\glqq{}a vendible commodity\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p142_fn2}{\textsuperscript{69}}, d.h. Ware in ihrer ersten Form,
die erst ihre Metamorphose zu durchlaufen hat.\nbsp{} (Ein
Fabrikant mag sich selbst eine Maschine bauen, wenn er sie
sonst nirgend gebaut bekommen kann, nicht um sie zu
verkaufen, sondern als Gebrauchswert zu vernutzen.\nbsp{}
Indes vernutzt er sie dann als Teil seines konstanten
Kapitals.\nbsp{} verkauft sie also st\"uckweis in der Form
des Produkts, zu dessen Herstellung sie konkurriert
hat.)\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)314\(\vert{}\) Also gewisse Arbeiten von
menial servants\hyperlink{mia.mew26.1p143_fn1}{\textsuperscript{70}} m\"ogen sich ebensogut in
\emph{Waren} (potentia\hyperlink{mia.mew26.1p143_fn2}{\textsuperscript{71}}) darstellen, und sogar in
denselben Gebrauchswerten, stofflich betrachtet.\nbsp{} Sie
sind aber nicht produktive Arbeit, weil sie in der Tat nicht
\glqq{}Waren\grqq{}, sondern unmittelbar
\glqq{}\emph{Gebrauchswerte}\grqq{} produzieren.\nbsp{} Was
aber Arbeiten betrifft, die f\"ur ihren K\"aufer oder
employer\hyperlink{mia.mew26.1p143_fn3}{\textsuperscript{72}} selbst
produktiv sind, wie z.B. die Arbeit des Schauspielers
f\"ur den Theaterentrepreneur, so w\"urde sie sich
dadurch als unproduktive Arbeit ausweisen, da\ss{} ihr
K\"aufer sie nicht in der Form der Ware, sondern nur in
der Form der T\"atigkeit selbst dem Publikum verkaufen
kann.\par\endgroup{}

\begingroup{}Abgesehn von diesem, ist produktive Arbeit solche,
die \emph{Waren} produziert, und \emph{unproduktive Arbeit}
solche, die pers\"onliche Dienste produziert.\nbsp{} Die
erstre Arbeit stellt sich in einem verkaufbaren Ding dar;
die letztre mu\ss{} w\"ahrend ihrer Operation verzehrt
werden, Die erstre schlie\ss{}t (mit Ausnahme der das
Arbeitsverm\"ogen selbst bildenden Arbeit) allen in
dinglicher Form existierenden materiellen und
intellektuellen Reichtum, Fleisch sowohl wie B\"ucher
[ein]; die zweite begreift alle Arbeiten ein, die
irgend ein eingebildetes oder wirkliches Bed\"urfnis des
Individuums befriedigen oder auch dem Individuum wider
seinen Willen sich aufdr\"angen.\par\endgroup{}

\begingroup{}\emph{Ware} ist die elementarischste Form des
b\"urgerlichen Reichtums.\nbsp{} Die Erkl\"arung von
\glqq{}produktiver Arbeit\grqq{} dahin, da\ss{} sie Arbeit
ist, die \glqq{}Ware\grqq{} produziert, entspricht also auch
einem viel mehr elementarischen Standpunkt als die, die
erkl\"art, da\ss{} produktive Arbeit solche ist, die
Kapital produziert.\par\endgroup{}

\begingroup{}Die Gegner A. Smiths haben seine erste
sachgem\"a\ss{}e Erkl\"arung au\ss{}er acht
gelassen, dagegen sich an die zweite gehalten und die hier
unvermeidlichen Widerspr\"uche und Inkonsequenzen
hervorgehoben.\nbsp{} Hier wieder dadurch sich die Polemik erleichtert,
da\ss{} auf den stofflichen Inhalt der Arbeit eingegangen
und namentlich auf die Bestimmung, da\ss{} die Arbeit sich
in einem mehr oder minder \emph{dauerhaften} Produkt
fixieren mu\ss{}.\nbsp{} Was aber die Polemik besonders
hervorgerufen, werden wir gleich sehn.\par\endgroup{}

\begingroup{}Vorher noch dies.\nbsp{} A. Smith sagt vom
physiokratischen System, da\ss{} es sein gro\ss{}es
Verdienst sei, zu haben represented\hyperlink{mia.mew26.1p143_fn4}{\textsuperscript{73}},\par\endgroup{}

\begingroup\noindent\footnotesize{}\glqq{}der Reichtum der Nationen bestehe
nicht in dem nicht konsumierbaren Gold und Silber, sondern
in den konsumierbaren G\"utern, die allj\"ahrlich
durch die Arbeit der Gesellschaft reproduziert
werden\grqq{}. (v. III, l. IV, ch. IX, p. 538
[Garnier].)\par\endgroup{}

\begingroup{}Hier haben wir die Ableitung seiner zweiten
Definition of productive\hyperlink{mia.mew26.1p143_fn5}{\textsuperscript{74}} labour.\nbsp{} Die Bestimmung des
Mehrwerts hing nat\"urlich ab von der Form, worin der Wert selbst
gefa\ss{}t wurde.\nbsp{} Im Monetar- und Merkantilsystem
stellt er sich daher als \emph{Geld} dar; bei den
Physiokraten als Produkt der Erde, als Agrikulturprodukt;
endlich bei A. Smith als \emph{Ware} schlechthin.\nbsp{}
Soweit die \emph{Physiokraten auf die Substanz des Werts
kommen, l\"ost er sich ihnen ganz so in blo\ss{}en
Gebrauchswert} auf (\emph{Materie, Stoff) wie den
Merkantilisten in die blo\ss{}e Wertfornn\hyperlink{mia.mew26.1p144_fn1}{\textsuperscript{75}}}, Form,
worin das Produkt als allgemeine gesellschaftliche Arbeit
\emph{erscheint}, Geld; bei A. Smith sind die beiden
Bedingungen der Ware, Gebrauchswert und \emph{Tauschwert},
zusammengefa\ss{}t; und so ist jede Arbeit produktiv, die
sich in irgendeinem Gebrauchswert darstellt, [in]
n\"utzlichem Produkt.\nbsp{} Da\ss{} sie es ist, die
sich darin darstellt, schlie\ss{}t schon ein, da\ss{}
dies Produkt zugleich gleich bestimmtem Quantum allgemein
gesellschaftlicher Arbeit.\nbsp{} A. Smith, den Physiokraten
gegen\"uber, stellt den Wert des Produkts als das
Essentielle f\"ur den b\"urgerlichen Reichtum wieder
her, streift aber andrerseits die blo\ss{} phantastische
Form ab -- die von Gold und Silber --, worin den
Merkantilisten der Wert erscheint.\nbsp{} Jede Ware ist \emph{an
sich} Geld.\nbsp{} Da\ss{} A. Smith damit zugleich auch
plus on moins\hyperlink{mia.mew26.1p144_fn2}{\textsuperscript{76}} in die merkantilistische
Vorstellung von der \glqq{}Dauerhaftigkeit\grqq{}, in fact
inconsommabilit\'e\hyperlink{mia.mew26.1p144_fn3}{\textsuperscript{77}}, zur\"uckf\"allt, ist
unverkennbar.\nbsp{} Man erinnere sich der Stelle bei Petty
(sieh mein Heft I, p. 109\hyperlink{mia.mew26.1p144_fn4}{\textsuperscript{78}}, wo zitiert Petty,
\glqq{}\emph{Polit. Arith.}\grqq{}), wo der Reichtum
gesch\"atzt wird nach den Graden, worin er
unverg\"anglich ist, mehr oder minder dauerhaft ist, und
schlie\ss{}lich Gold und Silber \glqq{}als
unverg\"anglicher Reichtum\grqq{} an die Spitze gestellt
werden.\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Indem er\grqq{} (sagt
\emph{Blanqui, A.}, \glqq{}Histoire de l'\'econ.
polit.\grqq{}, Bruxelles 1839, p. 152) \glqq{}die
Eigenschaft des \emph{Reichtums} ausschlie\ss{}lich auf
jene Werte beschr\"ankte, die in materiellen Stoffen
verk\"orpert sind, l\"oschte er aus dem Buche der
Produktion die ganze unbegrenzte Masse der immateriellen
Werte aus, der T\"ochter des \emph{moralischen Kapitals}
der zivilisierten Nationen\grqq{} etc.\par\endgroup{}



\section{[4.\nbsp{} Vulgarisierung der b\"urgerlichen
politischen \"Okonomie in der Bestimmung der produktiven
Arbeit]}

\begingroup{}Was die Polemik gegen A. Smiths Unterscheidung
von produktiver und unproduktiver Arbeit besonders
hervorrief -- eine Polemik, die jedoch
haupts\"achlich auf die dii minorum gentium\hyperlink{mia.mew26.1p144_fn5}{\textsuperscript{79}} sich
beschr\"ankt (von denen Storch noch der bedeutendste),
indem sie sich bei keinem bedeutenden \"Okonomen \(\Vert{}\)315\(\vert{}\) findet,
bei niemand, von dem man sagen k\"onnte, da\ss{} er
irgendeine Entdeckung in der politischen \"Okonomie
gemacht; sie ist dagegen das Steckenpferd der second-rate
fellows\hyperlink{mia.mew26.1p145_fn1}{\textsuperscript{80}} und ganz
speziell der schulmeisterlichen Kompilatoren und
Kompendienschreiber, auch sch\"onschreibender Dilettanten
und Vulgarisateurs auf diesem Gebiet --, sind folgende
Umst\"ande.\par\endgroup{}

\begingroup{}Der gro\ss{}en Masse sog.
\glqq{}h\"oherer\grqq{} Arbeiter -- wie der
Staatsbeamten, Milit\"ars, Virtuosen, \"Arzte,
Pfaffen, Richter, Advokaten usw. --, die zum Teil nicht
nur nicht produktiv sind, sondern wesentlich destruktiv,
aber sehr gro\ss{}en Teil des \glqq{}materiellen\grqq{}
Reichtums teils durch Verkauf ihrer
\glqq{}immateriellen\grqq{} Waren, teils durch gewaltsame
Aufdr\"angung derselben sich anzueignen wissen, war es
keineswegs angenehm, \emph{\"okonomisch} in dieselbe
Klasse mit den buffoons und menial servants\hyperlink{mia.mew26.1p145_fn2}{\textsuperscript{81}} verwiesen zu
werden und blo\ss{} als Mitkonsumenten, Parasiten der
eigentlichen Produzenten (oder vielmehr Produktionsagenten)
zu erscheinen.\nbsp{} Es war dies eine sonderbare
Entheiligung grade der Funktionen, die bisher mit einem
Heiligenschein umgeben waren, abergl\"aubische Verehrung
genossen.\nbsp{} Die politische \"Okonomie in ihrer
klassischen Periode, ganz wie die Bourgeoisie selbst in
ihrer Parvenuperiode, verh\"alt sich streng und kritisch
zu der Staatsmaschinerie etc.\nbsp{} Sp\"ater sieht sie
ein und -- zeigt sich auch praktisch -- lernt sie
durch die Erfahrung, da\ss{} aus ihrer eignen Organisation
die Notwendigkeit der ererbten Gesellschaftskombination
aller dieser zum Teil ganz unproduktiven Klassen
hervorw\"achst.\par\endgroup{}

\begingroup{}Soweit jene \glqq{}unproduktiven Arbeiter\grqq{}
nicht Gen\"usse schaffen und ihr Kauf daher ganz
abh\"angt von der Art, wie der Produktionsagent sein
Salair oder seinen Profit verausgaben will -- sofern
sie vielmehr teils durch physische Gebrechen (wie
\"Arzte) oder geistige Schw\"achen (wie Pfaffen) oder
durch den Konflikt der Privatinteressen und der
Nationalinteressen (wie Staatsleute, alle lawyers\hyperlink{mia.mew26.1p145_fn3}{\textsuperscript{82}}, Polizisten,
Soldaten) n\"otig werden oder sich selbst n\"otig
machen, erscheinen sie dem A. Smith wie dem industriellen
Kapitalisten selbst und der Arbeiterklasse als faux frais de
production, die also m\"oglichst auf das notwendigste
Minimum zu reduzieren und m\"oglichst wohlfeil
herzustellen sind.\nbsp{} Die b\"urgerliche Gesellschaft
produziert alles das in ihrer eignen Form wieder, was sie in
feudaler oder absolutistischer Form bek\"ampft
hatte.\nbsp{} Zun\"achst also f\"ur die Sykophanten
dieser Gesellschaft, speziell der h\"ohern St\"ande,
ein Hauptgesch\"aft, selbst den blo\ss{} parasitischen
Teil dieser \glqq{}unproduktiven Arbeiter\grqq{} theoretisch
zu restaurieren oder auch die \"ubertriebnen
Anspr\"uche des unentbehrlichen Teils derselben nachzuweisen.\nbsp{} Es
war in der Tat die \emph{Abh\"angigkeit} der
ideologischen etc. Klassen von den \emph{Kapitalisten}
proklamiert.\par\endgroup{}

\begingroup{}\emph{Zweitens} aber wurde ein Teil der Produktionsagenten
(der materiellen Produktion selbst) bald von diesen, bald von
jenen Okonomen als \glqq{}unproduktiv\grqq{}
nachgewiesen.\nbsp{} Z.B. der Grundeigent\"umer von dem
Teil der \"Okonomen, die das industrielle Kapital
vertreten (Ricardo).\nbsp{} Andre (z.B. Carey) erkl\"arten
den eigentlichen commer\c cant\hyperlink{mia.mew26.1p146_fn1}{\textsuperscript{83}} f\"ur einen
\glqq{}unproduktiven\grqq{} Arbeiter.\nbsp{} Nun kamen gar
Dritte, die den \glqq{}Kapitalisten\grqq{} selbst f\"ur
unproduktiv erkl\"arten oder wenigstens seine
Anspr\"uche an den materiellen Reichtum auf
\glqq{}Salair\grqq{}, d.h. auf den Lohn eines
\glqq{}produktiven Arbeiters\grqq{}, reduzieren
wollten.\nbsp{} Viele der geistigen Arbeiter schienen dieser
Skepsis sich anzuschlie\ss{}en.\nbsp{} Es war also Zeit,
Kompromi\ss{} zu machen und die
\glqq{}Produktivit\"at\grqq{} aller nicht direkt unter
die Agenten der materiellen Produktion eingeschlossenen
Klassen anzuerkennen.\nbsp{} Eine Hand w\"ascht die andre,
und wie in der \glqq{}fable of the bees\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p146_an61}{\textsuperscript{84}} war
nachzuweisen, da\ss{} auch vom \glqq{}produktiven\grqq{},
\"okonomischen Standpunkt aus die b\"urgerliche Welt
mit allen den \glqq{}unproduktiven Arbeitern\grqq{} die
beste aller Welten ist; um so mehr, da die
\glqq{}unproduktiven Arbeiter\grqq{} ihrerseits kritische
Betrachtungen \"uber die Produktivit\"at der Klassen
anstellten, die \"uberhaupt \glqq{}fruges consumere
nati\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p146_an62}{\textsuperscript{85}} -- oder auch \"uber die
Produktionsagenten, wie Grundeigent\"umer, die gar nichts
tun, usw.\nbsp{} Sowohl die \emph{Nichtstuer} als ihre
\emph{Parasiten} mu\ss{}ten ihren Platz in der besten
Weltordnung finden.\par\endgroup{}

\begingroup{}\emph{Drittens:} Wie sich die Herrschaft des Kapitals
entwickelte und in der Tat auch die nicht \nbsp{}direkt auf
Sch\"opfung des materiellen Reichtums bez\"uglichen
produktionssph\"aren immer mehr von ihm abh\"angig
wurden -- namentlich die positiven Wissenschaften
(Naturwissenschaften) als Mittel der materiellen Produktion
dienstbar gemacht wurden --, \(\Vert{}\)316\(\vert{}\) glaubten
sykophantische underlings\hyperlink{mia.mew26.1p146_fn2}{\textsuperscript{86}} der politischen \"Okonomie
jede Wirkungssph\"are dadurch verherrlichen zu
m\"ussen und rechtfertigen, da\ss{} sie selbe \glqq{}im
Zusammenhang\grqq{} mit der Produktion des materiellen
Reichtums darstellten -- als Mittel f\"ur denselben
-- und jeden damit beehrten, da\ss{} sie ihn zum
\glqq{}produktiven Arbeiter\grqq{} im \glqq{}ersten\grqq{}
Sinn machten, n\"amlich zu einem labourer, der im Dienst
des Kapitals arbeite, ihm in der einen oder andren Weise in
seiner Bereicherung n\"utzlich sei, etc.\par\endgroup{}

\begingroup{}Da sind noch solche Leute wie Malthus
vorzuziehn, die direkt die Notwendigkeit und
N\"utzlichkeit \glqq{}\emph{unproduktiver}
Arbeiter\grqq{} und blo\ss{}er Parasiten
verteidigen.\par\endgroup{}



\section{[5.\nbsp{}
Anh\"anger von Smith' Auffassungen der produktiven
Arbeit.\nbsp{} Zur Geschichte des Gegenstandes]}

\subsection{[a)\nbsp{} Ricardo und Sismondi --
Anh\"anger von Smith' erster Erkl\"arung der
produktiven Arbeit]}

\begingroup{}Es ist nicht der M\"uhe wert, auf die
Fadaisen\hyperlink{mia.mew26.1p147_fn1}{\textsuperscript{87}} von G.
Garnier (Smiths \"Ubersetzer), Earl of Lauderdale,
Brougham, Say, Storch, sp\"ater Senior, Rossi usw.
-- bez\"uglich dieses Punkts --
einzugehn.\nbsp{} Es sollen nur ein paar charakteristische
Stellen zitiert werden.\par\endgroup{}

\begingroup{}Vorher noch eine Stelle von \emph{Ricardo}, worin
dieser nachweist, da\ss{} den \glqq{}produktiven
Arbeitern\grqq{} es viel n\"utzlicher ist, wenn die
Eigent\"umer des Mehrwerts (Profit, Grundrente) selbigen
aufessen in \glqq{}unproduktiven Arbeitern\grqq{} (as menial servants f.i.\hyperlink{mia.mew26.1p147_fn2}{\textsuperscript{88}}), denn in
den von den \glqq{}produktiven Arbeitern\grqq{} produzierten
Luxusprodukten.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\{\)\emph{Sismondi: \glqq{}Nouv.
princ.\grqq{}}, t. I, p. 148, akzeptiert die richtige
Erkl\"arung des Smithschen Unterschiedes (wie dies auch
bei Ricardo als selbstverst\"andlich): Der reelle
Unterschied der produktiven und unproduktiven Klassen
ist:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Die eine tauscht ihre
Arbeit immer gegen das Kapital einer Nation aus; die andere
tauscht es immer aus gegen einen Teil der nationalen
Revenue.\grqq{}\par\endgroup{}

\begingroup{}\emph{Sismondi} -- ebenfalls nach A.
Smith -- \"uber den Mehrwert:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Obgleich der Arbeiter durch
seine t\"agliche Arbeit viel mehr als seine
t\"aglichen Kosten bervorgebracht hat, ist es selten,
da\ss{} nach Teilung mit Grundbesitzer und Kapitalist ihm
etwas Erkleckliches \"uber das unbedingt Notwendige
\"ubrigbleiben.\grqq{} (\emph{Sismondi}, t. I, \glqq{}N.
P. etc.\grqq{}, p. 87.)\(\}\)\par\endgroup{}

\begingroup{}Ricardo sagt:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Wenn ein
Grundeigent\"umer oder ein Kapitalist seine Revenue nach
Art eines mittelalterlichen Barons ausgibt, n\"amlich
f\"ur den Unterhalt einer gro\ss{}en Zahl von
Gefolgsleuten oder Hauspersonal, wird er Verwendung f\"ur
viel mehr Arbeit schaffen, als wenn er sie f\"ur
wertvolle Kleidung oder eine bessere Einrichtung, f\"ur
Kutschen, Pferde oder den Kauf irgendwelcher anderen
Luxuswaren verausgabt.\nbsp{} In beiden F\"allen ist die
Nettorevenue ebenso wie die Bruttorevenue die gleiche,
jedoch wird die erstere in verschiedene Waren
umgesetzt.\nbsp{} Wenn meine Revenue 10\,000 \emph{l}.
betr\"agt, so wird die fast gleiche Menge produktiver
Arbeit verwendet, ob ich sie nun in wertvolle Kleidung und
teure M\"obel usw. oder in eine Menge Nahrungsmittel und
Kleidung von gleichem Wert umsetze.\nbsp{} Wenn ich aber
meine Revenue in Waren der ersten Art umsetzte, so wird \emph{danach} keine Arbeit
mehr besch\"aftigt, -- ich w\"urde mich meiner
Kleider und meiner M\"obel erfreuen und damit ist die
Angelegenheit beendet.\nbsp{} Wenn ich aber meine Revenue in
Nahrungsmittel und Kleider umsetze und es ist mein Wunsch,
Dienstpersonal zu besch\"aftigen, so werden alle jene,
die ich so mit meiner Revenue von 10\,000 \emph{l}.
oder mit den von mir gekauften Nahrungsmitteln und
Kleidungsst\"ucken besch\"aftigen kann, \emph{der
fr\"uheren Nachfrage nach Arbeit hinzugef\"ugt},
und diese Vermehrung tritt lediglich ein, weil ich diese Art
der Verausgabung meiner Revenue gew\"ahlt habe.\nbsp{} Da
die Arbeiter also an der \emph{Nachfrage nach Arbeit}
interessiert sind, m\"ussen sie offensichtlich
w\"unschen, da\ss{} soviel wie m\"oglich von der
Revenue von den Ausgaben f\"ur Luxuswaren abgezogen wird,
um f\"ur den Unterhalt von Dienstpersonal verwendet zu
werden.\grqq{} (\emph{Ricardo}, \glqq{}Princ.\grqq{} 3 ed.,
1821, p. 475, 476.)\par\endgroup{}

\subsection{[b)\nbsp{} Fr\"uhe Versuche, zwischen produktiver
und unproduktiver Arbeit zu unterscheiden (D'Avenant,
Petty)]}

\begingroup{}\emph{D'Avenant} zitiert aus einem alten Statistiker, Gregory
King, eine Liste, entitled\hyperlink{mia.mew26.1p148_fn1}{\textsuperscript{89}} \glqq{}\emph{Scheme of the Income
and Expense of the several Families of England, calculated
for the year 1688\grqq{}}.\nbsp{} Hier teilt studiosus
King die Gesamtheit des Volks in zwei Hauptklassen:
\glqq{}\emph{increasing} the wealth of the Kingdom,
2\,675\,520 heads\grqq{} und
\glqq{}\emph{decreasing} the wealth of the Kingdom,
2\,825\,000 heads\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p148_fn2}{\textsuperscript{90}} also die
erstre \glqq{}produktive\grqq{}, die zweite
\glqq{}unproduktive\grqq{}; die
\glqq{}\emph{produktive\grqq{}} Klasse besteht aus Lords,
Baronets, Knights, Esquires, Gentlemen, Persons in Offices und Places\hyperlink{mia.mew26.1p148_fn3}{\textsuperscript{91}}, Kaufleuten
im Seehandel, Persons in the Law, clergymen, freeholders,
farmers, persons in liberal arts and sciences, shopkeepers
and tradesmen, artisans and handicrafts, Naval Officers,
Military Officers\hyperlink{mia.mew26.1p148_fn4}{\textsuperscript{92}}.\nbsp{} Dagegen die
\glqq{}\emph{unproduktive\grqq{}} Klasse: Matrosen (common
seamen), labouring people and out servants (dies sind
Ackerbauarbeiter und Manufakturtagl\"ohner), cottagers\hyperlink{mia.mew26.1p148_fn5}{\textsuperscript{93}} (noch
1/5 der ganzen englischen
Bev\"olkerung zu D'Avenants Zeiten), \(\Vert{}\)317\(\vert{}\) common
soldiers, paupers, gipsies, thieves, beggars und vagrants
generally\hyperlink{mia.mew26.1p148_fn6}{\textsuperscript{94}}.\nbsp{}
D'Avenant erkl\"art diese Rangliste des studiosus King
so:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Er meint hiermit,
da\ss{} die erste Volksklasse vom Boden, den K\"unsten
und dem Gewerbeflei\ss{} sich selbst erh\"alt und jedes
Jahr etwas zum nationalen Kapital hinzuf\"ugt; und abgesehn hiervon
kontribuiert von ihrem \"Uberflu\ss{} jedes Jahr
soundso viel zur Erhaltung anderer.\nbsp{} Die von der
zweiten Klasse halten sich teilweise selbst durch Arbeit,
aber der Rest, wie die Weiber und Kinder dieser, sind auf
Kosten der andern gen\"ahrt; j\"ahrliche Last f\"ur
das Publikum, indem sie j\"ahrlich soviel verzehren, als
sonst hinzugef\"ugt w\"urde zum Generalstock der
Nation.\grqq{} (\emph{D'Avenant, \glqq{}An Essay upon the
probable methods of making a people gainers in the balance
of trade\grqq{}, London 1699}, p. 23 und p.
50.)\par\endgroup{}

\begingroup{}\"Ubrigens f\"ur Vorstellungen der Merkantilisten
vom Mehrwert die folgende Stelle von D'Avenant nicht
uncharakteristisch:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Die Exportation unsres
eignen Produkts mu\ss{} England reich machen; Gewinner zu
sein in der Handelsbilanz, m\"ussen wir unser eignes
Produkt ausf\"uhren; damit kaufen wir die f\"ur
unseren eigenen Konsum notwendigen Dinge ausl\"andischer
Herkunft, wobei uns ein \emph{\"Uberschu\ss{}} bleibt
entweder in Edelmetall oder in Waren, die wir in andere
L\"ander verkaufen k\"onnen; \emph{dieser
\"Uberschu\ss{}} ist der \emph{Profit, den eine Nation
aus dem Handel zieht} und der gr\"o\ss{}er oder
kleiner ist in Abh\"angigkeit von der nat\"urlichen
Frugalit\"at des exportierenden Volkes\grqq{} (eine
Frugalit\"at, die die Holl\"ander, aber nicht die
Engl\"ander besitzen -- l.c. p. 46, 47) \glqq{}oder
von dem niedrigen Preis der Arbeit und der Manufakturwaren,
der ihnen erlaubt, die Waren billig und zu \emph{einem
Preis} zu verkaufen, \emph{der auf fremden M\"arkten
nicht unterboten werden kann.\grqq{} (D'Avenant}, l.c. p.
45, 46.)\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\(\{\)\glqq{}Bei dem, was im Inland
konsumiert wird, verliert der eine nur das, was der andere
gewinnt, und die Nation im allgemeinen ist um nichts
reicher; aber alles, was im Ausland konsumiert wird, ist ein
klarer und sicherer Profit.\grqq{} (\glqq{}\emph{An Essay on
the East India Trade etc.\grqq{}, Lond. 1697}, [p.
31].)\(\}\)\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\{\)Diese, einer Schrift
D'Avenants \emph{beigedruckte} Schrift, die er zu
verteidigen\hyperlink{mia.mew26.1p149_fn1}{\textsuperscript{95}} sucht\hyperlink{mia.mew26.1p149_an63}{\textsuperscript{96}}, ist nicht
dieselbe wie die von McCulloch angef\"uhrten
\glqq{}\emph{Considerations on the East India Trade\grqq{},
1701}.\(\}\)\par\endgroup{}

\begingroup{}\"Ubrigens mu\ss{} man sich diese Merkantilisten
nicht so dumm vorstellen, wie sie dargestellt werden von den
sp\"atern Vulg\"ar-Freetraders.\nbsp{} In vol. II
seiner \glqq{}\emph{Discourses on the publick revenues, and on
the trade of England etc.\grqq{}}, \emph{London 1698},
sagt Davenant u.a.:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Gold und Silber sind in
der Tat das Ma\ss{} des Handels, aber die Quelle und der
Ursprung davon ist bei allen Nationen das nat\"urliche
oder k\"unstliche Produkt des Landes, d.h., was ihr Land oder was ihre
Arbeit und Industrie produzieren.\nbsp{} Und dies ist so
wahr, da\ss{} eine Nation durch irgendeinen Umstand jeder
Art von Geld verlustig gehn kann, wenn das Volk zahlreich
ist, industriell, gewandt im Handel, geschickt in der
Seefahrt; mit guten H\"afen versehn, mit einem Boden,
fruchtbar an verschiedenen Artikeln, wird solch ein Volk
Handel haben und bald eine Menge von Silber und Gold.\nbsp{}
So da\ss{} der reelle und effektive Reichtum eines Landes
das einheimische Produkt ist.\grqq{} (l.c. p. 15.).\nbsp{}
\glqq{}Gold und Silber sind so weit entfernt, die einzigen
Dinge zu sein, die den Namen von Schatz oder Reichtum einer Nation
verdienen, da\ss{} in Wahrheit Gold im Grunde nicht mehr
ist als die Rechenpfennige, womit Menschen in ihrem
Gesch\"aftsverkehr gewohnt worden sind zu rechnen.\grqq{}
(l.c. p. 16.)\nbsp{} \glqq{}Wir verstehn das unter Reichtum,
was den F\"ursten und die gro\ss{}e Masse seines Volkes
in \"Uberflu\ss{}, Wohlstand und Sicherheit
erh\"alt; ebenso ist Schatz, was zum Gebrauch des
Menschen verwandelt\grqq{} (converted) \glqq{}worden ist
f\"ur Gold und Silber in Geb\"aude und Verbesserungen
des Landes; ebenso auch andere Dinge, die gegen diese
Metalle \emph{eintauschbar} sind, wie die Fr\"uchte der
Erde, Manufakturwaren oder ausl\"andische Waren und
Schiffsvorrat \Dots{} Ja, selbst verderbliche
G\"uter k\"onnen als Reichtum einer Nation angesehen
werden, wenn sie \emph{konvertibel}, obgleich nicht
\emph{eingetauscht} sind in Gold und Silber; und wir halten
sie nicht nur f\"ur Reichtum zwischen Individuum und
Individuum, sondern zwischen einem Land und einem
andren.\grqq{} (l.c. p. 60, etc.)\nbsp{} \glqq{}Das gemeine
Volk ist der Magen des Staatsk\"orpers.\nbsp{} Dieser
Magen\grqq{} nahm in Spanien das Geld nicht geh\"orig
auf, \(\Vert{}\)318\(\vert{}\) verdaute
es nicht \Dots{} \glqq{}Handel und Manufakturen sind
die einzigen Media, wodurch solch eine Digestion und
Distribution von Gold und Silber gemacht werden kann, die
dem Staatsk\"orper Nahrung zuf\"uhrt.\grqq{} (l.c. p.
62, 63.)\par\endgroup{}

\begingroup{}\"Ubrigens bei Petty auch schon die \emph{produktiven
Arbeiter} (nur schlie\ss{}en sie noch Soldaten
ein):\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Landbauer, Seeleute,
Soldaten, Handwerker und Kaufleute sind die wahren
Grundpfeiler jedes Gemeinwesens; alle andern gro\ss{}en
Berufe \emph{entstehen aus den Schw\"achen und Fehlern
dieser}; nun ist der Seemann drei von diesen vier\grqq{}
(navigator, merchant, soldier\hyperlink{mia.mew26.1p150_fn1}{\textsuperscript{97}}) ([Petty,]
\glqq{}\emph{Polit. Arithmetick etc.\grqq{}, London 1699},
p. 177).\nbsp{} \glqq{}Die Arbeit des Seemanns und Fracht der
Schiffe ist stets von der Natur einer exportierten Ware, ihr
(\emph{\"Uberschu\ss{}} \"uber die Einfuhr bringt
Geld ins Land etc.\grqq{} (l.c. p. 179.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Bei der Gelegenheit entwickelt Petty auch wieder
die Vorteile der Teilung der Arbeit:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Die, welche den Seehandel
kommandieren, k\"onnen zu wohlfeilerer Fracht mit mehr
Profit arbeiten als andre zu gr\"o\ss{}erer (teurerer
Fracht); denn wie das Kleid wohlfeiler gemacht wird, wenn
der eine etc., der andre etc, tut, so k\"onnen die,
welche den Schiffshandel kommandieren, verschiedne Arten von
Sehiffen zu verschiednen Zwecken hauen, Seeschiffe,
Flu\ss{}-, Handels-, Kriegs- etc. -schiffe, und dies ein
Hauptgrund der wohlfeileren Fracht [der
Holl\"ander] als ihrer Nachharn, weil sie eine
besondere Art von Sehiffen f\"ur jeden einzelnen
Handelazweig zur Verf\"ugung stellen k\"onnen.\grqq{}
(l.c. p. 179, 180.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Hier kommt \"ubrigens bei Petty ganz das A. Smithsche, wenn
er weiter sagt:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}Nimmt die Steuer von den
Industriellen etc., um zu geben denen, die sich
\"uberhaupt in einer Art besch\"aftigen, \glqq{}die
\emph{kein materielles Ding} oder Dinge von wirklichem Nutzen und Wert f\"ur
das \emph{Gemeinwesen} produzieren -- in diesem Fall
wird der Reichtum publici\hyperlink{mia.mew26.1p151_fn1}{\textsuperscript{98}} vermindert: Anders als solche
Besch\"aftigungen sind Erholungen und Erfrischungen des
Geistes anzusehen, die, m\"a\ss{}ig angewendet,
Menschen zu Dingen f\"ahig und geneigt machen, die an
sich wichtiger sind.\grqq{} (l.c. p. 198.)\nbsp{}
\glqq{}Nachdem man berechnet, wieviel Volk zur industriellen
Arbeit n\"otig, kann der Rest weidlich und ohne Sehaden
f\"ur die Gemeinheit verwandt werden in den K\"unsten
und \"Ubungen, die dem Vergn\"ugen und der
Versch\"onerung dienen und \emph{von denen die
gr\"o\ss{}te der Fortschritt der Naturerkenntnis
ist.\grqq{}} (l.c. p. 199.)\nbsp{} \glqq{}Es ist mehr zu
gewinnen durch Manufaktur als Landwirtschaft und mehr durch
Handel als Manufaktur.\grqq{} (l.c. p. 172.)\nbsp{}
\glqq{}Ein Seemann ist 3 Bauern wert.\grqq{} (p. 178.)\nbsp{}
\(\vert{}\)VII-318\(\Vert{}\)\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)VIII-346\(\vert{}\)
\emph{Petty, Mehrwert}.\nbsp{} In einer Stelle von
Petty kann eine Ahnung von der Natur des \emph{Mehrwerts}
gesehen werden, obgleich er ihn nur in der Form der
Grundrente behandelt.\nbsp{} Namentlich wenn sie
zusammengestellt wird mit folgender Stelle, worin er den
relativen Wert von Silber und Korn bestimmt durch die
relativen Quantit\"aten derselben, die in derselben
Arbeitszeit produziert werden k\"onnen.\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Wenn jemand eine Unze
Silber aus dem Innern der Erde Perus in derselben Zeit nach
London bringen kann, die er zur Produktion eines Bushel Korn
brauchen w\"urde, dann ist das eine der nat\"urliche
Preis des anderen; wenn er nun durch Abhau neuer und
ergiebigerer Bergwerke statt der einen zwei Unzen Silber mit
dem gleichen Aufwand gewinnen kann, wird das Korn bei einem
Preis von 10 Shilling pro Bushel ebenso billig sein wie
vorher bei einem Preis von 5 Shilling, caeteris paribus\hyperlink{mia.mew26.1p151_fn2}{\textsuperscript{99}}.\grqq{}
\glqq{}Man lasse hundert Mann zehn Jahre lang arbeiten, um
Korn zu ernten, und diesselbe Zahl Leute die gleiche Zeit,
um Silber zu gewinnen, und ich sage, da\ss{} der
Reinertrag an Silber der Preis des gesamten Reinertrags an
Korn sein wird und gleiche Teile des einen den Preis
gleicher Teile des andern bilden werden.\grqq{} \glqq{}Korn
wird zweimal teurer sein, wenn in der gleichen Zeit
zweihundert Landleute das gleiche tun, was hundert leisten
k\"onnten.\grqq{} (\glqq{}\emph{On Taxes and
Contributions\grqq{}}, 1662) (ed. 1679, p. 31, 24,
67.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Die Stellen, auf die ich oben anspiele, sind
folgende:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Wenn die Gewerbe und
sch\"onen K\"unste wachsen, mu\ss{} die
Landwirtschaft zur\"uckgehen, oder das Arbeitseinkommen
der Landleute mu\ss{} steigen und \emph{infolgedessen}
m\"ussen die Renten des Landes fallen.\grqq{} (p.
193.)\nbsp{} \glqq{}Wenn in England Gewerbe und Manufaktur
zugenommen haben~\dots{}, wenn sich ihnen ein
gr\"o\ss{}erer Teil der Bev\"olkerung widmet als
fr\"uher, und wenn der Preis des Korns heute nicht
h\"oher ist als damals, da es mehr Landleute und weniger
im Handel und Gewerbe Besch\"aftigte gab, dann
m\"ussen schon aus diesem Grunde~\dots{} die Renten
des Landes fallen: Z.B. unterstelle den Weizenpreis zu 5 sh.
oder 60 d. per Busbel; und wenn die Rente des Landes, worauf
es w\"achst, die dritte Garbe\grqq{} (i.e. part, share\hyperlink{mia.mew26.1p151_fn3}{\textsuperscript{100}})
\glqq{}ist; dann ist von den 60 d. 20 d. f\"ur das Land und 40 d. f\"ur
den Landmann; aber wenn der Lohn des Landmanns sich um
1/8 erheben sollte oder von 8 zu 9 d.
per Tag, dann erhebt sich der Anteil des Landmannes am
Bushel Weizen von 40 d. auf 45 d., und infolgedessen
mu\ss{} die Rente des Landes von 20 d. auf 15 d. fallen,
denn wir nehmen an, da\ss{} \emph{der Weizenpreis derselbe
bleibt}, um so mehr, \emph{da wir ihn nicht erh\"ohen
k\"onnen}, denn wenn wir es versuchten, w\"urde
\(\Vert{}\)347\(\vert{}\) zu
uns (wie nach Holland) Korn vom Auslande gebracht werden, wo
die Lage der Landwirtschaft sich nicht \"anderte.\grqq{}
(\glqq{}\emph{Polit. Arithmetick\grqq{}}, etc., edit. Lond.
1699, p. 193, 194.)\nbsp{} \(\vert{}\)VIII-347\(\Vert{}\)\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)VIII-364\(\vert{}\)
\(\{\)\emph{Petty}.\nbsp{} Mit der oben angef\"uhrten Stelle Pettys
ist folgende zusammenzustellen, wo Rente \"uberhaupt ein
surplus value, produit net\hyperlink{mia.mew26.1p152_fn1}{\textsuperscript{101}} ist:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Nehmen wir an, ein Mann
bebaute mit eigener Hand eine bestimmte Fl\"ache Land mit
Korn, das hei\ss{}t, er pfl\"ugt es um, s\"at, eggt,
erntet, f\"ahrt das Korn ein, drischt es, mit einem Wort,
er tut alles, was der Ackerbau erfordert.\nbsp{} Ich behaupte
-- wenn dieser Mann sein Saatgut abgezogen hat sowie
alles das, was er selbst verzehrt oder im Austausch f\"ur
Kleidung oder f\"ur sonstige nat\"urliche
Bed\"urfnisse an andere gegeben hat -- da\ss{}
das, was an Korn \"ubrigbleibt, die wirkliche Bodenrente
f\"ur dieses Jahr ist; und der \emph{Durchschnitt} von
sieben Jahren oder vielmehr die Zahl von Jahren, in denen
Mi\ss{}ernte und gute Ernte ihren Kreislauf durchmachen,
gibt die gew\"ohnliche Rente des mit Korn bestellten
Bodens.\nbsp{} Aber eine weitere, wenn auch verwandte Frage
ist die: Wieviel Geld ist dieses Korn oder diese Rente
wert?\nbsp{} Ich erwidere, es ist soviel wert, wie bei einer
anderen Person \"ubrigbleibt, die \emph{ihre beste Zeit}
dazu verwendet, um ins Land der Erzbergwerke zu gehen,
Metall zu f\"ordern, es zu reinigen, M\"unzen zu
pr\"agen und es dorthin zu bringen, wo die andere Person
ges\"at und das Korn geerntet hat.\nbsp{} Die Summe, die
dieser Person nach Abzug aller ihrer Ausgaben
\"ubrigbleibt, wird dem Wert nach v\"ollig gleich sein
der Menge Korn, die dem Landmann verbleibt.\grqq{}
(\glqq{}\emph{Trait\'e des taxes\grqq{}}\hyperlink{mia.mew26.1p152_an64}{\textsuperscript{102}}, p. 23,
24.)\(\}\) \(\vert{}\)VIII-364\(\Vert{}\)\par\endgroup{}

\subsection{[c)\nbsp{} John Stuart Mill -- Anh\"anger
von Smith' zweiter Erkl\"arung der produktiven
Arbeit]}

\begingroup{}\(\Vert{}\)VII-318\(\vert{}\) Herr \emph{J. St. Mill}, in
\emph{\glqq{}Essays on some unsettled questions of polit.
econ.\grqq{}, London 1844}, plagt sich auch mit der
produktiven und unproduktiven Arbeit ab; wo in der Tat zu
der Smithschen (zweiten) Erkl\"arung nichts hinzukommt,
als da\ss{} auch die Arbeiten produktiv, die das
Arbeitsverm\"ogen selbst produzieren.\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}\emph{Quellen des Genusses}
k\"onnen akkumuliert und aufgeh\"auft werden;
Genu\ss{} selbst nicht.\nbsp{} Der Reichtum eines Landes
besteht aus der Totalsumme der in ihm enthaltenen dauernden
Quellen des Genusses, seien sie materiell oder immateriell;
und Arbeit oder Ausgabe, welche strebt zu vermehren oder
diese dauernden Quellen zu erhalten, ist \emph{produktiv} zu
nennen.\grqq{} (l.c. p. 82.)\nbsp{} \glqq{}Was der Mechaniker
oder Spinner verzehren, w\"ahrend sie ihren Dreck lernen,
ist produktiv konsumiert, d.h. seine Konsumtion strebt nicht
zu vermindern, sondern zu vermehren die dauernden Quellen
des Genusses im Lande, indem sie die Neusch\"opfung
dieser Quellen bewirken, was den Betrag der Konsumtion mehr
als wettmacht\grqq{}. (l.c. p. 83.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Wir wollen nun kurz durchgehn den Kohl gegen A.
Smith \"uber produktive und unproduktive
Arbeit.\par\endgroup{}



\section{[6.]\nbsp{} Germain Garnier}

\begingroup{}\(\Vert{}\)319\(\vert{}\) In dem V. Band Noten zu
seiner \"Ubersetzung von \emph{Smiths \glqq{}Wealth of
Nations\grqq{}} (Paris 1802).\par\endgroup{}

\begingroup{}Garnier teilt \"uber den \glqq{}travail
productif\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p153_fn1}{\textsuperscript{103}} im eminenten Sinn die Ansicht
der Physiokraten, die er nur etwas abschw\"acht.\nbsp{} Er
bek\"ampft Smiths Ansicht, wonach\par\endgroup{}

\begingroup\noindent\footnotesize{}\glqq{}produktive Arbeit~\dots{} jene
ist, die sich in einem Gegenstand realisiert, jene, die
Spuren ihrer T\"atigkeit hinterl\"a\ss{}t und deren
Produkt Gegenstand eines Kaufs oder Austauschs sein
kann.\grqq{} (l.c., t. V, p. 169.)\hyperlink{mia.mew26.1p153_an65}{\textsuperscript{104}}\nbsp{} \(\vert{}\)VII-319\(\Vert{}\)\par\endgroup{}

\subsection{[a)\nbsp{} Zusammenwerfen der Arbeit, die sich gegen
Kapital austauscht, mit der Arbeit, die sich gegen Revenue
austauscht.\nbsp{} Falsche Konzeption vom Ersatz des ganzen
Kapitals durch die Revenue der Konsumenten]}

\begingroup{}\(\Vert{}\)VIII-347\(\vert{}\)
(\emph{Garnier,
G.})\nbsp{} Er bringt verschiedne Gr\"unde gegen A.
Smith an (zum Teil von den Sp\"atern
wiederholt).\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Diese Unterscheidung ist
falsch, da sie sich auf einen Unterschied bezieht, der nicht
besteht.\nbsp{} \emph{Jede Arbeit ist produktiv} in dem
Sinne, in dem der Autor das Wort \emph{produktiv}
gebraucht.\nbsp{} Die Arbeit der einen wie die der andren
dieser beiden Klassen ist gleich produktiv an irgendeinem
Genu\ss{}, einer Bequemlichkeit, einem Nutzen f\"ur
denjenigen, der sie bezahlt; sonst w\"urde diese Arbeit
keinen Lohn finden.\grqq{} [l.c. p.
171.]\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\{\)Sie ist also produktiv,
weil sie irgendeinen Gebrauchswert produziert und sich
verkauft, einen Tauschwert hat, also selbst Ware
ist.\(\}\)\nbsp{} In der Ausf\"uhrung aber dieses Punkts,
als Illustration desselben, f\"uhrt Garnier vielmehr
Beispiele an, wo die \glqq{}unproduktiven Arbeiter\grqq{}
\emph{dasselbe} tun, denselben Gebrauchswert oder Art des
Gebrauchswerts produzieren wie die
\glqq{}produktiven\grqq{}.\nbsp{} Z.B.:\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Der Diener, der in meinem
Dienste steht, mein Feuer anz\"undet, mich frisiert,
meine Kleider und M\"obel reinigt und in Ordnung
h\"alt, meine Nahrung zubereitet usw., leistet \emph{Dienste
ganz derselben Art} wie die W\"ascherin oder
Wei\ss{}n\"aherin, die die W\"asche ihrer Kunden
reinigt oder instand h\"alt;~\dots{} wie der
Gastwirt, Garkoch oder Kneipenwirt, dessen Beruf es ist, den
Leuten Essen zuzubereiten, die bei ihm speisen wollen; wie der Barbier,
Friseur\grqq{} (der gr\"o\ss{}te Teil dieser Kerls
geh\"ort aber bei A. Smith ebensowenig zu den ouvriers
productifs\hyperlink{mia.mew26.1p154_fn1}{\textsuperscript{105}} wie der
domestique\hyperlink{mia.mew26.1p154_fn2}{\textsuperscript{106}}),
\glqq{}die unmittelbare Dienste leisten; endlich wie der
Maurer, der Dachdecker, der Tischler, der Glaser, der
Ofensetzer usw. und jene Menge Bauarbeiter, die man ruft,
damit sie Ausbesserungen und Reparaturen vornehmen, und
deren j\"ahrliches Einkommen ebensosehr von einfachen
Reparatur- und Erhaltungsarbeiten stammt wie von
Neubauten.\grqq{} [l.c. p. 171, 172.]\par\endgroup{}

\begingroup{}(A. Smith sagt nirgendwo, da\ss{} der travail qui se
fixe dans un objet plus ou moins permanent\hyperlink{mia.mew26.1p154_fn3}{\textsuperscript{107}}, nicht
ebensogut Reparatur als Neukreatur sein kann.)\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Diese Art Arbeit besteht
weniger im Produzieren als im Erhalten; sie hat weniger den
Zweck, den Dingen, an denen sie sich bet\"atigt, Wert
zuzusetzen, als ihrem Verfall vorzubeugen.\nbsp{} Alle diese
Arbeiter, den Diener einbegriffen, \emph{ersparen demjenigen,
der sie bezahlt, die Arbeit, seine eigenen Sachen instand zu
halten.\grqq{}} [l.c. p. 172.]\par\endgroup{}

\begingroup{}(K\"onnen also als Maschine zur Erhaltung des Werts
betrachtet werden, oder vielmehr der Gebrauchswerte.\nbsp{}
Dieser Standpunkt des \glqq{}\'epargner\grqq{} von
travail\hyperlink{mia.mew26.1p154_fn4}{\textsuperscript{108}} weiter
geltend gemacht von \emph{Destutt de Tracy}.\nbsp{} Sieh das
sp\"ater.\nbsp{} Die unproduktive Arbeit des einen wird
dadurch nicht produktiv, da\ss{} sie dem andren
\emph{unproduktive Arbeit} erspart.\nbsp{} Einer von beiden
verrichtet sie.\nbsp{} Ein Teil des A. Smithschen travail
improductif\hyperlink{mia.mew26.1p154_fn5}{\textsuperscript{109}}, aber auch
nur der Teil derselben, der absolut notwendig ist, um Dinge
zu konsumieren, sozusagen zu den \emph{Konsumtionskosten}
geh\"ort -- und dann auch nur, wenn er einem
produktiven Arbeiter diese Zeit spart -- notwendig
durch die Teilung der Arbeit.\nbsp{} Indes leugnet A. Smith
diese \glqq{}Teilung der Arbeit\grqq{} nicht.\nbsp{} Wenn
jeder nach ihm gezwungen w\"are, produktive und
unproduktive Arbeit zu verrichten, und durch die Teilung
dieser Arbeitsarten zwischen 2 beides besser gesch\"ahe,
\"anderte dies nichts an dem Umstand, da\ss{} die eine
dieser Arbeiten produktiv und die andre unproduktiv
ist.)\par\endgroup{}

\begingroup{}\glqq{}In den weitaus meisten
F\"allen arbeiten sie deswegen und nur deswegen\grqq{}
(damit einer die Arbeit spart, sich selbst zu bedienen,
m\"ussen 10 ihn
bedienen -- eine sonderbare Art, Arbeit zu \glqq{}
sparen\grqq{}; au\ss{}erdem die \glqq{}unproduktive
Arbeit\grqq{} dieser Art am meisten von denen angewandt, die
nichts tun); \glqq{}also sind sie entweder alle
\emph{produktiv}, oder keiner von ihnen ist produktiv\grqq{}
(l.c. p. 172).\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)348\(\vert{}\) \emph{Zweitens}.\nbsp{} Bei einem Franzosen
d\"urfen die ponts et chauss\'ees\hyperlink{mia.mew26.1p155_fn1}{\textsuperscript{110}} nicht
fehlen.\nbsp{} Warum, sagt er, produktiv nennen\par\endgroup{}

\begingroup\noindent\footnotesize{}\glqq{}die Arbeit eines Inspektors oder
Direktors eines privaten Unternehmens im Handel oder der
Industrie und \emph{unproduktiv} die eines
Verwaltungsbeamten, der die Erhaltung der \"offentlichen
Stra\ss{}en und schiffbaren Kan\"ale, der H\"afen,
des Geldwesens und anderer gro\ss{}er Einrichtungen
\"uberwacht, die die T\"atigkeit des Handels beleben,
der \"uber die Sicherheit des Transports und der
Verkehrswege und \"uber die Einhaltung der Vertr\"age
wacht usw., und der mit Recht als ein \emph{Inspektor der
gro\ss{}en sozialen Manufaktur} angesehen werden
kann?\nbsp{} Das ist eine Arbeit ganz gleicher Art, nur auf viel
gr\"o\ss{}erer Stufenleiter.\grqq{} (p. 172,
173.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Soweit solcher Bursche in der Produktion (resp.
Konservation und Reproduktion) materieller Dinge
konkurriert, die \emph{verkauft werden k\"onnten},
bef\"anden sie sich nicht in den H\"anden des Staats,
w\"urde Smith sie \glqq{}produktiv\grqq{} nennen
k\"onnen.\nbsp{} \glqq{}Inspecteurs de la grande
manufacture sociale\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p155_fn2}{\textsuperscript{111}} sind franz\"osische
Gesch\"opfe.\par\endgroup{}

\begingroup{}\emph{Drittens}.\nbsp{} Hier f\"allt Garnier ins
\glqq{}Moralische\grqq{}.\nbsp{} Warum soll der
\glqq{}parfumeur, der mon odorat\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p155_fn3}{\textsuperscript{112}}
schmeichelt, produktiv sein und der musicien\hyperlink{mia.mew26.1p155_fn4}{\textsuperscript{113}} nicht, der
\glqq{}charme mon oreille\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p155_fn5}{\textsuperscript{114}}?\nbsp{} (p. 173.)\nbsp{} Weil der
eine ein materielles Produkt liefert, w\"urde Smith
antworten, der andre nicht.\nbsp{} Die Moral und das
\glqq{}Verdienst\grqq{} der beiden Burschen hat nichts mit
der Unterscheidung zu tun.\par\endgroup{}

\begingroup{}\emph{Viertens}.\nbsp{} Ist es nicht Widerspruch, da\ss{} der
\glqq{}luthier, le facteur d'orgues, le marchand de musique,
le machiniste\hyperlink{mia.mew26.1p155_fn6}{\textsuperscript{115}} etc.\grqq{} produktiv und die
professions\hyperlink{mia.mew26.1p155_fn7}{\textsuperscript{116}}, wof\"ur
diese Arbeiten nur \glqq{}pr\'eparatoires\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p155_fn8}{\textsuperscript{117}},
unproduktiv?\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Die einen wie die anderen
haben als letzten Zweck \emph{ihrer Arbeit einen Konsum
derselben Art}.\nbsp{} Wenn der Zweck, den sich die einen
setzen, nicht verdient, zur Zahl \emph{der Produkte} der
Arbeit der Gesellschaft gerechnet zu werden, warum soll man
dasjenige g\"unstiger behandeln, was nur ein \emph{Mittel
ist, diesen Zweck zu erreichen}?\grqq{} (l.c. p.
173.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Nach diesem Raisonnement\hyperlink{mia.mew26.1p155_fn9}{\textsuperscript{118}} ist einer,
der Getreide i\ss{}t, gradeso produktiv wie der, der es
produziert.\nbsp{} Denn zu welchem Zweck wird Getreide produziert?\nbsp{} Um es
zu essen.\nbsp{} Wenn also die Arbeit des Essens nicht
produktiv ist, warum die des Getreidebaues, qui n'est qu'un
moyen pour arriver \`acette fin\hyperlink{mia.mew26.1p156_fn1}{\textsuperscript{119}}?\nbsp{}
Au\ss{}erdem produziert der, der i\ss{}t, Hirn, Muskel
etc., und sind das nicht ebenso edle Produkte als Gerste
oder Weizen?\nbsp{} -- k\"onnte ein entr\"usteter
Menschenfreund den A. Smith fragen.\par\endgroup{}

\begingroup{}Erstens leugnet A. Smith nicht, da\ss{} der
unproduktive Arbeiter ein produit quelconque\hyperlink{mia.mew26.1p156_fn2}{\textsuperscript{120}}
produziert.\nbsp{} Sonst w\"are er \"uberhaupt kein
Arbeiter.\nbsp{} Zweitens mag es sonderbar scheinen,
da\ss{} der Arzt, der die Pillen verschreibt, kein
produktiver Arbeiter ist, wohl aber der Apotheker, der sie
dreht.\nbsp{} Ebenso der Instrumentenmacher, der die Fiddle
macht, nicht aber der Musikant, der sie spielt.\nbsp{} Das
w\"urde nur beweisen, da\ss{} \glqq{}produktive
Arbeiter\grqq{} Produkte liefern, die keinen Zweck haben,
au\ss{}er als Produktionsmittel f\"ur unproduktive
Arbeiter zu dienen.\nbsp{} Was aber nicht auffallender, als
da\ss{} alle produktiven Arbeiter schlie\ss{}lich
erstens die Mittel liefern, um unproduktive zu zahlen, 2.
Produkte liefern, die \emph{ohne alle Arbeit} konsumiert
werden.\par\endgroup{}

\begingroup{}Nach allen diesen Bemerkungen (wovon Nr. II
Franzuski, der seine ponts et chauss\'ees nicht
vergessen kann; Nr. III auf Moral hinausl\"auft; Nr. IV
entweder den Bl\"odsinn enth\"alt, da\ss{} der
Konsum ebenso produktiv wie die Produktion -- was
falsch in der b\"urgerlichen Gesellschaft, wo der eine
produziert und der andre konsumiert -- oder da\ss{}
ein Teil der produktiven Arbeit blo\ss{} das Material
f\"ur unproduktive Arbeiten liefert, was A. Smith nirgend
leugnet, und wovon
nur I das Richtige enth\"alt, da\ss{} A. Smith mit
seiner 2ten Defnition \emph{dieselben} Arbeiten \(\Vert{}\)349\(\vert{}\) produktiv
und unproduktiv nennt -- oder vielmehr einen
verh\"altnism\"a\ss{}ig geringen Teil seiner
\glqq{}unproduktiven\grqq{} Arbeit seiner eignen Definition
nach \emph{produktiv} nennen m\"u\ss{}te, was also
nicht gegen die \emph{Distinktion}, sondern die
\emph{Subsumtion} unter die Distinktion oder die
\emph{Anwendung} derselben spricht -- ) k\"ommt
studiosus Garnier endlich zur Sache.\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Der einzige allgemeine
Unterschied, den man offenbar zwischen beiden von Smith
ausgedachten Klassen finden k\"onnte, besteht darin,
da\ss{} bei jener Klaase, die er \emph{produktiv} nennt,
es \emph{immer einen Vermittler zwischen dem Verfertiger des
Gegenstandes und demjenigen, der ihn konsumiert}, gibt
oder geben \emph{kann;} w\"ahrend bei jener, die er
\emph{unproduktiv} nennt, es \emph{keinen Vermittler geben
kann} und das Verh\"altnis \emph{zwischen dem Arbeiter
und dem Konsumenten notwendigerweise direkt und
unmittelbar} ist.\nbsp{} Es ist klar, da\ss{} derjenige,
der die Erfahrung des Arztes, die Geschicklichkeit des
Chirurgen, das Wissen des Advokaten, das Talent des Musikers
oder Schauspielers oder endlich die Dienste des Dieners in
Anspruch nimmt, \emph{notwendigerweise} in einem direkten
und unmittelbaren
Verh\"altnis zu jedem dieser verschiedenen Arbeiter im
Zeitpunkt ihrer Arbeit steht; w\"ahrend bei den Berufen
der anderen Klasse \emph{das zu konsumierende Objekt aus einem
materiellen und greifbaren Ding besteht, das verschiedene
Tauschhandlungen durchlaufen kann}, bevor es von seinem
Verfertiger zu seinem Konsumenten gelangt.\grqq{} (p.
174.)\par\endgroup{}

\begingroup{}In diesen letzten Worten zeigt Garnier
malgr\'e lui\hyperlink{mia.mew26.1p157_fn1}{\textsuperscript{121}}, welche geheime Ideenverbindung
mit der ersten Smithschen Distinktion (Arbeit, die sich
gegen Kapital austauscht, und solche, die sich gegen Revenue
austauscht) und der letztren ist (Arbeit, die sich in einem
materiellen, vendible commodity\hyperlink{mia.mew26.1p157_fn2}{\textsuperscript{122}}) fixiert, und
[solche], die sich nicht darin fixiert).\nbsp{} Die
letztren \emph{k\"onnen} ihrer Natur nach der
kapitalistischen Produktionsweise meist nicht unterworfen
werden; die andren k\"onnen.\nbsp{} Abgesehn davon,
\emph{da\ss{} auf Basis der kapitalistischen Produktion},
wo der gr\"o\ss{}te Teil der materiellen Waren --
choses mat\'erielles et palpables\hyperlink{mia.mew26.1p157_fn3}{\textsuperscript{123}} --
unter Herrschaft des Kapitals von Lohnarbeitern produziert
werden, die [unproduktiven] Arbeiten (oder
Dienste, sei es der Hure, sei es des Papstes) nur bezahlt
werden k\"onnen either out of the salairs of the
productive labourers, either out of the profts of their
employers (and the partners in those profts), quite apart
from the circumstance that those productive labourers
produce the material basis of the subsistence, and,
consequently, the existence of the improduktive labourers\hyperlink{mia.mew26.1p157_fn4}{\textsuperscript{124}}.\nbsp{} Es
ist aber charakteristisch f\"ur den flachen
franz\"osischen Hund, da\ss{} er, der
National\"okonom sein will, also Explorator der
kapitalistischen Produktion, das, was diese Produktion zur
kapitalistischen macht, den Austausch von Kapital gegen
Lohnarbeit statt des direkten Austauschs von Revenue gegen
Lohnarbeit oder der direkten Revenue, die der Arbeiter sich
selbst zahlt, f\"ur \emph{unwesentlich} h\"alt.\nbsp{}
Damit ist die kapitalistische Produktion selbst eine
unwesentliche Form, statt eine notwendige, wenn auch nur
historisch, also vor\"ubergehend notwendige Form zur
Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkraft der Arbeit
und Verwandlung der Arbeit in gesellschaftliche Arbeit zu
sein.\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Auch m\"u\ss{}te man
von seiner \emph{produktiven} Klasse alle die Arbeiter
abziehen, deren Arbeit blo\ss{} darin besteht, die
fertigen Gegenst\"ande zu reinigen, zu erhalten oder zu
reparieren, ohne da\ss{} sie daher ein neues Produkt in
die Zirkulation bringt.\grqq{} (p. 175.)\par\endgroup{}

\begingroup{}(Smith sagt nirgendwo, da\ss{} die Arbeit oder
ihr Produkt in das capital circulant eingehn
mu\ss{}.\nbsp{} Sie kann direkt in das capital fixe
eingehn, wie die des
Maschinisten, der in einer Fabrik die Maschine
repariert.\nbsp{} Dann geht aber ihr \emph{Wert} in die
Zirkulation des Produkts, der Ware ein, und die reparateurs
etc., die dies domestiquement\hyperlink{mia.mew26.1p158_fn1}{\textsuperscript{125}} tun, tauschen \(\Vert{}\)350\(\vert{}\) ihre
Arbeit nicht gegen Kapital, sondern gegen Revenue
aus.)\par\endgroup{}

\begingroup\footnotesize{}\glqq{}Infolge dieses Unterschieds
wird die \emph{unproduktive} Klasse, wie Smith bemerkt hat,
nur aus Revenuen erhalten.\nbsp{} Da diese Klasse keinen
Vermittler zwischen sich und dem Konsumenten ihrer Produkte
hat, das hei\ss{}t dem, der ihre Arbeit genie\ss{}t,
wird sie unmittelbar vom Konsumenten bezahlt; \emph{dieser aber
zahlt nur aus Revenuen}.\nbsp{} Dagegen werden die
Arbeiter der produktiven Klasse, da sie gew\"ohnlich von
einem \emph{Mittelsmann} bezahlt werden, \emph{der aus ihrer
Arbeit einen Profit schlagen will, meistens aus einem
Kapital bezahlt}.\nbsp{} Aber dieses Kapital wird
schlie\ss{}lich stets durch die Revenue eines Konsumenten
ersetzt, sonst k\"onnte es nicht zirkulieren und
w\"urde seinem Besitzer keinen Profit abwerfen.\grqq{}
[p. 175.]\par\endgroup{}

\begingroup{}Dieses letztere \glqq{}mais\grqq{}\hyperlink{mia.mew26.1p158_fn2}{\textsuperscript{126}} ganz
kindisch.\nbsp{} Erstens wird ein Teil des Kapitals durch
Kapital und nicht durch Revenue ersetzt; obgleich dieser
Teil des Kapitals, je nachdem, zirkuliert oder nicht
zirkuliert (wie letztres beim Samen).\par\endgroup{}

\subsection{[b)\nbsp{} Ersatz des konstanten Kapitals mittels
Austauschs von Kapital gegen Kapital]}

\begingroup{}Wenn eine Kohlengrube einem Eisenwerk Kohlen
liefert und von diesem Eisenwerk Eisen erh\"alt, welches
als Produktionsmittel in den Betrieb der Kohlengrube
eingeht, so ist zum Wertbetrag dieses Eisens die Kohle gegen
Kapital ausgetauscht und wechselseitig zu seinem eignen
Wertbetrag das Eisen als Kapital gegen Kohle
ausgetauscht.\nbsp{} Beide sind Produkte (dem Gebrauchswert
nach betrachtet) neuer Arbeit, obgleich diese Arbeit mit
vorhandnen Arbeitsmitteln produzierte.\nbsp{} Aber der Wert
des Produkts der j\"ahrlichen Arbeit ist nicht das
Produkt der j\"ahrlichen [neuzugesetzten]
Arbeit.\nbsp{} Er ersetzt vielmehr den Wert der vergangnen
Arbeit, die in den Produktionsmitteln
vergegenst\"andlicht war.\nbsp{} Der Teil des
Gesamtprodukts also, der gleich diesem Wert, ist nicht ein
Teil des Produkts der j\"ahrlichen Arbeit, sondern
Reproduktion der vergangnen Arbeit.\par\endgroup{}

\begingroup{}Nehmen wir z.B. das Produkt der t\"aglichen
Arbeit einer Kohlengrube, eines Eisenwerks, eines
Holzf\"allers und einer Maschinenfabrik.\nbsp{} Das
capital constant in allen diesen Industrien =
1/3 der gesamten Wertbestandteile des
Produkts\hyperlink{mia.mew26.1p158_fn3}{\textsuperscript{127}} d.h. das Verh\"altnis der
pr\"aexistierenden Arbeit zur lebendigen = 1 : 2.\nbsp{} So
liefern alle diese Industrien jede t\"aglich ein Produkt
von x, x', x'', x'''.\nbsp{} Diese Produkte sind gewisse
Quanta von Kohle, Eisen, Holz und Maschine.\nbsp{} Als solche
Produkte sind sie Produkte der t\"aglichen Arbeit (aber
ebenso der t\"aglich verbrauchten Rohstoffe,
Heizungsmittel, Maschinerie etc., die alle zur
t\"aglichen Produktion konkurriert haben).\nbsp{} Ihre
Werte seien gleich z, z', z'', z'''.\nbsp{} Diese Werte sind
nicht das Produkt der t\"aglichen Arbeit, denn z/3, z'/3,
z''/3, z'''/3 sind blo\ss{} gleich dem Wert, den die
konstanten Elemente von z, z', z'', z''' hatten, ehe sie in
die t\"agliche Arbeit eingingen.\nbsp{} Also stellt auch
x/3, x'/3, x''/3, x'''/3 oder ein dritter Teil der
produzierten Gebrauchs werte blo\ss{} den Wert der
pr\"aexistierenden Arbeit dar und ersetzt sie
best\"andig.\nbsp{} \(\{\)Der Austausch, der hier zwischen
pr\"aexistierender und dem \emph{Produkt} lebendiger
Arbeit stattfindet, ist ganz andrer Natur als der Austausch
zwischen dem Arbeitsverm\"ogen und den als Kapital
existierenden Arbeitsbedingungen.\(\}\)\par\endgroup{}

\begingroup{}x = z; doch das x ist der Wert von ganz x\hyperlink{mia.mew26.1p159_an66}{\textsuperscript{128}}, aber
1/3 z = dem Wert des in ganz x
enthaltnen Rohstoffs etc.\nbsp{} Also
x/3 ein Teil des t\"aglichen
Produkts der Arbeit \(\{\)aber durchaus nicht Produkt der
t\"aglichen Arbeit, sondern vielmehr der mit ihr
verbundnen vort\"agigen, pr\"aexistierenden
Arbeit\(\}\), worin die mit der t\"aglichen Arbeit
verbundne pr\"aexistierende Arbeit wiedererscheint und
ersetzt wird.\nbsp{} Nun stellt zwar jeder aliquote Teil von
x, das blo\ss{} die Quantit\"at der wirklichen Produkte
(Eisen, Kohle etc.), seinem Wert nach
1/3 pr\"aexistierende Arbeit und
2/3 denselben Tag produzierte oder
zugesetzte Arbeit dar.\nbsp{} Pr\"aexistierende Arbeit und
Tagesarbeit gehn in demselben Verh\"altnis wie in die
Summe der Produkte, so in jedes einzelne Produkt ein, woraus
jene Summe besteht.\nbsp{} Teile ich aber das gesamte Produkt
in 2 Teile, setze 1/3 desselben auf
die eine Seite und 2/3 auf die andre,
so ist es dasselbe, als ob das eine
1/3 nur pr\"aexistierende Arbeit,
die andren 2/3 nur Tagesarbeit\hyperlink{mia.mew26.1p159_fn1}{\textsuperscript{129}}
darstellten.\nbsp{} In der Tat stellt das erste
1/3 alle vergangne Arbeit dar, die in
das Gesamtprodukt einging, den ganzen Wert der aufgezehrten
Produktionsmittel.\nbsp{} Nach Abzug dieses
1/3 k\"onnen die andren
2/3 also nur das Produkt der
Tagesarbeit darstellen.\nbsp{} Sie stellen in der Tat das
ganze Quantum der Tagesarbeit dar, das den
Produktionsmitteln zugef\"ugt wurde.\par\endgroup{}

\begingroup{}Die letztren 2/3 sind also
gleich der Revenue des Produzenten (Profit und
Salair).\nbsp{} Er kann sie konsumieren, d.h. in Artikeln
auslegen, die in seine individuelle Konsumtion eingehn.\nbsp{}
Gesetzt, diese 2/3 der t\"aglich
produzierten Kohle w\"urden von den Konsumenten oder
K\"aufern nicht mit\hyperlink{mia.mew26.1p160_fn1}{\textsuperscript{130}} Geld, sondern mit\hyperlink{mia.mew26.1p160_fn2}{\textsuperscript{131}}
\nbsp{}den Waren gekauft\hyperlink{mia.mew26.1p160_fn3}{\textsuperscript{132}}, die sie vorher in Geld
verwandelt haben, um Kohle damit zu kaufen.\nbsp{} Ein Teil
Kohle von diesen 2/3 wird zur
Privatheizung etc. in die individuelle Konsumtion des
Kohlenproduzenten selbst eingehn.\nbsp{} Dieser Teil tritt
also nicht in Zirkulation, oder wenn er vorher in Zirkulation
getreten, wird er derselben wieder \(\Vert{}\)351\(\vert{}\) von
seinen eignen Produzenten entzogen.\nbsp{} Minus dieses
Teils, den die Produzenten der Kohle selbst von den
2/3 Kohle konsumieren, m\"ussen sie
alles andre (wollen sie es konsumieren) gegen Artikel
austauschen, die in die individuelle Konsumtion
eingehn.\par\endgroup{}

\begingroup{}Bei diesem Austausch ist es ihnen ganz
gleichg\"ultig, ob die Verk\"aufer der konsumablen
Artikel Kapital oder Revenue gegen Kohle austauschen, d.h.,
ob z.B. der Tuchfabrikant sein Tuch gegen Kohle austauscht,
um sein Privathaus zu heizen (in diesem Fall ist die Kohle
selbst wieder Konsumtionsartikel f\"ur ihn, und er zahlt
sie mit Revenue, mit einem Quantum Tuch, das Profit
darstellt), oder ob James, der Lakai des Tuchfabrikanten,
das Tuch, das er als Salair erhalten, gegen die Kohle
austauscht (in diesem Fall letztre wieder Konsumtionsartikel
und gegen die Revenue des Tuchfabrikanten ausgetauscht, der
seine Revenue aber wieder gegen die unproduktive Arbeit des
Lakaien ausgetauscht hatte), oder ob der Tuchfabrikant Tuch
gegen Kohle austauscht, um die in seiner Fabrik n\"otige,
aber aufgezehrte Kohle zu ersetzen.\nbsp{} (In letztrem Fall
stellt das Tuch, das der Tuchfabrikant austauscht, f\"ur
ihn capital constant vor, den Wert eines seiner
Produktionsmittel, und die Kohle stellt ihm nicht nur den
Wert, sondern dies Produktionsmittel in natura vor.\nbsp{}
F\"ur den Kohlenmann aber ist das Tuch
Konsumtionsartikel, und beide, Tuch wie Kohle, stellen ihm
Revenue vor; die Kohle Revenue in ihrer nicht realisierten,
das Tuch Revenue in ihrer realisierten Form.)\par\endgroup{}

\begingroup{}Was aber das letzte 1/3
der Kohlen betrifft, so kann der Kohlenmann sie nicht gegen
Artikel auslegen, die in seine individuelle Konsumtion
eingehn, nicht als Revenue.\nbsp{} Sie geh\"oren dem
Produktionsproze\ss{} (oder Reproduktionsproze\ss{}) an
und m\"ussen in Eisen, Holz, Maschine verwandelt werden,
in Artikel, die Bestandteile seines konstanten Kapitals
bilden und ohne die die Kohlenproduktion nicht erneuert oder
fortgesetzt werden k\"onnte.\nbsp{} Er k\"onnte nun
zwar auch dies 1/3 gegen
Konsumtionsartikel austauschen (oder, was dasselbe ist,
gegen das Geld der Produzenten dieser Artikel), aber doch nur unter der Bedingung,
da\ss{} er diese Konsumtionsartikelwieder austauscht gegen
Eisen, Holz, Maschine, da\ss{} sie also weder in seine
eigne Konsumtion noch in Verausgabung seiner Revenue
eingehn, sondern in die Konsumtion und Revenueverausgabung
der Produzenten von Holz, Eisen, Maschine, die aber alle
selbst wieder sich in dem Fall befinden,
1/3 ihres Produkts nicht in Artikel
f\"ur die individuelle Konsumtion auslegen zu
k\"onnen.\par\endgroup{}

\begingroup{}Gesetzt aber nun, Kohle gehe in das capital constant
des Eisenproduzenten, Holzproduzenten, Maschinenbauers
ein.\nbsp{} Andrerseits geht Eisen, Holz, Maschine in das
capital constant des Kohlenmanns ein.\nbsp{} Soweit also
diese ihre Produkte wechselseitig von ihnen zu gleichem
Wertbetrag [in ihre konstanten Kapitale] eingehn,
ersetzen sie sich in natura, und der eine h\"atte dem
andren nur Bilanz zu zahlen f\"ur das surplus, was er
mehr von ihm kauft als an ihn verkauft\hyperlink{mia.mew26.1p161_fn1}{\textsuperscript{133}}.\nbsp{} In
der Tat tritt das Geld hier in der Praxis (vermittelst Wechsel etc.) auch
nur als \emph{Zahlungsmittel} auf, nicht als M\"unze,
Zirkulationsmittel, und zahlt nur die Bilanz.\nbsp{} Einen
Teil von dem 1/3 Kohle wird der
Kohlenproduzent zu seiner eignen Reproduktion bed\"urfen,
ganz wie er einen Teil der 2/3 zu
seiner eignen Konsumtion von dem Produkt abzog.\par\endgroup{}

\begingroup{}Die ganze Quantit\"at Kohle, Eisen, Holz und
Maschine, die sich so wechselseitig ersetzen durch Austausch
von konstantem Kapital gegen konstantes Kapital, von
konstantem Kapital in einer Naturalform gegen konstantes
Kapital in der andern Naturalform, hat absolut nichts zu tun
weder mit dem Austausch von Revenue gegen konstantes Kapital
noch mit dem Austausch von Revenue gegen Revenue.\nbsp{} Er
spielt exakt dieselbe Rolle wie der Samen in der Agrikultur
oder der Kapitalstock des Viehs in der Viehzucht.\nbsp{} Es
ist ein \emph{Teil des j\"ahrlichen Produkts der Arbeit},
aber nicht \emph{des Produkts der j\"ahrlichen}
[neuzugesetzten] \emph{Arbeit\hyperlink{mia.mew26.1p161_fn2}{\textsuperscript{134}}}
(vielmehr des Produkts der j\"ahrlichen plus
pr\"aexistierenden Arbeit), der (bei gleichbleibenden
Produktionsbedingungen) sich selbst j\"ahrlich als
Produktionsmittel, als capital constant ersetzt, ohne in
eine andre Zirkulation als die zwischen dealers\hyperlink{mia.mew26.1p161_fn3}{\textsuperscript{135}} und dealers
einzugehn und ohne den \emph{Wert} des Teils des Produkts zu
affizieren, der in die Zirkulation zwischen dealers und
consumers\hyperlink{mia.mew26.1p161_fn4}{\textsuperscript{136}} eingeht.\hyperlink{mia.mew26.1p161_fn5}{\textsuperscript{137}}\par\endgroup{}

\begingroup{}Gesetzt, das ganze 1/3 Kohle
tausche sich so in natura gegen seine eignen
Produktionselemente, Eisen, Holz, Maschinen, aus.\nbsp{}
\(\{\)Es w\"are m\"oglich, da\ss{} es sich z.B.
blo\ss{} gegen Maschine direkt austauschte; aber der
Maschinist w\"urde es wieder als capital constant nicht
nur gegen sein eignes, sondern das des Eisenproduzenten und
Holzf\"allers austauschen.\(\}\) So w\"urde zwar jeder
Zentner von den 2/3 seines Produkts in
Kohle, \(\Vert{}\)352\(\vert{}\) das er
gegen Konsumtionsartikel austauschte, als Revenue
austauschte -- wie das ganze Produkt --, seinem
Wert nach aus 2 Teilen bestehn.\nbsp{}
1/3 Zentner w\"are gleich dem Wert
der in dem Zentner auf gezehrten Produktionsmittel, und
2/3 Zentner w\"are gleich der von
dem Produzenten der Kohle diesem 1/3
neuzugef\"ugten Arbeit.\nbsp{} Allein, wenn das
Gesamtprodukt z.B. = 30\,000 Zentner, so tauscht er
als Revenue nur aus 20\,000 Zentner.\nbsp{} Die andren
10\,000 Zentner w\"aren der Voraussetzung nach
durch Eisen, Holz, Maschine etc. etc. ersetzt, kurz, der
ganze Wert der in den 30\,000 Zentnern auf gezehrten
Produktionsmittel w\"are durch Produktionsmittel
derselben Art und von gleichem Wertumfang in natura
ersetzt.\par\endgroup{}

\begingroup{}Die K\"aufer der 20\,000 Zentner zahlen
also in der Tat keinen farthing f\"ur den Wert der in den
20\,000 Zentnern enthaltnen pr\"aexistierenden
Arbeit; denn vom Gesamtprodukt stellen die 20\,000 nur
die 2/3 des Werts dar, worin sich die
neuzugesetzte Arbeit realisiert.\nbsp{} Es ist also dasselbe,
als stellten die 20\,000 Zentner nur neuzugesetzte
(w\"ahrend des Jahrs z.B.) und keine pr\"aexistierende
Arbeit dar.\nbsp{} Der K\"aufer zahlt also in jedem
Zentner den ganzen Wert, pr\"aexistierende Arbeit plus
neuzugesetzte Arbeit, und dennoch zahlt er nur neuzugesetzte
Arbeit; eben weil er nur eine Quantit\"at von
20\,000 Zentnern kauft, nur die Quantit\"at des Gesamtprodukts
kauft, die gleich dem Wert der gesamten neuzugesetzten
Arbeit.\nbsp{} Ebensowenig zahlt er den Samen des Ackerbauers
au\ss{}er dem Weizen, den er i\ss{}t.\nbsp{} Die
Produzenten haben sich wechselseitig diesen Teil ersetzt; er
ist ihnen also nicht zum zweitenmal zu ersetzen.\nbsp{} Sie
haben ihn ersetzt mit dem Teil ihres eignen Produkts, das
zwar j\"ahrliches Produkt ihrer Arbeit, aber keineswegs
das Produkt ihrer j\"ahrlichen Arbeit, vielmehr der Teil
ihres j\"ahrlichen Produkts ist, der die
pr\"aexistierende Arbeit vertritt.\nbsp{} Ohne die neue
Arbeit w\"are das Produkt nicht da; aber ebenso w\"are
es nicht da ohne die in den Produktionsmitteln
vergegenst\"andlichte Arbeit.\nbsp{} W\"are es
blo\ss{} Produkt der neuen Arbeit, so w\"are sein Wert
kleiner als er jetzt ist, und darin w\"urde kein Teil des
Produkts der Produktion wiederzugeben sein.\nbsp{} W\"are
aber die andre Weise der Arbeit nicht produktiver und
liefert [nicht] mehr Produkt, obgleich ein Teil
des Produkts der Produktion wiedergegeben werden mu\ss{},
so w\"urde sie nicht angewandt werden.\par\endgroup{}

\begingroup{}Obgleich nun von dem 1/3 Kohle
kein Wertbestandteil in die 20\,000 als Revenue
verkauften Zentner Kohle einginge, w\"urde dennoch jeder
Wertwechsel in dem capital constant, welches das
1/3 oder 10\,000 Zentner
repr\"asentierte, einen Wertwechsel in den andren
2/3 hervorbringen, die als Revenue verkauft
werden.\nbsp{} Die Produktion in Eisen, Holz, Maschine usw.,
kurz, in den Produktionselementen, worin sich das
1/3 des Produkts auf l\"oste, werde
teurer.\nbsp{} Die Produktivit\"at der Kohlenarbeit bleibe
dieselbe.\nbsp{} Mit demselben Quantum Eisen, Holz, Kohle,
Maschine und Arbeit werden nach wie vor 30\,000
Zentner produziert werden.\nbsp{} Aber da Eisen, Holz und
Maschine sich verteuert haben, mehr Arbeitszeit wie
fr\"uher kosten, m\"u\ss{}te mehr Kohle f\"ur sie
gegeben werden wie fr\"uher.\par\endgroup{}

\begingroup{}\(\Vert{}\)353\(\vert{}\) Es w\"are nach wie vor
das Produkt = 30\,000 Ctr.\nbsp{} Die
Kohlengrubenarbeit ist so produktiv geblieben, wie sie
fr\"uher war.\nbsp{} Mit demselben Quantum lebendiger
Arbeit und derselben Masse Holz, Eisen, Maschinerie etc,
produziert sie = 30\,000 Ctr., wie fr\"uher.\nbsp{}
Die lebendige Arbeit, wie fr\"uher, stellt sich in
demselben Wert dar, sage = 20\,000 \emph{l}. (in Geld
gesch\"atzt).\nbsp{} Dagegen kosten Holz, Eisen etc.,
kurz, das capital constant, jetzt 16\,000 \emph{l}.
statt 10\,000 \emph{l}., d.h., die in ihnen enthaltne
Arbeitszeit hat sich um 6/10 oder 60
p.c. vermehrt.\nbsp{} Der Wert des Gesamtprodukts jetzt
36\,000 \emph{l}., fr\"uher = 30\,000
\emph{l}.; ist also gewachsen um 1/5,
= 20 p.c.\nbsp{} Also kostet auch jeder aliquote Teil des
Produkts 1/5 oder 20 p.c. mehr als
fr\"uher.\nbsp{} Kostete der Ctr. fr\"uher 1 \emph{l}.,
so jetzt 1 \emph{l}. + 1/5 \emph{l}, =
1 \emph{l}. 4 sh.\nbsp{} Fr\"uher vom Gesamtprodukt
1/3 oder 3/9 =
capital constant, 2/3 = zugesetzte
Arbeit.\nbsp{} Jetzt verh\"alt sich das capital constant
zum Wert des Gesamtprodukts = 16\,000 : 36\,000
= 16/36 =
4/9.\nbsp{} Es betr\"agt also
1/9 mehr als fr\"uher.\nbsp{} Der
Teil des Produkts, der = dem Wert der zugesetzten Arbeit,
fr\"uher = 2/3 oder
6/9 des Produkts, jetzt =
5/9.\par\endgroup{}

\begingroup{}\emp